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Maiden Castle
Die Geschichte Dorchesters lässt sich bis in die Eisenzeit zurückverfolgen. Etwa 3 km südwestlich des heutigen Stadtzentrums befindet sich auf einen steilen Kreidefelsen eine Festung aus dieser Zeit, Maiden Castle genannt. Erst mit der Einnahme dieser Festungsanlage, eine der Größten in vorrömischer Zeit, galt die Invasion der Römern und Sachsen in Dorset als gelungen.
Dorchester selbst, das ursprünglich Durnovaria hieß, wurde von den Römern im Jahre 70 gegründet. Überreste der römischen Stadtmauern und der Grundmauern des Rathauses sind bis heute erhalten. Am südlichen Stadtrand befindet sich Maumbury, ein neolitischer Steinkreis, der von den Römern als Amphitheater mit einem Fassungsvermögen von 10. 000 Besuchern verwendet wurde.
Im 17. Jahrhundert war Dorchester ein Zentrum der puritanischen Auswanderung nach Nordamerika. Viele der Auswanderer aus Dorchester gründeten die Stadt Dorchester in Massachusetts.
Große Teile von Dorchester wurden durch zwei große Feuersbrünste in den Jahren 1613 und 1725 zerstört. Dennoch finden sich im Stadtzentrum noch einige mittelalterliche Bauten und das im Tudorstil gebaute Armenhaus.
 

Keep Military Museum
Ein weiteres wichtiges Wahrzeichen in Dorchester ist das Keep Military Museum.
Keep (Bergfried) ist ein modernes Militärmuseum mit Touch Screen Computern und interaktiven Displays, die Geschichten von Mut, Humor, Tradition und Opfer derer, die in den Regimentern von Dorset und Devon über dreihundert Jahre dienten, vermittelt. Die Uniformen, Waffen und Medaillen sind stumme Zeugen vergangener Kämpfe und Konflikte, die sich bis in unsere Zeit ereignet haben. Die Vielseitigkeit der verschiedenen Artefakte erlaubt es dem Betrachter sich in die Welt der Soldaten und ihrer Angehörigen von 1685 bis heute zurück zu versetzen

Ein weiterer Bonus ist ein Blick von der Brustwehr des Keep auf die Landschaft um Dorchester, deren Geschichten in den Novellen von Thomas Hardy wieder aufersteht.
Das Museum ist in einem besonders geschützten Gebäude, einem Grade II Building untergebracht. Damit bezeichnet man in England besonders erhaltenswerte historische Gebäude. Es wurde als Tor zu den ehemaligen Kasernen des Dorsetshire Regiments im Jahre 1870 errichtet. In dem Gebäude waren die Wache, Zellen und die Waffenkammer untergebracht. Heute ist es die Grundlage des State-of-The-Art Militärmuseums, das viele der ursprünglichen Details, wie zum Beispiel die Zellen, behalten hat.
 

The Devonshire and Dorset Light Infantry

Devonshire Regiment
Das Devonshire Regiment wurde in Bristol im Jahre 1685 für den Herzog von Beaufort aufgestellt, um den Aufstand im West Country des Herzogs von Monmouth niederzuschlagen. 1689 rückte das Regiment nach Irland aus und nahm an der Entsetzung von Londonderry teil. Ein Jahr später, 1690, war es eines der wenigen englischen Regimenter das an der Seite König Wilhelm III in der Schlacht von Boyne 1690 kämpfte.
 

Dorset Regiment
Nur zwei Jahre später, 1692, wurde während des Spanischen Erbfolgekrieges das Dorset Regiment, oder Colonel Coote´s Regiment genannt, in Irland ausgehoben. Das Regiment mit der späteren Nummer 39 kam hinzu, um die Größe des Heeres des Herzogs von Marlborough zu verdoppeln, das in den Feldzügen auf dem Kontinent eingesetzt werden sollte. Obwohl weder Dorset noch Devon in einer der vier großen Schlachten der nächsten 12 Jahre teilnehmen sollten, waren sie Teil der Feldzüge in Frankreich, Deutschland, Spanien und Nordamerika.
 

The Colours
Während der Spannungen vor Ausbruch des Siebenjährigen Krieges im Jahre 1755 wurde die Armee erneut erweitert. Deswegen wurde die 54. of Foot unter Lieutenant-Colonel John Campbell in Salisbury, Wiltshire aufgestellt. Durch das 18. Jahrhundert hindurch wurden Soldaten im West Country rekrutiert, die Einheiten zur Verteidigung der Südküste bildeten. Doch als die direkte Bedrohung verschwand, wurden die meisten dieser Einheiten entweder aufgelöst oder reduziert.
 

