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Hölle Hürtgenwald

Die Lage
GIs der 28. Infanterie Division im Wald bei Raffelsbrand
Mit dem 19. September, einem Dienstag, beginnt die erste Schlacht um den Hürtgenwald. Eigentlich hat die Gegend bisher nie diesen Namen getragen. Erst die Amerikaner verleihen  ihn mit Schaudern. Drei Stoßkeile bilden die Angriffswelle der Amerikaner. Von Lammersdorf in Richtung Paustenbacher Höhe und Rollesbroich, von Zweifall zum einen durch das Wehebachtal Richtung Hürtgen, und zum anderen durch das Gieschbachtal Richtung Todtenbruch (Raffelsbrand). Der Rand des Todtenbruch wird schnell erreicht, da die Bunker in der Angriffsrichtung nicht besetzt sind. Die beiden anderen Angriffe kommen jedoch nur schleppend voran. In Richtung Hürtgen werden sie am 22. September ganz eingestellt, da deutsche Gegenangriffe im Raum Schevenhütte Verstärkungen notwendig machen.

US Pak Mannschaft
US Infanterie
Zwischen dem 22. und  29. September erleidet die 9. US Division im Todtenbruch schwere Verluste und bleibt drei Tage von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten. Erst am 4. Oktober übernimmt die 9. wieder die Initiative und versucht den Ochsenkopf zu nehmen. Panzer nehmen in diesen Tagen aus bekannten Gründen an keinen Kampfhandlungen teil. Erst am 8. Oktober gelingt es Tanks durchs Wehebachtal bis auf die Höhenzüge zu bringen. Großen Einfluss auf die Kampfhandlungen nehmen sie noch nicht.

Bei Schevenhütte
Dafür geht der Kampf um die Bunker in eine heiße Phase. Die Bunker, bereits in den 30er Jahren gebaut, entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen des Landsers im Oktober 1944. Sie ähneln eher Mausefallen. Oft hilft nur eigener Beschuss auf einen vom Feind besetzten Bunker, um der Gefahr der Vernichtung zu entgehen. Die Amerikaner setzten nun auch vermehrt Bulldozer ein, die die Schiessscharten einfach mit Erde zuschütten. Das Ende ist damit vorprogrammiert. In den ersten beiden Oktoberwochen gehen die Angriffe unvermindert weiter. Auch die Deutschen holen Verstärkungen und schicken das Regiment Wegelein zur Unterstützung der 275. Division.  Oberst Wegelein tritt am 12. Oktober um 07.00 in Richtung Tal der Weißen Wehe an und bleibt nach kurzer Zeit im Feuer der US Armee liegen und fällt. Mit ihm verliert das Regiment 500 Mann. Als Reaktion dieses Angriffes schließt das US Oberkommando einen Angriff ihrerseits auf Vossenack und Schmidt wegen der Flankenbedrohung zum jetzigen Zeitpunkt aus.

Abgeschossener Panther bei Hürtgen
Bei Nacht schießende US Artillerie
In den ersten beiden Oktoberwochen gehen die Angriffe unvermindert weiter. Auch die Deutschen holen Verstärkungen und schicken das Regiment Wegelein zur Unterstützung der 275. Division.  Oberst Wegelein tritt am 12. Oktober um 07.00 in Richtung Tal der Weißen Wehe an und bleibt nach kurzer Zeit im Feuer der US Armee liegen und fällt. Mit ihm verliert das Regiment 500 Mann. Als Reaktion dieses Angriffes schließt das US Oberkommando einen Angriff ihrerseits auf Vossenack und Schmidt wegen der Flankenbedrohung zum jetzigen Zeitpunkt aus.

Deutsche Gefangene marschieren durch Aachen
Deutscher Grenadier mit Sturmgewehr, Panzerfaust und BLM G 43
Am 21. Oktober fällt Aachen als erste deutsche Stadt und macht dadurch Verstärkungen für die amerikanische Front im Hürtgenwald möglich. Am 25. Oktober wird die arg dezimierte 9. Division durch Generalmajor Norman D. Cota`s 28. Infanteriedivision abgelöst. Cota bezieht seinen Gefechtsstand bei Rott und beschäftigt sich mit seinen Angriffszielen Vossenack und Schmidt, sowie die Westwallbefestigungen im Bereich Steckenborn. Zu diesem Zweck hat man seine Division, welche als Abzeichen einen roten Eimer trägt, mit einer erheblichen Anzahl Sturmgeschütze und Panzer Einheiten, sowie Pioniereinheiten verstärkt. Schmidt ist das zentrale Ziel, da es wie eine Spinne im Strassen Netz die jenseitigen Höhen beherrscht.

Schlamm als ständiger Begleiter
Junge deutsche Gefangene
Zunächst muss der Angriffszeitpunkt, der für den 30. Oktober vorgesehen ist, wegen extremer Regenfälle auf den 2. November, Allerseelen, verlegt werden. Zudem ist es kalt geworden. Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen die Schlammwüste noch trostloser aussehen. Der Schlamm sammelt sich in den Schützenlöchern und die GIs, die noch keine Wintergarnituren haben, erleben die schlimmste Zeit ihres Daseins als Infanterist.