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Die zweite Ypernschlacht

gas mask with container
Im Frühjahr 1915 bereitete der deutsche Befehlshaber von Falkenhayn eine neue Offensive am Ypern Frontvorsprung. Salient wie ihn die Briten nannten. Hintergrund dieser Offensive war zum einen die Verschleierung der Vorbereitungen für die Großoffensive an der Ostfront bei Gorlice-Tarnów als auch die Erprobung der neuen Gaswaffe.
 

Fritz Haber (2.v.l.)
Gas hatten die Deutschen bereits im Januar an der Ostfront eingesetzt. Westlich von Warschau hatte man Gasgranaten gegen russische Stellungen verschossen, ohne dass der „T-Stoff“ Wirkung zeigte. Es war zu kalt und der Kampfstoff gefror statt zu verdunsten. Dieser „T-Stoff“ verursachte Tränenfluss, tötete aber nicht. Das sollte sich im April ändern, als der Direktor der IG-Farben, Carl Duisberg, zusammen mit Fritz Haber, dem Leiter des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts und Deutschlands führender Industriechemiker ein Verfahren entwickelte, Chlorgas gegen Schützengräben einsatzbereit zu machen.
 

Algerische Truppen in franz. Diensten
Am 22. April 1915 brachten die Deutschen, darunter Otto Hahn, der eine Gaseinheit bei Ypern führte, 6.000 Stahlflaschen mit 180 m³ Chlorgas zwiscchen Steenstrate und Poelcapelle in Stellung. Gegen 17.00 an diesem sonnigen Tag eröffnete die deutsche Artillerie ihr Vorbereitungsfeuer auf die Stellungen der französischen 87. Territorial- und der 45. Infanteriedivision mit ihren weißen Zuaverengimentern aus Algerien, afrikanischer leichter Infanterie (weiße Strafbataillone) und eingeborenen algerischen Schützen. Daneben stand die kanadische Division, die erste der Commonwealth-Divisionen. Die übrigen Ypern-Abschnitte wurden von drei regulären britischen Divisionen gehalten.
 

Deutsche Soldaten folgen der Gaswolke
Wenig später wälzte sich eine weißgelbe Giftwolke auf sechs Kilometer Breite gegen die französisch-britischen Stellungen. Schnell strömten Tausende von Zuaven und Algerier hustend und blau im Gesicht in die rückwärtigen Stellungen. Sieben Kilometer Frontlinie wurden durch diesen Angriff entblößt aber die deutsche Infanterie nutze die ihr gegebene Chance nicht. Anstatt weit ins Hinterland vorzustoßen, gruben sie sich ein. Am 23. April greift die 4. Armee in konzentrischer Richtung auf Ypern weiter an. Da es auf deutscher Seite versäumt wurde ausreichend Reserven bereitzustellen, bleibt der Angriff ohne Erfolg. So können die Alliierten die Front wieder schließen. Am 25. April 1915 muss die deutsche Oberste Heeresleitung wegen hoher Verluste den Durchbruchsversuch einstellen.
 

Britische Truppen beieinem Gasangriff
Die Alliierten identifizierten das Gas schnell und da sich Chlorverbindungen wasserlöslich sind behalf man sich mit nassen Tüchern vor dem Gesicht. Das Szenario solcher Gasangriffe ist wie ein Blick in Dantes Hölle. Am 1. Mai wiederholte sich der Gasangriff südlich von Ypern in einem kleinen Kampfabschnitt mit Namen wie Hügel 60 (Hill 60), Abfallhaufen (Dump) und Raupe (Caterpillar). Hier rettet ein junger Offizier, Leutnant Kestell-Cornich, die Situation als er mit seinen verbliebenen vier von 40 Soldaten in die Gaswolke hineinschießt, um die Deutschen aufzuhalten. Obwohl sich die deutschen Truppen bis auf drei Kilometer Ypern nähern können, gelingt ihnen nicht der Durchbruch. Es fehlten die Reserven
 

Die dritte Ypernschlacht

U-16
Der uneingeschränkte U-Bootskrieg veranlasste Großbritannien Maßnahmen gegen die Stützpunkte der verhassten Unterseeboote bei Ostende und Blankenberge zu ergreifen. Der britische Oberbefehlshaber Sir Douglas Haig plante bereits 1916 eine Operation im Raum Flandern. Diese Pläne wurden aber wegen der Schlacht an der Somme verschoben. Die Absicht Haigs war ein Durchbruch bis zur belgischen Küste. Außerdem sollte so die Frontlinie verkürzt und eine Einschließung deutscher Truppen ermöglicht werden.
 