Die Schlacht von Dettingen

Dettingen Schlachtordnung
Der Brauch, außergewöhnliche Tapferkeit in der Schlacht auszuzeichnen, einige davon sogar rückwirkend, nicht aber für Kämpfe, die in Großbritannien stattgefunden hatten, wurde im 18. Jahrhundert eingeführt. Dettingen ist daher die allererste Ehrung für die West Country Regimenter, obwohl sie an der Schlacht von Boyne und den Feldzügen des Herzogs von Marlborough teilgenommen hatten. Bei der Schlacht von Dettingen kämpfte im Jahre1743 das Devonshire Regiment 11.of Foot. Das Regiment war Teil einer kleinen Armee von 37.000 Mann, die von Flandern ins Rhein-Main Gebiet marschierte wo sie mit einer französischen Armee von 60.000 Soldaten konfrontiert wurde. Die Briten, die persönlich von König Georg II angeführt wurden, wurden von Österreichern und Hannoveranern, den Verbündeten der Franzosen, gestellt und abgeschnitten. Um der Falle zu entkommen hielten sie zwei Angriffen französischer Elite Kavallerie stand und verursachten schreckliche Verluste unter der Garde. Dann gingen die Briten zum Gegenangriff über und schlugen letztendlich die Franzosen zurück, die fürchterliche Verluste erlitten.
 

König Georg II bei der Schlacht von Dettingen
Die Niederlage der Franzosen erlaubte es den Briten, ihre Stellungen zu sichern und auszubauen. Später bemerkte ein französischer Kommandant, dass die Taktik der alliierten Armee sehr zu wünschen übrig ließ, lobte aber die ausgezeichnete Disziplin und Feuerkraft der Briten. Dies war der letzte Anlass für einen britischen Monarchen, persönlich eine Armee in den Kampf zu führen. Heute ist das Ehrenzeichen für die Schlacht von Dettingen auf der Seite des Dienstfahrzeuges des Kommandeurs des1. Bataillons zu finden..
 

Schlacht von Plassey

General Robert Clive
Das erste Ehrenzeichen des Dorset Regiments wurde in Indien im Jahre 1757 gewonnen.
Das Regiments Motto „Primus in Indus“, das heutzutage als Abzeichen an der Kappe der Devon & Dorsets getragen wird, erinnert an die einmalige Leistung des Regiments in der Schlacht von Plessey. Nach dem so genannten Black Hole Zwischenfall, bei dem viele britische Gefangene erstickten, wurden 534 Soldaten der 39. of Foot in die Gegend von Kalkutta in Marsch gesetzt. Ein neuer Nabob (islamischer Gouverneur) hatte angeordnet, sein Gebiet von britischen Kaufleuten und der East India Company zu säubern. Nabob Nawab
Sirajuddaula hatte Kalkutta am 20. Juni 1756 eingenommen und angeordnet, dass die europäischen Gefangenen in einem Raum von der Größe 6x5x3 m, dem „schwarzen Loch“ mit nur einem winzigen Fenster, eingepfercht werden sollten. Am nächsten Morgen stellte man fest, dass 123 von 146 Gefangenen wegen der Hitze und ihrer Verwundungen gestorben waren.
 

Plassey Schlachtordnung
Nach einem 25 km Marsch durch den Monsun standen die 3.000 Männer von General Clive
den weit überlegenen Kräften des Nabob gegenüber: 60. 000 Mann mit Kanonen und Elefanten. Die Schlacht begann mit einem Artillerieschlag auf die britischen Stellungen. Doch
der unglaubliche Regensturm mit Blitz und Donner durchnässte das Pulver der Nabob Kanoniere und überließ sie damit der besser trainierten britischen Truppe. Zum Schluss attackierten die Grenadiere der 39. die Truppen des Nabob und vernichteten den Gegner. Mit diesem Sieg von Plassey war die Vorherrschaft der Briten in Indien gesichert.
 

Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Angriff auf New York
Die nächsten Jahre verbrachte das Regiment entweder in Gibraltar oder auf den Schiffen der Mittelmeer-Flotte. Dann wurde es nach Nordamerika in Marsch gesetzt um die nach Unabhängigkeit strebenden Kolonialisten auf Linie zu bringen. Ihr erster Einsatz war 1775 ein schlecht koordinierter Angriff von Commodore Parker auf Charleston. Wenig später griffen sie New York an, brachten Washington die dritte Niederlage bei, besetzten kampflos Rhode Island und blieben dort die nächsten zwei Jahre.
 

Marabout

Abukir
Im Jahre 1801, nachdem Nelson die französische Flotte in der Seeschlacht von Abukir geschlagen hatte, landete die britische Armee, um die Franzosen außer Landes zu jagen. Zwei Bataillone der 54. nahmen an diesem Einsatz gegen die Franzosen teil, die schon abgeschnitten und erschöpft waren.
 

Der Invasion bei Abukir gelang trotz starken Widerstandes und gilt heute als eine der ersten amphibischen Landungsoperationen des Regiments an einer vom Feind verteidigten Küstenlinie.
Der 54. wurde die Aufgabe übertragen, Fort Marabout einzunehmen. Zunächst wurden Geschütze unter dem Schutz von Musketen und Scharfschützenfeuer in Stellung gebracht. Das Feuer der Geschütze und Infanterie war so heftig, dass die Moral der Verteidiger ernsthaft litt und deren Kommandeur sich ergab, als er die Kolonnen der Briten antreten sah.
 

