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Eilean Donan

Eilean Donan Castle
Die Anfänge von Eilean Donan reichen bis in graue Vorzeit zurück. Den Beweis für ein piktisches Fort fand man bei Ausgrabungen im verglasten Felsen. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts lebte der Heilige Donan als religiöser Eremit auf der Insel. Daher bedeutet Eilean Donan Insel des Donan. Dies war die Zeit, in der das Christentum zum ersten Mal den Weg auf die Western Isles (Äußeren Hebriden) fand.
 

König Håkon und sein Sohn Magnus
Der erste befestigte Ort wurde zur Zeit von Alexander II (1214-1250) angelegt. 1236 schenkte Alexander III die Burg Colin Fitzgerald, dem Sohn des Grafen von Desmond und Kildare (später entwickelten sich daraus der Clan der MacKenzies) aus Dankbarkeit für seine Dienste bei der Schlacht von Largs. Diese berühmte Schlacht gipfelte in der Niederlage des norwegischen Königs Hakon. Kurz nach dessen Tod überließ sein Nachfolger Magnus die Äußeren Hebriden Schottland.
 

Unterschlupf für Robert The Bruce

Aus Tradition glaubt man hier, dass John MacKenzie, Second of Kintail, Robert the Bruce im frühen 14. Jahrhundert Unterschlupf gewährte, nachdem dieser sich mit vielen der Clan Chefs angelegt hatte und auch von den Engländern gejagt wurde. Später, 1331, wendete sich sein Schicksal; er hatte seine Feinden geschlagen und sich als König von Schottland etabliert. Danach schickte er seinen Neffen Randolph, den Grafen von Moray und Walden nach Schottland zu Kintail.
 

Da in dieser Region das Gesetz nicht Ernst genommen wurde, ließ Randolph, der Crownare, Offizier der Krone, 50 Einheimische köpfen und stellte deren Köpfe auf die Brustwehr von Eilean Donan Castle als deutliche Warnung an die übrigen.
 

Karte der schottischen Clans
Die MacRaes, die als Leibwächter dem Clan Chef von Kintail dienten und die als "MacKenzies Coat of Mail" bekannt waren, wurden die ersten Burgvogten von Eilean Donan im Jahre 1509. Sie übernahmen die Kontrolle der Gegend und ihr Clan war in zahlreiche Überfälle und und Belagerungen involviert. Solch eine Belagerung geschah 1539, als Donald Gorm, einer der Lords of the Isles, 400 Krieger in den Kampf um die Burg führte. Der damalige Burgvogt, Duncan MacRae, hielt der Belagerung stand, verteidigte erfolgreich die Burg und verwundete mit seinem letzten Pfeil Donald Gorm, den Lord of Sleat, tödlich.
 

Spanier auf Eilean Donan

Eilean Donan Castle in Loch Duich mit der Isle of Sky im Hintergrund
1719, zur Zeit des erfolglosen Jakobiteraufstandes, der James Francis Edward Stuart, genannt the Old Pretender, auf den schottischen und englischen Thron hieven sollte, schickten die Spanier, Alliierte der Jakobiter, eine Task Force nach Schottland, die ihr Hauptquartier auf Eilean Donan aufschlug. Am 10. Mai 1719 segelten unter dem Kommando von Captain Boyle die drei englische Fregatten, Worcester, Enterprise und Flamborough in den Loch Alsh und beschossen Eilean Donan. Nach einem kurzen Bombardement der überlegenen englischen Artillerie ergaben sich die 48 Spanier, die von einem Hauptmann und Leutnant kommandiert wurden. Die Spanier gingen an Bord und segelten nach Leith, wo sie inhaftiert wurden. Einen Monat , am 10. Juni, später brach der Aufstand der schlecht versorgten und bewaffneten Jakobiter nach der Niederlage in der Schlacht von Glen Shiel zusammen.
 

Danach lag die Burg fast zweihundert Jahre in Trümmern. Mit Hilfe von Farquhar Macrae, der eine Gemälde der ehemaligen Burg gesehen hatte, baute Lt. Col. John MacRae-Gilstrap die Burg zwischen 1912 und 1932 wieder auf. Der Bau verschlang die damals ungeheure Summe von 250.000 Pfund. In einigen Abschnitten der Burg sind die Wände teilweise bis zu 4,5 m stark und das Tonnengewölbe der Decke im Aufenthaltsraum für Offiziere, das von Farquhar Macrae konstruiert wurde, ist im Zentrum 76 cm dick. Die Architektur des Gebäudes wurde auch mit der alter Pläne und mit solchen aus dem Edinburgh Castle angepasst.
 

Eilean Donan Castle
Heute gehört Eilean Donan Castle dem Conchra Charitable Trust. Die Kuratoren Mrs. Marigold Macrae und Baroness Miranda van Lynden, haben dafür gesorgt, dass man den Billeting Room, die Banquett Halle, die Küche und andere Teile der Burg besichtigen kann. Die Burg wurde wegen seiner Einmaligkeit häufig für Filmaufnahmen genutzt. Die Bekanntesten sind wohl „Highlander“ mit Christopher Lambert und Sean Connery, sowie der James BondFilm “The World Is Not Enough” mit Pierce Brosnan und Sophie Marceau in den Hauptrollen.
 