Field-Marshal Sir Douglas Haig
Haig glaubte, wie bereits bei der Somme-Offensive, dass die deutsche Armee kurz vor dem Kollaps stand. Der Premierminister David Lloyd George stand der Offensive sehr kritisch gegenüber, segnete die Pläne aber ab, da er keinen Alternativplan aufbringen konnte.
 

Britische MG-Stellung
Die Deutschen hingegen waren in einer prekären Situation. Wegen des Zweifrontenkrieges waren die Mittel zum Zerreißen angespannt. Größere Offensiven waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Hindenburg und Ludendorf wollten die Ergebnisse des U-Boot Krieges und den Zusammenbruch Russlands abwarten, um anschließend große Umgruppierungen vornehmen zu können. Doch Haig hatte nicht vor, den Deutschen eine Atempause zu gönnen. Er hielt eisern an dem Offensivgedanken fest. Dabei kamen ihm Aktivitäten südlich von Ypern entgegen.
 

Die Höhen von Messines unter Feuer
Seit langem schon war den Briten der Höhenrücken von Messines ein Dorn im Auge. General Herbert Plumer wollte ihn mit seiner 2. Armee nehmen. Zunächst traten Mineure in Aktion, die 19 Stollen in den Berg vortrieben und an ihrem Ende, direkt unter den deutschen Linien, 500.000 Tonnen Sprengstoff deponierten. Am 7. Juni 1917 um 03.10 wurden diese Ladungen gezündet. Zumindest fast alle. Der Knall der Detonation war noch in England zu hören. Zuvor hatten 2.000 Geschütze der britischen Artillerie drei Wochen lang dreieinhalb Millionen Granaten verschossen. Durch die Explosionen starben circa 10.000 Soldaten und die 3. bayerische Division wurde fast komplett vernichtet. Dies sorgte dafür, dass die deutschen Vorbereitungen für eine Verteidigung zusammenbrachen.
 

Der Verlauf der Gräben bei Messines
Neun alliierte Divisionen gingen daraufhin zum Angriff über und wurden durch den Einsatz von Giftgas und 22 Panzern unterstützt. Innerhalb von drei Stunden war der Frontbogen eingenommen und die Deutschen mussten sich zurückziehen. Die Schlacht bei Messines gilt als eine der wenigen relativ erfolgreichen Offensive im 1. Weltkrieg und bestärkte die Moral der alliierten Truppen. Plumer wollte den Angriff weiterführen, wurde jedoch zurückgehalten - da die Truppen erst aufgefrischt und Verteidigungsstellungen aufgebaut werden sollten.
 

Artilleriefeuer an der Yser
Drei der 19 Minen detonierten nicht. Eine explodierte 1955 in einem Gewitter, tötete aber glücklicherweise nur eine Kuh. Eine andere Mine wurde von den Deutschen entdeckt und entschärft. Eine weitere Mine liegt bis heute noch vergraben. Die Länge der Tunnel unter dem Schlachtfeld betrug an die 8.000 m
 

Die. 2. Schlacht von Ypern
Die deutsche Flandern-Stellung wurde von zehn Divisionen verteidigt. Unter ihnen die bewährte Einheiten wie die 3. Gardedivision oder die 111. Infanteriedivision. In dessen 73. Füsilierregiment kämpfte unter anderem Ernst Jünger. An dem 11 km breiten Frontabschnitt, der von der britischen 5. Armee genommen werden sollte, standen 1.556 Geschütze. Auf britischer Seite waren hingegen 2.299 Kanonen zusammengezogen. Etwa alle fünf Meter eine. Das war eine zehnmal dichtere Geschützlinie als während der Schlacht an der Somme.
 

Niemandsland
Am 31. Juli um 04.00 morgens begann die Großoffensive in Flandern mit dem Angriff bei Pilckem. Erstes Etappenziel war das Plateau von Gheluveld. Die britische 5.und 2. Armee, sowie am linken Am 31. Juli 1917, um 3:50 Uhr, begann nach 15-tägigen Artilleriebeschuss die eigentliche Flügel Teile der französischen 1. Armee, wurden von 136 Tanks unterstützt, von denen allerdings viele in den durch den Artilleriebeschuss entstandenen Kratern stecken blieben.
 