Marabout Emblem
Nachdem das Fort genommen war, konnte der Hauptangriff unter dem Schutz von Kanonenbooten in Gang gebracht werden. Der Angriff auf die vordersten Stellungen verlief glatt und die Franzosen, die keinen Sinn in einem weiteren Kampf sahen, ergaben sich. Zusätzlich zu dem „Sphinx“ Abzeichen, das vielen Regimentern überreicht wurde, erhielt das 54. eine der französischen Kanonen als Trophäe. Diese Kanone wurde überall hin mitgenommen, bis das Kriegsministerium 1840 entschied, sie in Woolwich aufzubewahren. Im Gegenzug wurde der 54. die Erlaubnis erteilt, die Inschrift “Marabout” anstelle des üblichen „Ägypten“ unter der „Sphinx“ zu tragen. Eine äußerst einzigartige Ehrung in der britischen Armee.
Die Kanone ist übrigens wieder im Besitz des Regiments und im Keep Military Museum zu besichtigen.
 

Napoleons Krieg gegen Spanien

Die erste Phase von Napoleons Krieg gegen Spanien war für Devon & Dorset rein defensiv, wobei nur das 2. Bataillon der 39. daran teilnahm. Dann aber, 1811, wurde das 11. und 1. Bataillon der 39. in den Kampf geworfen, die sich eine Reihe von besonderen Ehrungen erwarben.
 

Salamanca Schlachtplan
Die Schlacht von Albuera im Jahre 1811 war ein klassischer Infanterie Einsatz, der viele Opfer kostete, letztendlich den Sieg brachte und endgültig britische Überlegenheit über die französischen Gegner konstituierte.
 

Bei Salamanca richteten sich die Briten während eines Gewitters in einer Stellung auf einem Höhenzug außerhalb der Sichtweite des Gegners ein. Die Frontlinie des französischen Marshalls Marmont wurde zu sehr gedehnt und dadurch erheblich geschwächt. Französische Attacken auf die linke Flanke der Briten wurden erwidert, doch das Zentrum gab unter dem Ansturm der französischen Kavallerie nach. Nur das 1. Bataillon leistete in ihrem von Bajonetten strotzenden Quadrat erbitterten Widerstand, der schließlich den Angriffswillen der Franzosen brach. Nachdem die Truppe umgruppiert worden war, ging die 6. Division wieder vor und stellte im Zentrum die Front wieder her. Dann wurde die Division gegen eine Schlüsselstellung der Franzosen auf dem Plateau in Marsch gesetzt. Die 11. wollte ihren Erfolg wiederholen, biss sich aber an den Stellungen der Franzosen die Zähne aus. Über eine Stunde lang lieferten sich beide Seiten mitten im brennenden Gras ein gnadenloses Musketenduell. Salven donnerten und letztendlich mussten die Franzosen nachgeben und gaben den Briten damit die Chance für einen grandiosen Sieg. Die Devons erkämpften sich bei Salamanca den Spitznamen „The Bloody Eleventh“, eine Reminiszenz an die 341 Gefallenen und an die Zähigkeit der West Country Soldaten.
 

Das viktorianische Zeitalter

SS Sarah Sands
Ein Großteil des viktorianischen Zeitalters wurde mit Kämpfen in Kleinkriegen in vielen Ecken der Welt, oder mit Garnisonsdienst verbracht. Alle drei Regimenter kämpften in Indien, einige sogar zehn Jahre lang. Bei der Schlacht von Maharajoor 1843 erlitt das 39. Regiment 40% Verluste an Toten und Verwundeten. Die 54., mit der Order den Aufstand zu stoppen, war mit der SS Sarah Sands auf dem Weg nach Indien, als ein Brand ausbrach. Während die Mannschaft das brennende Schiff verließ, kümmerten sich Offiziere und Soldaten um die Evakuierung der vielen Frauen und Kinder. Dann begannen sie schon qualmende Pulverfässer über Bord zu werfen und retteten die Colours, die Fahne, bevor sie den Brand löschten. Queen Victoria war von soviel Mut und Initiative beeindruckt, dass sie veranlasste, den Bericht über die Rettung der SS Sarah Sands vor jedem Regiment zu verlesen.
 

Sewastopol 1854
Die 54. nahm dann 1821 am Burma Krieg teil, die 11. kämpfte dort zwischen 1890 bis 1892. Die 11. hatte dann das Glück 20 friedvolle Jahre in Australien verbringen zu dürfen.
 

Redan
Die 39. erlebte eine harte Zeit während des Krim Krieges, wo sie Seite an Seite mit den Franzosen gegen die Russen bei Redan kämpfte. Sie wurden auch bei der Belagerung der strategisch wichtigen Hafenstadt Sewastopol eingesetzt. Schließlich, im September 1855 drangen sie in Redan, einem wichtigen Außenwerk des russischen Festungsgürtels, ein und erkämpften sich unter großen Verlusten die „Battle Honours“ von Sewastopol.
 

Der Buren Krieg

Deutsche Freiwillige bei Ladysmith
Die Devons & Dorsets nahmen auch am Burenkrieg teil. Nach dem Sieg von Elaandslagte, wurde die 11. zusammen mit dem Rest von Sir George White´s Truppe nach Ladysmith zurückgedrängt, wo sie von den Buren belagert wurden. Während dieser Belagerung hielten die Devons ihren Sektor, aber als die Buren das beherrschende Gelände westlich des Ortes bedrohten, bekamen sie den Befehl, Wagon Hill Point vom Feind zu säubern. Als sie auf dem Kamm ankamen griffen sie im Sturm über das Plateau an und warfen den Gegner über den gegenüberliegenden Kamm.
 

