5-Tage Reise Prag
Prag gehörte zu den Städten im Einflussbereich Hitler-Deutschlands, die nicht so offensichtlich von dem Horror des 2. Weltkrieges getroffen wurden. Zum einen lag es an der geografischen Lage, zum anderen auch an der Tatsache, dass man die hervorragende Schwerindustrie und die erstklassigen Arbeiter dringend für die Rüstung brauchte. Die Panzer und Geschütze der Skoda Werke waren kriegswichtig. Das änderte sich erst mit der Ankunft Heydrichs und seiner Ermordung. In den nächsten Tagen werden Sie über viele Hintergründe des Reichsprotektorates Böhmen und Mähren in Erfahrung bringen.| 1. Tag | Fahrt mit dem Coach of Excellence von Köln über Nürnberg nach Prag. Einchecken ins Hilton Hotel und gemeinsames Abendessen |
| 2. Tag | Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge besuchen wir zunächst das National Military History Museum (Vojenske historicke muzeum). Hier gibt es eine permanente Ausstellung zum Attentat auf Heydrich, die auch schon einige Zeit im Deutschen Technikmuseum Berlin zu bewundern war. Hier erfährt man viele Details und kann auch das Originalcabriolet Heydrichs in Augenschein nehmen. Anschließend fahren wir zum Ort des Attentats, sowie zur Kirche St. Kyrill und Methodius, wo Bischof Gorazd mit den Mitgliedern der orthodoxen Gemeinde in Prag den Fallschirmjägern Hilfe leistete, indem er ihnen Unterschlupf gewährte. Als oberster Repräsentant der Tschechischen Orthodoxen Kirche wurde er auf dem Exekutionsplatz in Prag-Kobylisy, heute Gedenkstätte des antifaschistischen Widerstandes, am 4. September 1942 hingerichtet. |
| 3. Tag | Heute führt uns die Fahrt nach Terecin (Theresienstadt). Theresienstadt wurde Ende des 18. Jahrhunderts als eine Festungsanlage von Kaiser Joseph II. erbaut und diente ab November 1941 als ghettoähnliches Lager für Juden vor allem aus dem "Protektorat Böhmen und Mähren" sowie aus dem Deutschen Reich. Mit insgesamt rund 73.500 Menschen wurde bis Juli 1943 fast die gesamte jüdische Bevölkerung des "Protektorats" nach Theresienstadt deportiert. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs gelang es dem Internationalen Roten Kreuz nach langen Verhandlungen mit der SS, Juden aus Theresienstadt in neutrale Länder zu bringen. |
| 4. Tag | Der Kreis des Heydrichen Terrorsystems schließt sich in Lidice, das wir heute besuchen werden. Nach dem Attentat auf Heydrich leiteten die Nationalsozialisten massive Vergeltungsmaßnahmen gegen die tschechische Zivilbevölkerung ein. Am 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte Lidice. Am nächsten wurden alle 172 Männer älter als 15 Jahre in den Hof der Familie Horák gebracht, wo sie tags darauf erschossen wurden. 195 Frauen wurden in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Der Ort Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und schließlich durch Züge des Reichsarbeitsdienstes eingeebnet, um die Gemeinde vollständig von der Landkarte zu tilgen. Dieser Ort ist wie kaum ein anderer Sinnbild des brutalen SS-Terrors. Auf der Rückfahrt ins Hotelk machen wir noch einen Stopp in der Luftfahrtmuseum in Prag-Kbely wo es eine Sehenswerte Kollektion historischer Flugzeuge zu bewundern gibt. Darunter auch ein seltenes Exemplar einer zweisitzigen Version der Messerschmitt Me 262B und eine Messerschmitt Me 262A Schwalbe. |
| 5. Tag | Rückfahrt nach Köln. |