Überschwemmter Graben
Doch wie üblich hatte die schwere Bombardierung mit 3.000 Geschützen die Verteidiger nur gewarnt und gingen gegen 14.00 zum Gegenangriff über. Das deutsche Artillleriefeuer, sowie extrem starker Regen behinderten die britischen Truppen in ungeheurem Maße. Ein britischer Batterieführer beschrieb die Bodenverhältnisse so: “ Der Boden ist bis u einer Tiefe von drei Metern aufgewühlt und hat die Festigkeit von Haferbrei. Das Innere der Granattrichter ist so weich, dass man darin versinken könnte…In ihnen müssen hunderte von deutschen Gefallenen begraben sein, und jetzt pflügen ihre eigenen Granaten das Gelände noch einmal um und bringen sie wieder zum Vorschein“.
 

Mondlandschaft Ypern
Dieser Regen, nach Beobachtung von Meteorologen der Ergiebigste seit 30 Jahren, verlangsamte den britischen Vormarsch und machte den Einsatz von Tanks unmöglich. Am 4. August stellte Haig den Angriff ein, um die Stellungen zu sichern. Im Vergleich zur Sommeschlacht, wo am ersten Tag 20.000 Gefallene zu beklagen waren, waren die Verluste bei Ypern nicht so stark. Die 5. Armee meldete 7800, die 2. Armee etwa 1.000 Gefallene und Vermisste. Zusammen mit denen der französischen Armee 35.000 Mann. Die Deutschen erlitten ebenso hohe Verluste.
 

Luftaufnahme vom Schlachtfeld Zonnebeke
Am 16. August setzte Haig den Angriff bei Langemark fort und gewann 500 Meter. Weitere Angriffe bei Gheluveld führten ebenfalls zu nur lächerlichen Geländegewinnen bei ungeheuren Verlusten. Am gleichen Morgen begann die nächste britische Offensive zwischen Yser und Lys, die auch als Schlacht von Langemarck bezeichnet wird. Den Briten gelang es zwar einige kleinere Orte zu erobern, der erhoffte Durchbruch konnte aber auch diesmal nicht errungen werden. Er scheitert abermals an der äußerst verbissenen deutschen Verteidigung. Am 20. August wurde der Angriff eingestellt.
 

Passchendaele

Die Strasse nach Menim
Haig tauschte den Befehlshaber der Offensive Sir Hubert Gough, indem er dessen Truppen weiter nach Norden verlegte, durch Herbert Plumer aus. Plumer hatte bereits den Frontbogen bei Messines erfolgreich erobert. Plumer plante einige kleinere Eroberungen und eröffnete im Laufe des Septembers und Oktobers mehrere Angriffe. Am 20. September führte er einen Angriff an der Straße von Menin durch, wobei 1,4 km Gebietsgewinn erzielt werden konnten. Bei dem Angriff betrugen die britischen Verluste 21.000 Soldaten. Nach mehreren Angriffen am 22. September gelang den Alliierten ein 800 m tiefer Geländegewinn an der Straße von Menin, den sie allerdings mit dem Verlust von 300 Mann bezahlten.
 

Verwundetenträger bei Passchendaele
Am 26. September unternahm Plumer einen Angriff am Polygon-Wald und am 4. Oktober bei Broodseinde. Bei den Angriffen wurden 1,8 km Gelände erobert unter dem Verlust von 30.000 Soldaten. Ein weiterer Angriff am 9. Oktober bei Poelcapelle scheiterte, und die Deutschen schafften es sogar, im Gegenzug Geländegewinne zu erzielen.
Haig verlangte aber größere Geländegewinne und fühlte sich in seinem Glauben bestärkt, dass die deutsche Armee vor dem Zusammenbruch stünde.
 

Luftbild von Passchendaele vorher & nachher
Am 12. Oktober wurde ein erneuter Versuch unternommen bei Poelcapelle offensiv zu werden. Eigentlich wird nur diese Schlacht und eine darauf folgende Operation als Passchendaele bezeichnet, nach dem Dorf, das während dieses Angriffes eingenommen werden sollte. Dennoch wird der Begriff im Volksmund auch für die gesamte Operation benutzt.
 