Der Ersatz von Ladysmith (F.Bacon)
Lieutenant Masterson wurde das erste Victoria Cross der Devons verliehen, da er trotz mehrfacher Verwundung pausenlos trotz heftigstem feindlichen Feuers von Stellung zu Stellung lief, um seine Leute anzufeuern. Die 2. Devon und 2. Dorset, zusammen mit anderen Truppenteilen, entsetzten Ladysmith am 28. Februar 1900. Insbesondere die 2. Devon erlitt an den Hängen von Spion Kop schreckliche Verluste bei einem weiteren Versuch, den Ort zu befreien.
 

Ghandi
Ghandi, der spätere erste Premier von Indien, war während der Belagerung für die Devons als Verwundetenträger eingesetzt.
 

Imperial Yeomanry und Freiwillige

Fieldmarshal Earl Roberts of Kandahar
Die Taktik des Zuschlagens und Flüchtens, ihre hervorragenden Scharfschützen und die Ortskenntnisse der Buren waren eine große Herausforderung an Menschen und Material der britischen Streitkräfte. Zum ersten Mal überhaupt wurden Freiwillige zu den Waffen gerufen, um die Regulären zu verstärken. 1900 wurden die ersten Imperial Yeomanry und Volunteer Service Kompanien gegründet. Die Grafschaften Devon und Dorset stellten eine Kompanie für die Bataillone und ein berittene Kompanie Miliz auf, die den Buren im offenen Feld Paroli bieten sollten. Die Volunteers und die berittene Miliz erkämpften sich ihre Battle Honors für die Teilnahme am Burenkrieg 1900 – 1901. Die berittene Dorset Miliz waren als erste in Pretoria eingedrungen, mussten sich aber zurückziehen, um General Roberst nicht den triumphalen Einmarsch vorweg zu nehmen.
 

Der Nordwest Grenzbereich

Nordwest Grenzbereich umschreibt die Scharmützel in den Hügeln von Nordindien und dem Vorgebirge des Himalaya mit grausamen Warlords und Stammeskämpfern. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die endgültigen Grenzen des British Empire im heutigen Pakistan und Indien gesichert. Trotzdem mussten ständig Strafexpeditionen ausrücken, um die aufrührerischen Pathanen und andere Stämme unter Kontrolle zu halten.
 

Private Vickery
Während des Tirah/Punjab Feldzuges von 1897 wurde Private Vickery das Victoria Cross verliehen, der unermüdlich im Feuer zweier Schlachten das Leben verwundeter Kameraden rettete.
 

1. Weltkrieg

Bei Ausbruch des1. Weltkrieges wurde aus dem 11. Foot Regiment das Devonshire Regiment, du aus dem 39. und 54. entstanden die Dorsets. Während des 1. Weltkrieges gründeten die zwei Regimenter insgesamt 38 Bataillone. Beide Regimenter gehörten dem BEF, den British Expeditionary Forces, an.
 

Lee Enfield Gewehr: 15 Schuss pro Minute
Die britische Armee war die Kleinste der Protagonisten Deutschland und Frankreich. Sie war mit leichten Waffen ausgerüstet und wurde in erster Linie das Empire polizeilich überwachen sollten. Trotzdem war sie in der Lage trotz ihrer Unzulänglichkeiten und der geringen Zahl an Kämpfern auf dem Schlachtfeld eine wichtige Rolle zu spielen. Die Erfahrung mit den Scharfschützen der Buren hatte dazu geführt, dass spezielles Training (und ein neues Gewehr) die Schussfolge auf 15 pro Minute zu erhöhen. Solche Salven stoppten den deutschen Massenangriff und führte zu Berichten auf Seiten des Gegners, wonach die “kleine Armee“ über erheblich mehr MGs verfügen würde, als es tatsächlich der Fall war.
 

Die 1. Dorsets war in der ersten Schlacht des Krieges involviert, die in der Industrielandschaft von Mons stattfand. Zwar in der Minderzahl, aber nicht ausmanövriert, nahmen die Dorsets am Rückzug von Mons und der Schlacht von Le Cateau teil, beides Operationen, die heftig an der Widerstandskraft der Truppe zehrte. Sechs Wochen später wurde das 1. Bataillon der Devons, das bislang rückwärtigen Dienst absolviert hatte, in die Schlacht an der Aisne geworfen.
 

Tuchhalle von Ypern 1917
Bataillone beider Regimenter nahmen auch am “Wettlauf zum Meer” teil, als beide Seiten versuchten sich gegenseitig auf der offenen Nordflanke zu überflügeln. Kämpfe wurden gefochten in La Basse, Givenchy und Ypern, bevor der Stellungskrieg im Winter einsetzte. Viele der Berufssoldaten beider Regimenter kamen bei den Kämpfen ums Leben und die Verantwortung fiel den Menschen des West Country zu, die vakanten Stellen in beiden Regimentern zu füllen.
 

