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Zauberhaftes Luxemburg

Das Müllerthal
In Luxemburg gibt es eine Vielfalt an historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Malerische Plätze, heimelige Altstadtgassen, prachtvolle Boulevards und großzügig angelegte Parks laden zum Flanieren ein. Das Großherzogtum Luxemburg bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Landschaftsformen: die grünen Wälder der Ardennen, die wilden Felsschluchten des Müllerthals, die fruchtbaren Wiesen des Zentrums, die steilen Weinberge entlang der Mosel und das zerklüftete Land der Roten Erde. Die Landschaft in der Mitte des Landes wird bestimmt von sanften Hügeln, durchzogen von zahlreichen kleinen Flüssen und Bächen. Bauernhöfe auf fruchtbarem Ackerland und dichte Wälder umgeben malerische Dörfer und auf so mancher Anhöhe thront die Ruine einer mittelalterlichen Burg. Diese Region mit ihrer rauen Schönheit wird nicht umsonst „Luxemburgs kleine Schweiz“ genannt. Rauschende Sturzbäche bahnen sich ihren Weg durch enge Schluchten, vorbei an bizarren Felsformationen. Auf ihrem weiteren Weg fließen sie dann durch weite grüne Wiesen. Kultur spielt im alltäglichen Leben in Luxemburg eine wichtige Rolle. Bildende Kunst, klassische und zeitgenössische Musik, Theater, Kino, Unterhaltung jeder Art: in diesem multi-kulturellen Umfeld bieten sich unzählige Gelegenheiten. Es herrscht nie Langeweile, es gibt keinen vernachlässigten Winkel, jeder Besucher findet das, was er oder sie am meisten mag.
 

Historischer Hintergrund

Die Ursprünge und der Name von Luxemburg sind eng verbunden mit einem Graf namens Siegfried, von karolingischer Abstammung. Durch einen Tauschakt mit der Abtei Sankt Maximin in Trier kam das kleine Kastell 963 in den Besitz Graf Siegfrieds, einem nahen Verwandten der Könige Frankreichs und der deutschen Kaiser. Dieser Ort bietet strategische Vorteile und bietet sich für Befestigungen an. Während unterhalb der Burg am Flüsschen Alzette ein Handwerkerviertel entsteht, in dem Anfang des 14. Jahrhunderts ein Hospiz gegründet wird, dehnt sich die Oberstadt, die seit dem 10. Jahrhundert durch einen Schutzwall befestigt ist, im 12. Jahrhundert nach Westen aus. Um 1340, unter der Herrschaft von Johann dem Blinden, wird mit dem Bau der großen mittelalterlichen Ringmauer begonnen, deren Verlauf die Oberstadt bis ins 19. Jahrhundert vom Umland trennt. 1354 wird Luxemburg Herzogtum und wird 1443 von Burgundertruppen unter Philipp dem Guten eingenommen.
Luxemburg wird Teil der burgundischen, später der spanischen und österreichischen Niederlande und die Stadt wird ab dem 16. Jahrhundert von Vauban zu einer der stärksten Festungen Europas, dem "Gibraltar des Nordens" ausgebaut. In der Festung wechseln sich Burgunder, Spanier, Franzosen, wiederum Spanier, Österreicher, wiederum Franzosen und Preußen ab. So waren es z.B. die Österreicher, die sich ab 1715 für 80 Jahre in Luxemburg aufhielten und die die äußeren Befestigunganlagen weiter stark ausbauten, um einen möglichen französischen Angriff zu verhindern. Ab dem 17. Jahrhundert entstehen die Kasematten und Minengänge, 23 km in den Felsen gehauene oder gemauerte Gänge und eingewölbte, bombensichere Räume. Sie dienten als Artilleriestellungen, beherbergten vor Bombeneinschlag zu schützende Einrichtungen und erlaubten im Notfall die weiter entfernten Festungsteile unterirdisch zu erreichen. Noch heute sind 16 km dieser Anlage zugänglich.Der Wiener Kongress garantiert 1815 Luxemburgs Unabhängigkeit und erklärt Luxemburg zum Großherzogtum. Der holländische König wird in Personalunion Großherzog von Luxemburg. Zur gleichen Zeit wird die Stadt Bundesfestung und erhält eine preußische Garnison.Die Londoner Konferenz erklärt Luxemburg 1867 für neutral, die preußischen Truppen ziehen ab und die Festung wird geschleift.