7-Tage Reise Kiew/Krim
Die Ukraine hat in ihrer Geschichte schon viele Eroberer gesehen, doch das 19. und 20. Jahrhundert hatte für das Land Prüfungen parat, die es sich nicht in den schlimmsten Träumen vorstellen konnte. Auf dieser Reise werden sie Kiew, die Hauptstadt des Landes und, natürlich ganz ausführlich, die Krim erleben. Und das bei einem Klima, das ähnlich wie an der Cote d ´Azur vorherrscht.| 1. Tag | Linienflug mit Ukraine International Airways im modernen Airbus nach Kiew. Nach Ankunft einchecken im Hotel mit anschließender Stadtrundfahrt und Besuch des außergewöhnlichen Kriegsmuseums. Danach besuchen wir Babi Yar, den Ort an dem die SS über 30.000 Menschen ermordete. Rückfahrt ins Hotel und Dinner. |
| 2. Tag | Flug nach Simferopol und Transfer nach Yalta ins Hotel Oreanda. Besichtigung des Liwadija-Palastes, in dem die Konferenz von Jalta im Februar 1945 stattfand. Diese Konferenz der großen Drei, Stalin, Churchill und Roosevelt, regelte die Teilung Europas nach dem bevorstehenden Ende des Zweiten Weltkrieges. |
| 3. Tag | Fahrt nach Sewastopol, wo heute der Krimkrieg von 1853-56 Schwerpunkt sein wird. Wir beginnen mit Balaklava, dem Hauptnachschubhafen der britischen Truppen und Beginn der Kriegseisenbahn, die bis nach Sewastopol führte. Wir besuchen das „Tal des Todesschatten“, dem Schauplatz der „Charge of the Light Brigade“, dem desaströsen Angriff leichter britischer Reiterei gegen eine Wand russischer Kanonen in der Schlacht von Balaklava. Wir besichtigen Inkermann, wo russische Truppen einen Ausfall aus dem belagerten Sewastopol gegen britisch-französische Kräfte führten. 8.000 Briten führten einen verzweifelten Kampf gegen 30.000 Russen, bis ihnen die Franzosen zu Hilfe kamen. Nächster Halt ist Fort Malakow. Mit der Erstürmung dieses Forts durch französische Soldaten unter dem Kommando der Generale Patrice de Mac-Mahon und Pierre Bosquet am 8. September 1855 mussten die russischen Verteidiger die gesamte Stadt Sewastopol räumen. Ein prächtiges Museum beschäftigt sich ausführlich mit der Erstürmung. Wir begeben uns anschließend zum Sapun Hügel, auf dem sich das weltberühmte Schlachtenpanorama von Sewastopol befindet. Die Erstürmung des Sapunhügels markierte auch den Zusammenbruch der deutschen Verteidigung von Sewastopol im Jahre 1944. Auf seinem 100 Meter langen und 14 Meter hohen Kolossalgemälde stellt der russische Schlachtenmaler Franz Roubaud den Morgen des 6. Juni 1855 dar, als die russische Armee die englischen und französischen Truppen ein letztes Mal zurückhalten konnte, bevor diese die Stadt stürmten. Die französische Armee hatte dieses Datum gewählt, weil sie genau 40 Jahre zuvor die Schlacht von Waterloo schmählich verloren hatte. Die Franzosen wollten den Sieg deshalb um jeden Preis. Es ist ein russisches Paradox, dass das Russische Reich die blutige Schlacht um Sewastopol verlor, sie aber zum nationalen Symbol des stolzen Widerstandes erkor. Danach Rückfahrt ins Hotel nach Jalta mit anschließendem Dinner. |
| 4. Tag | Wir fahren wieder nach Sewastopol und beschäftigen uns an diesem Tag mit der deutschen Belagerung von 1941/42, dem Verlust der Krim 1944 und der Zeit des Kalten Krieges. Wir begeben uns in die Ausgangsstellung der deutschen Armee und den Batteriestellungen ihrer Artillerie und zeichnen die Eroberung der verschiedenen Festungswerke wie Fort Stalin oder Maxim Gorki nach. Wir erkunden die Stadt Sewastopol und stellen bei einer Fahrt mit einer Barkasse im Hafen fest, von wo aus Manstein seine Truppen mit Flößen übersetzen ließ, um den Fall der Festung zu besiedeln. Das Diorama „Der Sturmangriff auf den Sapun-Berg am 7. Mai 1944“, das Haus der Untergrundkämpfer von Sewastopol 1942–1944, sowie die Wladimir-Kathedrale (Ruhestätte berühmter Admiräle) sind unsere weiteren Ziele. Zum Abschluss des Tages noch eine kleine Sensation: der Besuch der geheimen U-Boot Basis in Balaklava. |
| 5. Tag | Dieser Tag befasst sich mit den amphibischen russischen Landungen in Feodoisa und Kertsch im Jahre 1941. Wir besichtigen die Hafenstadt Feodosia und erfahren Einzelheiten der Operation. Wir setzen die Fahrt nach Kertsch fort, wo wir uns mit der Lage 1941 und 1944 beschäftigen. Besucht werden unter anderem die russischen Brückenköpfe, das Memorial für den heroischen Partisanenkampf in den Ajimushkay Minen und der Ruhmes Obelisk auf dem Mithradates Berg, von wo man einen guten Blick auf Asien werfen kann. Anschließend Rückfahrt nach Jalta. |
| 6. Tag | Heute wird das Hinterland von Jalta und Sewastopol besucht. Daneben stehen Sehenswürdigkeiten von Jalta wie dem „Schwalbennest“ auf dem Plan. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts für einen aserbaidschanischen Öl-Millionär in exponierter Stelle auf die Südküste der Krim gebaut. Das Schwalbennest ist mittlerweile Wahrzeichen für den Großraum Jalta. Bachtschissaraj ist die einzige in der Welt gut erhaltene Hauptstadt des ehemaligen tatarischen Krimkhanats, des Tartarenfürsten. |
| 7.Tag | Rückflug nach Deutschland |