Die West Front 1915-1916

Die Front am 28. August 1917
Nach und nach wurde während des Jahres 1915 eine Bürgerarmee ins Feld geführt. Ausrüstung und Waffen kam nur langsam zur Front, da es zu lange dauerte die Friedensproduktion auf Kriegsproduktion umzustellen. Und als das Material endlich ankam, stellte es sich meist als spärlich minderwertig heraus. Trotzdem, diese Männer waren die Besten ihrer Generation und wurden von Patriotismus und Pflichterfüllung getrieben. Der 1. Juli 1916, der Beginn der Schlacht an der Somme, ist bis heute tief im Bewusstsein der Nation verankert. An diesem Tag erlitt die Armee ungeheure Verluste für lächerliche Bodengewinne.
 

Britischer Angriff
An diesem ersten Tag der Schlacht, die vier Monate dauern sollte, hatte das Regiment fünf Bataillone im Einsatz. Die 2. Devons, die bei Olliviers antrat, wurde von deutschem MG Feuer in der Flanke erfasst und verlor im Niemandsland 431 von 700 ihrer Soldaten. Das Ziel wurde nicht erreicht. Die 1. Dorsets erlitt geringere Verluste und einige aus der Truppe erreichten die “Leipzig Schanze”. Trotzdem waren die Überlebenden am Abend wieder in ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Etwas südlicher waren das 8. und 9. Bataillon der Devons erfolgreich und erreichten trotz heftigen MG Feuers nur mit moderaten Verlusten ihre Ziele in der Nähe der Ortschaft Mametz. Währenddessen hatte das 5. Bataillon der Dorsets ungeheures Glück, als ein schon befohlener Selbstmord-Frontalangriff gegen das von Deutschen besetzte Friscourt im letzten Moment abgeblasen wurde. Die Erfahrung der Regimenter an diesem ersten Tag war eine Mischung aus Tragödie, Glück und Erfolg. Trotzdem, als die Schlacht im November beendet wurde, hatten alle Bataillone schrecklich gelitten. In einem späteren Gefecht bei Highwod, erhielt Private Veal sein Victoria Cross für die Rettung unter Feuer eines verwundeten Offiziers.
 

Passchendaele
Briten und Deutsche kämpften unter schrecklichen Bedingungen bei Paschendaele, als Regen und Granatfeuer das Schlachtfeld in eine Schlammwüste verwandelte. Langsam wurden die Deutschen zurückgedrängt. Kleine Geländegewinne wurden am Pilkem Höhenzug mit entsetzlichen Verlusten der Devons und Dorsets bezahlt. Im Großen und Ganzen hatten beide Regimenter extrem hohe Ausfälle durch die Schlachten an der Somme und in Flandern. Die 2. Devon wurde in den „ruhigen“ Abschnitt in der Champagne bei Bois de Buttes verlegt, nur um festzustellen, dass sie im Zentrum einer weitern deutschen Offensive gelandet waren,
 

Bois Des Buttes 28. Mai 1918

Kameradschaft 1917
1918 wurde die 2. Devon nach zwei Monaten heftiger Kämpfe zur Auffrischung in einen ruhigen Sektor der Westfront verlegt. Aber schlechte Aufklärung von Seiten der Franzosen hatte dazu geführt, dass sich der scheinbar ruhige Frontabschnitt direkt im Angriffssektor der letzten deutschen Offensive befand. Ihre Front wurde massiv mit Artillerie, Gas, Sturmtruppen angegriffen und Flankenangriffe deutscher Tanks mit Infanterie- und Luftunterstützung drohten sie zu überrennen. Doch die Devons hielten trotz allem. Die Front zersplitterte schnell in kleinere unorganisierte und isolierte Kämpfe und insbesondere der Bois des Buttes entwickelte sich zu einer Widerstandsinsel. Dies wiederum führte zu einer Störung des deutschen Angriffs und verschaffte den alliierten Verteidigern wertvolle Zeit ihre Kräfte zu sammeln und umzugruppieren. Der letzte Widerstand wurde von Lieutenant-Colonel Anderson-Moreshead entlang einer Strasse und noch wenigen Überlebenden organisiert. Der Oberst starb mit der Mehrzahl seiner Männer, die bis zur letzten Patrone gekämpft hatten. 23 Offiziere und 528 Mannschaften des Bataillons starben, wurden verwundet oder gefangen genommen. Nur 40 Mann gelang es, den Kanal zu überqueren und die Nachhut zu erreichen.
 

Nahe Osten und Mesopotamien

Gallipoli-W Beach, Kap Helles
Devons und Dorsets fochten auch im Nahen Osten und Mesopotamien, dem heutigen Irak. Die 6. Indische Division hatte den Befehl, durch das Tal des Tigris nach Baghdad vorzurücken. Die Truppe war jedoch zu schwach, um sich gegen drei türkische Widerstandslinien durchzusetzen. Mit 50% Verlusten musste sich die Einheit nach Kut zurückziehen. Dort wurden sie von den Türken belagert und da keine Hoffnung auf Entsatz bestand, hatte die 2. Dorset keine andere Alternative als sich nach 100 Tagen Belagerung zu ergeben. Die Truppe wurden zu einem „Todesmarsch“ in türkische Gefangenenlager gezwungen. Von den 12.000 Mann, die in türkische Hände gerieten, starben 70% während des Marsches und durch später im Lazarett. Die 5. Dorset landete in Gallipoli, während die 4. Dorset Hai Bluff einnahm und dabei 232 Tote und Verwundete zu beklagen hatte. Baghdad fiel und die 4. Dorset agierte anschließend als Besatzungsmacht.
 