Urquhart Castle

Loch Ness
Der Loch Ness ist Teil des Great Glen, des 60 Meilen langen großen Grabens, der durch Gletscher während der letzten Eiszeit gebildet wurde und der die Highlands von Nordosten nach Südwesten durchschneidet. Er ist 37 km lang, nur 1,5 km breit und mit 230 Metern ungewöhnlich tief. Damit ist er nach Loch Lomond flächenmäßig der zweitgrößte See Schottlands. Im Great Glen verläuft der Kaledonische Kanal, der - parallel zu den Flussläufen - die Seen des Great Glen mit den angrenzenden Meeresbuchten Moray Firth und Loch Linnhe verbindet und so eine Ost-West-Schiffspassage quer durch das britische Mainland ermöglicht.
 

Die Bewohner der Grafschaft revoltieren

Castle Urquhart bei Loch Ness
Im Jahre 1228 revoltierten die Bewohner der Grafschaft Moray gegen den König Alexander II (1198 – 1249). Zwei Jahre später war die Revolte niedergeschlagen und Alexander II. setzte seine eigenen Vertrauten als Lehnsherren ein. Er übergab seinem Schwiegersohn Alan Durward (Scottish Gaelic: Ailean Gocaman) das Herrschaftsgebiet über Urqhuart und es ist ziemlich sicher, dass in dieser Zeit auch die ersten Bauarbeiten für Urqhuart Castle begannen. Nach seinem Tod im Jahre 1275 wurde John Comyn neuer Besitzer, nachdem er von Edward I. zum Erben ernannt wurde.
 

Burg Urquhart und der Loch Ness
Eduard behandelte Schottland dann als Vasallenstaat und forderte von John Balliol Unterstützung im Krieg gegen Frankreich. Balliol verweigerte diese Unterstützung und reaktivierte die Auld Alliance, ein Defensivbündnis Schottlands mit Frankreich. Als Antwort darauf marschierte die englische Armee in Schottland ein und löste damit die Schottischen Unabhängigkeitskriege aus. Eduard zwang John Balliol zur Abdankung und stellte Schottland unter direkte englische Verwaltung.
 

Nessie

1297 unternahm Andrew Moray of Moray, ein schottischer Adliger, Soldatenführer und politischer Führer während des Schottischen Unabhängigkeitskrieges, einen Nachtangriff auf die Burg, der aber scheiterte. Später gelang es Sir Alexander Forbes die Burg wieder für Schottland zu erobern.
 

Die Ostseite von Loch Ness
Aber damit war der Besitzstand noch nicht geklärt. 1303 nahm Eward die Burg wieder ein aber seine Garrison unter dem Befehl von Alexander Comyn of Badenoch wurde bald darauf von Robert the Bruce, der 1306 zum König von Schottland gekrönt werden sollte, vernichtend geschlagen.
 

Turmhaus von Urqhart Castle
Gegen 1346 wechselte der Besitz von den Grafen von Moray wieder zur schottischen Krone und es scheint historische gesichert, dass mit finanzieller Hilfe der Krone die Burg wieder instand gesetzt wurde.








 

Loch Ness Monster (Hugo-Josef Heikenwälder)
Die feindseligen Übernahmen gingen auch in den nächsten Generationen weiter und Urquhart Castle kam mal zum Clan MacDonald, Lords of the Isles, nur um dann wieder von der Krone erobert zu werden. Das wiederholte sich mehrere Male. Unter den Kriegsfolgen hatte in erster Linie die Bevölkerung des Great Glen zu leiden. Schließlich wurde der MacDonalds Clan gebändigt und für die nächsten 35 Jahre übernahmen die Grants of Freuchie (Clan Grant) im Auftrag der Gordons of Huntly die Burg. Doch es dauerte nicht lange und die MacDonalds kamen zurück. Zweimal belagerten sie die Burg und hinterließen Tod und Verwüstung unter der Bevölkerung des Glen.
 

Castle Urquhart bei Loch Ness
Um 1600 überließen die Grants die Burg den Glen Bewohnern. Diese nutzen die Gebäude als Steinbruch, um mit dem Mauerwerk der Burg ihre eigenen Häuser zu bauen. Schließlich, 1689, als der letzte der Stuarts, James II von England und VII von Schottland, ins Exil vertrieben wurde, vertrieben Captain Grant und 300 Highlander eine Streitmacht der Jacobiter und hinterließen im Jahre 1692 Urquhart Castle als eine Ruine. Die Burg wurde nicht wieder in stand gesetzt und die Überlieferung besagt, dass ein schwerer Sturm 25 Jahre später die Südwestseite des Turmhauses zerstört hätte.
Heute gehört die Burg dem National Trust for Scotland, und wird vom Verein Historic Scotland geführt.