Sehenswürdigkeiten von Luxemburg
Das großherzogliche Palais in Luxemburg, die Stadtresidenz der großherzoglichen Familie, befindet sich mitten im Altstadtviertel. An der Stelle des heutigen Palastes befand sich einst das erste Rathaus der Stadt Luxemburg. Nachdem es durch eine Pulverexplosion (1554) zerstört worden war, wurde das Rathaus 20 Jahre später wieder aufgebaut. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde es durch die ehemalige Stadtwaage erweitert; 1859 erfolgte der Anbau der Abgeordnetenkammer. Seit 1890 wird das Hauptgebäude als großherzogliches Palais genutzt.
Grund (lux.: Gronn) ist ein Stadtteil der Stadt Luxemburg. Am Ufer der Alzette erstrecken sich die Unterstädte Grund, Clausen und Pfaffenthal, die bereits in frühen Zeiten bewohnt waren. Vor allem Handwerker, die das Wasser des Flusses nutzten, um ihren Beruf zu betreiben, siedelten sich hier an. Im Grund befinden sich u. a. die Abtei Neumünster und das Nationalmuseum für Naturgeschichte. Im Pfaffenthal sind insbesondere die beiden Vauban-Türme und in Clausen das Geburtshaus von Robert Schuman, dem "Vater des europäischen Gedankens", hervorzuheben.
Die Abtei Neumünster befindet sich im Stadtteil Grund in Luxemburg (Stadt) am Ufer der Alzette. Nachdem die alte Benediktinerabtei Altmünster 1542 während des Krieges zwischen Frankreich und Deutschland schwer beschädigt worden war, errichteten die Benediktinermönche 1606 ihre neue Abteikirche im Stadtteil Grund. Nach der Enteignung der Johanneskirche durch die französische Revolutionsbehörden. Ende des 18. Jahrhundert richtete man in der Abtei bis 1867 ein Militärhospital ein. Im Anschluss an die Übernahme durch den Luxemburger Staat diente der Gebäudekomplex bis 1980 als Männergefängnis. Nach größeren Restaurierungsarbeiten wurde die gesamte Anlage soziokulturellen Zwecken zugeführt und bildet heute den "Kulturtreffpunkt Neumünster".
Die Passerelle (Viadukt) befindet sich in Luxemburg (Stadt) und führt über das Petruss-Tal. Das Viadukt, auch Passerelle oder Alte Brücke genannt, wurde von 1859 bis 1861 erbaut. Die Brücke überquert das Petruss-Tal in einer Höhe von 45 m und besteht aus 24 Bögen mit Spannweiten von 8 und 15 m. Die Brückenpfeiler sind bis zu 30 m hoch und die Gesamtlänge der Brücke beträgt rund 290 m. Der leichte Kurvenknick in der Mitte ist auf frühere taktische Überlegungen der damaligen Festungsbauer zurückzuführen, wobei im Belagerungsfall die gesamte Brücke mit Artillerie beschossen werden sollte.
Der Hauptmann von Köpenick, alias Wilhelm Voigt, starb am 3. Januar 1922 im Alter von 72 Jahren völlig verarmt in Luxemburg und wurde auf dem dortigen Liebfrauenfriedhof begraben. Der Zirkus Sarrasani kaufte 1961 das Grab von Wilhelm Voigt für 15 Jahre und stiftete zugleich einen Grabstein. Dieser zeigte die bissige Karikatur des Kopfes eines offensichtlich deutschen Soldaten mit Pickelhaube und mit zum Austeilen von Befehlen geöffneten Mund, umrahmt von der Aufschrift: „Der Hauptmann von Köpenick“.
Seit 1975 wird das Grab von der Stadt gepflegt und auf Betreiben einiger Abgeordneter des Europäischen Parlamentes wurde auch zugleich der Grabstein erneuert. Er zeigt nun eine Pickelhaube und die Aufschrift „HAUPTMANN VON KOEPENICK“. Darunter steht noch kleiner „Wilhelm Voigt 1850–1922“, wobei hier das Geburtsdatum falsch angegeben wurde.Das Haus, in dem er bis zu seinem Tode wohnte, kann nicht mehr besichtigt werden, da es mittlerweile abgerissen worden ist.