2. Weltkrieg

Evakuierung von Dünkirchen
Als der 2. Weltkrieg begann, waren die meisten Berufssoldaten in Übersee. Aber sofort wurde die Territorial Armee mobilisiert und zur Verteidigung der Südküste wurden 20 neue Bataillone aufgestellt. 11 für die Devons und 9 für die Dorsets. Das 2. Bataillon der Dorsets wurde dem BEF (British Expeditionary Forces) zugeordnet und nach Flandern geschickt wo sie die Zeit des Phoney War, des Sitzkrieges erlebten. Der deutsche Angriff schlug die Alliierten zurück und das 2. der Dorsets konnte mit Glück mit Hilfe der „kleinen Schiffe“ von Dünkirchen aus über den Kanal entkommen. Die Berufsarmee (regular army) hatte ihr gesamtes schweres Material zurücklassen müssen. Dadurch hatte Territorial Armee die Hauptlast der Verteidigung zu tragen. Eine Änderung der Militär Politik hatte zur Folge, dass die Infanterie von ihren Heimat Garnisonen abgezogen und an den vermuteten Landungsabschnitten der Deutschen an der Süd- und Ostküste stationiert wurde.
 

Krieg im Mittelmeerraum

Flugzeugträger Eagle, Indomitable, Victorious auf dem Weg nach Malta
Im Herbst 1939 wurden die 2. Devon und die 1. Dorset auf die strategisch wichtige Insel Malta verlegt. Diese nicht unbedingt glamouröse Rolle wurde dadurch aufgewertet, dass Malta der Pfahl im Fleische des Nachschubs für Rommels Afrika Korps wurde. Die Bataillone wurden wie die gesamte Inselbevölkerung belagert, bombardiert und ausgehungert. Später erhielten die Malteser den George Cross Orden (Georgs Kreuz) für ihren Durchhaltewillen.
Mit der Wiederherstellung der britischen Vorherrschaft im Mittelmeerraum und der letztendlichen Niederlage des Afrika Korps verließen die Bataillone die Insel.
 

Gibraltar
Nun sah die alliierte Strategie vor, Italien als deutschen Verbündeten zu eliminieren, deutsche Reserven anzulocken und zu halten, um so Reserven, die eigentlich für die Invasionsfront und Russland gedacht waren, zu binden. Die Devons und Dorsets nahmen 1943 an der ersten amphibischen Landung in Sizilien teil. Eine zweite Landung fand am 8. September 1943 in Porto Venere bei Salerno statt. Wenig später kehrten die beiden Bataillone wieder in die Heimat zurück, um mit der in Italien gewonnenen Erfahrung die Landung mit der 50. Division in der Normandie vorzubereiten. Am westlichen Ende des Mittelmeers versah derweil das 4. Bataillon der Devons Garnisonsdienst in Gibraltar. Wegen ihrer perfekten Kenntnis der unzähligen Tunnel wäre eine Invasion von Spanien aus für den Angreifer extrem kostspielig geworden.
 

Burma 1944-45

Die Lage in Burma
Nirgendwo (außer Russland) waren die Kämpfe brutaler und die Umstände schlimmer als im Dschungel von Burma. Die 14. Armee, auch „Vergessene Armee“ genannt, zog sich 1.000 Meilen durch den Dschungel bis and die Grenzen Indiens zurück. Immer verfolgt von der japanischen Armee. Dort angekommen wurde sie mit Einheiten, darunter auch 1. Bataillon der Devons und das 2. der Dorsets, verstärkt und stelllten sich wieder zum Kampf. Während der Schlachten von Imphal und Kohima wurde die Militärdampfwalze der Japaner gestoppt. Dies war der Wendepunkt im Krieg der Briten gegen die Japaner.
 

Imphal

Nachdem die Japaner bei Imphal zum stehen gebracht wurden, wurde das 1. Bataillon der Devons auf einen markanten Stützpunkt der Japaner angesetzt, der den Spitznamen „Nippon Hil“ trug. Bislang war es keiner Einheit gelungen, diesen Stützpunkt einzunehmen. Am 11. April 1944 begann der Angriff mit einem Artillerie- und Flugzeugbombardement. Der Angriff kanm gut voran, bis man den Kamm des Hügels erreicht hatte. Hier wurden sie mit einem MG Kugelhagel und Handgranaten empfangen. Es war ein hartes Stüpck Arbeit, bis der letzte japanische Verteidiger aus dem Netz von Tunneln und Unterständen geworfen werden konnte. Die Japaner, geschockt vom Verlust dieser wichtigen Höhe, unternahmen drei verzweifelte Gegenangriffe während der Nacht. Zwei wurden von den Devons zurückgeschlagen, der dritte Angriff drang bis in die Stellungen vor, konnte aber mit einem akkuraten Artilleriefeuer und leichten Waffen abgeschlagen werden.
 

