Newsletter abonnieren:


 

Eintauchen in eine faszinierende Welt

Castle Urquhart bei Loch Ness
Schottland, das raue Land im Norden der Britischen Inseln, fasziniert mit seinen wildromantischen Landschaften wie den Grampian Mountains, den einsamen Hochmooren der Northwestern Highlands und unergründlichen Seen wie dem legendären Loch Ness. Grandiose Küstenszenarien bieten faszinierende Ausblicke auf die dramatische See, malerische Burgruinen wechseln sich ab mit geheimnisvollen Schlössern und prächtigen Palästen. Schottland, die Heimat literarischer Größen wie Sir Walter Scott oder Robert Louis Stevenson hat aber auch eine ungemein kriegerische Vergangenheit und eine reiche militärische Tradition mit einer einzigartigen Musik, die damals wie heute mit Inbrunst zelebriert wird. Das Edinburgh Military Tattoo, sozusagen die „Mutter aller Militärmusikfestivals“ feiert 2007 ihr 50 jähriges Bestehen vor Edinburgh Castle. Eine Show, die man sich nicht entgehen lassen darf und die ein würdiger Abschluss einer einzigartigen Reise, die das militärische Erbe der schottischen Nation in Augenschein nimmt. Erleben sie Schottland und ihre Menschen hautnah in der Obhut eines militärhistorischen Begleiters, wie er besser nicht sein könnte.
 

Kampf, Tradition und das beste Militärmusikfestival

Die Schlacht von Bannockburn
Schottlands kriegerische Geschichte beginnt nicht erst mit den Schlachten gegen die Engländer, die die Unabhängigkeit zum Ziele hatten; sie ist bereits seit den keltischen Zuwanderungen 100 v. Chr. eine Realität, die sich in ständigen Stammesfehden manifestiert. Als die Römer bis Schottland vorrücken beschreibt Tacitus die Kampagne des Jahres 84, in der Agricola von seinem befestigten Lager Inchtuthil die Ostküste entlang ins nördliche Schottland zieht. Am Mons Graupius kommt es zur ersten überlieferten Schlacht gegen ein Heer der Caledonii unter ihrem Führer Calgagus. Laut Tacitus sollen sich 30.000 Kaledonier und 10.000 Römer gegenüber gestanden haben. Calagus soll 10.000 Mann verloren haben, die Römer nur 360 Legionäre. Danach ziehen sich die geschlagenen Hochländer in die Berge zurück und führen in der Folge einen erfolgreichen Guerillakrieg gegen die Römer, die sich nie wirklich in Schottland festsetzen können. Eine Situation, an die sich die Schotten gewöhnen sollten. Erst unmittelbar nach den Jakobiter Aufständen von 1715 wurden Kompanien vertrauenswürdiger Highlander in die englische Armee übernommen, die seitdem eine beeindruckende Spur von Tapferkeit und Opfermut hinterlassen haben, und in unzähligen Kolonialkriegen, sowie in zwei Weltkriegen ihren Kampfwert demonstrierten. Ein Musikinstrument, das nur widerwillig von der herrschenden Offiziersklasse in England geduldet wurde, mauserte sich zum Militärmusikinstrument mit dem weltweit höchsten Wiedererkennungswert: der Bagpipe, auch bekannt als Dudelsack.
Heute präsentieren schottische Militärkapellen, neben vielen anderen internationalen Militärmusikgruppen, jedes Jahr vor der Kulisse des berühmten Edinburgh Castle ihre eindrucksvolle Tradition. Im Jahre 2007 jährt sich dieses Military Tattoo zum 50. Mal. Dabei sein ist alles!