Kohima

Die Lage auf der Höhe von Kohima
Während der heroischen Schlacht in den Hügeln von Assam wurdendie Japaner von der britischen 2. Division gestoppt, die vorgerückt war, um Kohima zu entsetzen. Das 2. Bataillon der Dorsets griff energisch die tief eingegrabenen japanischen Verbände auf einem dicht bewaldeten Gebirgsvorsprung, dicht neben dem Bungalow des District Commissioners. In der Nacht vom 26. auf den 27. Mai 1944 gewannen sie einen wichtigen Brückenkopf auf dem dominanten Vorsprung und in den nächsten 18 Tagen fochten sie einen gnadenlosen Nahkampf mit dem Feind.
 

Trotz der durch den Nahkampf bedingten großen Verluste beherrschten sie bald das Niemandsland und schließlich gelang es mit Hilfe eines Panzers, den man auf die Höhe gebracht hatte, die „Tennisplatz-Terrasse“ oberhalb des Bungalows zu erobern. Nachdem die Japaner aud ihren Bunkern vertrieben worden waren, konnte man Dank der Einnahme des Gebirgsvorsprunges den Angriff auf Kohima fortsetzen
 

Die Doppelschlacht von Imphal und Kohima ermöglichte es der britischen Armee, die Offensive an sich zu reißen und die Japaner wieder zurück auf die Halbinsel von Malaya zu drücken.
 

D-Day 6. Juni 1944

Britische Infanterie am Queen White Beach
Drei Bataillone de Regiments waren am D-Day in Aktion. Zwei kamen per See-, die dritte per Lufttransport. Der deutsche Kommandeur, Feldmarschall Rommel, wollte die Invasoren am Strand schlagen, der mit Minen und Hindernissen gespickt war. Die Dünen waren mit Widerstandsnestern und verbunkerten MG – und PAK- Ständen befestigt. Nach einer unangenehmen rauhemn Überfahrt landeten die Dorsets in der ersten Welle der 50. Division etwas zu weit östlich ihres eigentlichen Zieles bei Le Hamel. Die Devons, sowie das Reservebataillon der 231. Brigade sollten eigentlcih an einem ruhigen Strandabschnitt abgesetzt werden. Tatsächlich jedoch gerieten sie in schweres Feuer und von Organisation auf dem Strand war wenig zu sehen. Nachdem man jedoch die deutschen Widerstandsnester ausgeräumt hatte, rückten die beiden Bataillone ohne große Gegenwehr vor und beendete den „längsten Tag“ im Dörfchen Ryes. Verluste waren leichter als befürchtet. Die Dorsets rückten auf Bayeux vor und die Devons nahmen die gefürchtete Batterie Küstenbatterie Longues sur Mer. Vorauskommandos des 12. Bataillons der Devons war schon früher mit Lastenseglern an der linken Flanke gelandet und bewegten sich Richtung Ornebrücke und Kanal, um die 6. Division zu verstärken.
 

Pegasus Brücke 1944
Mit dem Fortschritt des Angriffs kamen auch weitere Einheiten der Devons und Dorsets an. Die Territorial Armee Einheiten landeten mit dem XII Korps und der 43. Wessex Division zwei Wochen nach der eigentlichen Landung. Das 86. Anti-Tank Regiment, das frühere 5. Bataillon der Devons, unterstütze die 43. Wessex Division, sowie das 4. und 5. Bataillon der Dorsets, der 94. Hants und das Dorset Regiment Royal Artillery bei dem ersten Angriff auf die Höhe 112.
 

Dieser Punkt, eine Schlüsselstellung der Deutschen, wurde vehement von der 9. und 10. SS Panzer Division verteidigt. Der Angriff wurde mit einem gewaltigen Artilleriefeuerschlag eröffnet, an der auch das 94. Field Regiment mit 25 Pfünder Geschützen, den Arbeitstieren der Artillerie, teilnahm. Die 129. Brigade hatte die Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Deutschen auf sich zu ziehen, während die 130. Brigade zusammen mit den 4. und 5. Dorsets in der Ebene am Fuße des Hügels angreifen und durchbrechen sollte, um einen Umgehungsangriff der Panzer zu ermöglichen.
Das 86. Anti-Tank Regiment war an der gesamten Front tätig, um die SS Panzer in Schach zu halten.
 

Die Operation bei Höhe 112
Die anfängliche Attacke des 5. Bataillons der Dorsets auf Chateau Fontaine Etoupfour, das von Einheiten der 10. SS Panzer Division verteidigt wurde, war ein Erfolg. Der Angriff des 4. Bataillons der Dorsets auf Etterville, wütend verteidigt durch SS Panzergrenadiere, wurde mit starkem Feuer und Granatwerfern erwidert, verhinderet letztendlich aber nicht den britischen Erfolg. Die letzte Phase des Angriffs erfolgte zur Unterstützung der Hampshire und Churchill Panzer des Royal Tank Regiments. Unglücklicherweise wurde ein Bataillon Tiger Panzer in das Aufmarschgebiet geworfen, die daraufhin die Panzer von der Infanterie trennte, die dann um ihr Leben kämpfen mussten. Auf sich gestellt, wurdedie Infanterie in Maltot eine leichte Beute des hervorragend organisierten Gegenangriffs der Waffen SS. Zum Schluss wurde das 4. Bataillon auf Kompaniestärke zusammengeschossen..
 

Kessel von Falaise
Das 2. Devon Bataillon, sowie das 1. Dorset Bataillon sollten ebenfalls eine Rolle in der Schlacht um Tilly und Hottot spielen, wo sie die Wehrnacht in Nahkämpfe verwickelten. Die deutsche 7. Armee wurde schließlich bei Falaise eingekesselt und zerstört. Die 43. Wessex Division unternahm noch einen gewaltsamen Vorstoß über die Seine und erlaubte dadurch den schnellen Bau von Pontonbrücken, die dadurch eine zügige Verfolgung der deutschen Streitkräfte nach Nordfrankreich ermöglichte.
 

Deutschland/Holland 1944/45

Nach der Niederlage der deutschen Armee in der Normandie und der Flucht durch Nordfrankreich gelang der deutschen Armeeführung eine Reorganisation ihrer Kräfte und etablierten eine Front entlang der holländischen Grenze.
 

Britische Luftlandung bei Wesel
General Montgomery entwickelte daraufhin den Plan einer Reihe von Fallschirmjägereinsätzen, um wichtige Flussübergänge und eine Route ins Reich zu sichern. Entlang dieser Achse sollte das 30. britische Korps vorrücken.
 

Die Brücke von Arnheim
Sobald die 43. Wessex Division bei Nijmegen den Waal überschritten hatte übernahm sie die Spitze und bewegte sich zügig auf Arnheim am Rhein zu. Das 4. Bataillon der Dorsets hatte die Aufgabe den Rhein zu überschreiten und die Luftlandetruppen zu verstärken. Doch die Strömung war zu stark und die Einheiten wurden entlang des feindlichen Ufers verstreut.
Das Bataillon erlitt erneut viele Verluste. Dreihundert Soldaten wurden getötet oder verwundet, vermisst oder gefangen genommen. Die 1. Dorset und 2. Devon fochten ihre letzte Schlacht im nassen Herbstwetter von Holland bei Aam. Unterdessen bekämpften die Territorial Einheiten sowohl Schlamm als auch Deutsche um die Siegfried Linie bei Geilenkirchen zu durchbrechen. Dem nassen Herbst folgte ein harter Winter mit Kämpfen in den Ardennen und dem Reichswald bei Kleve.
 

Wesel nach dem Rheinübergang
Das letzter Kapitel des Krieges begann mit der Rheinüberquerung des 12 Bataillons der Devons, die in Lastenseglern abgesetzt wurden. Das 4. und 5. Bataillon der Dorsets
setzte mit Sturmbooten über. Sie erhielten Feuerschutz durch die 25 Pfünder das 94. und 110. Flak Regiment, dem ehemaligen 7. Bataillon der Dorsets. In einer letzten Kraftanstrengung marschierten die Regimenter dann nach Bremerhaven und die Nordseeküste
 

Nordirland

Das 1. Bataillon wurde in Nordirland vor dem Beginn der Unruhen in den 60er Jahren stationiert. Zu Beginn der Bürgerrechts Auseinandersetzungen war das Bataillon Hals über Kopf aus Malta noch in Khaki Uniformen nach Nordirland versetzt worden. Zunächst begrüßte die katholische Gemeinde aber Protestanten und Unionisten schürten die Polarisierung der Gemeinden und unterstützten die IRA. Seitdem, in mehr als 30 Jahre der militärischen Präsenz, haben die Soldaten der Devonshire und Dorset Regimenter sich einen hervorragenden Ruf für Fairness und Professionalität in der Provinz erarbeitet. In vier und sechsmonatigen Auenthalten ist das Batallion regelmäßig nach Belfast, Fermanagh und South Armagh verlegt worden. Zweimal, zwischen 1983 und 1985 und nochmals zwischen 2002 und 2004 verbrachte das Bataillon jeweils zwei Jahre als Unterstützungstruppe für die alte Royal Ulster Constabulary (RUC) und der neuen Police Service Northern Ireland (PSNI).
 

Das Regiment ist stolz auf seine Leistungen die Herzen und Köpfe beider Konfessionen gewonnen zu haben; sie sind stolz auf ihre Erfolge bei der Suche nach Terrorbomben und Waffen und den hohen Standard an Disziplin, die die Soldaten den Bürgern vermitteln.
 

Bosnien

Devon & Dorset soldiers in Bosnien mit Warrior Fahrzeugen
Der Konflikt zwischen den verschiedenen Völkern der ehemaligen Volksrepublik Jugoslawien war eine Herausforderung an Europas in seinem eigenen Interessensgebiet.
1995 wurde das 1. Bataillon nach Zentral-Bosnien unter der Schirmherrschaft der UNO verlegt. Anfangs wurde versucht, die verfeindeten Gruppen mit Hilfe der Soldaten mit den hellblauen Berets und den weißlackierten Warrior Spähpanzern unter Kontrolle zu halten. Als jedoch die internationale Gemeinschaft die Geduld mit den Konfliktparteien verlor, wurde eine aggressivere Strategie verfolgt.
Die herausragende Leistung des Bataillons war die Eroberung von Mount Igman, der das belagerte Sarajewo beherrschte. Damit war der Weg frei für das Dayton Abkommen.