Passchendaele
Die Offensive fand immer noch unter schlechten Wetterbedingungen statt, so dass man die Artillerie nicht an das Schlachtfeld heranführen konnte und das Vorankommen der angreifenden Soldaten sehr langsam war. Für die vorbereiteten deutschen Verteidiger war es leicht, den Angriff abzuwehren. Die Verluste der Angreifer betrugen etwa 10.000 Soldaten.
 

Das mittlerweile erschöpfte ANZAC-Corps wurde nun durch kanadische Verbände ersetzt. Die Kanadier hatten einen besonders guten Ruf auf alliierter Seite. Bis Mitte Oktober hatten die kanadische 4. und 5. Division ihre Stellungen bezogen.
Der kanadische General Arthur Currie erklärte gegenüber Haig, dass die Eroberung etwa 16.000 Soldaten kosten würde. Haig bestand dennoch auf die Durchführung des Angriffes.
 

Chateau Wald am 19. Oktober 1917
Am 26. Oktober wurde der Angriff gestartet und am 30. Oktober konnten die Kanadier mit Hilfe von zwei britischen Divisionen das Dorf Passchendaele sowie die umliegenden Anhöhen erobern und die Geländegewinne halten, bis weitere Verstärkung am 6. November eintraf. Dieser Angriff kostet die erwarteten 16.000 Soldaten. Wegen der großen Verluste stellte die britische Führung die Offensive am 10. November ein.
 

Die Offensive bei Ypern scheiterte und der geplante Durchbruch wurde nicht erreicht. Auf beiden Seiten gab es hohe Verluste. Die Alliierten hatten den Verlust von 325.000, die Deutschen von etwa 260.000 Soldaten zu beklagen. Wegen der Eroberung von Passchendaele wurde die Offensive von den Alliierten dennoch als Erfolg gefeiert. Die britischen Geländegewinne in Flandern wurden während der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 zurück erobert.
 

Fazit

Ypres, wie Ypern im englischen genannt wird, hat selbst nach 90 Jahren nichts von seinem Nimbus verloren. Die "Flanders Fields", so der mythische Begriff und Orgelton in der englischen Todesfuge des Arztes John McCrae - sein Gedicht über die blutigen Mohnfelder gehört heute noch in England zum Schulstoff -, ziehen Massen aus dem Commonwealth, vor allem aus England, an.
 

Ypern 1917
Für jede Schlacht gibt es Opferzahlen, doch eigentlich waren die Schlachten um Ypern ein ununterbrochenes Schlachten. Zwischen 1914 und 1918 ließen 500.000 Briten hier ihr Leben. Während der dritten Schlacht im Juli 1917 etwa zweihundertfünfzigtausend, ebenso viele Kriegsopfer waren Deutsche, kurz hinter Ypern bei Passendale fielen hunderttausend Engländer. Der damalige englische Schatzkanzler Lloyd George, später Premierminister, über General Douglas Haig, den Befehlshaber des 1. Britischen Korps: »Haig ist es völlig gleichgültig, wie viele Soldaten er verliert, er verschwendet einfach das Leben dieser Jungs.« Wenn er sich nach angeblich großen britischen Siegen die Liste mit den Opfern anschaue, diese schrecklichen Zahlen, dann würde er sich für die Zukunft wünschen, nicht so oft zu siegen.
 

Belgisches Opfer eines deutschen Gasangriffes
Im gesamten Großen Krieg verlor das Vereinigte Königreich 764.000 Soldaten. Um Ypres kämpften sie gegen die Deutschen buchstäblich bis zum Umfallen. Winston Churchill, der damalige britische Kriegsminister, schlug deshalb im Januar 1919 vor, die Trümmer von Ypres zum Gedenken an die Gefallenen dem Staat Belgien abzukaufen oder als Geschenk des belgischen Volkes an das britische Volk zu erbitten: „Ich möchte, dass wir die Ruinen von Ypres erwerben... Es gibt auf der ganzen Welt keine heiligere Stätte für die britische Rasse“. Nichts sollte wieder aufgebaut werden, wie es früher war. Ein einziger großer Friedhof müsse aus Ypres werden. Ein Mahnmal für kommende Generationen. Tafeln mit den Namen aller Toten. Blühender Mohn über den Gräbern.
 

Menin Tor
Daraus wurde so konkret nichts. Belgien brauche seine Ruinen nicht, um seines Unglücks zu gedenken, ließ Minister Joris Helleputte wissen. Darüber hinaus verstieß Churchill damit auch gegen den katholisch-flämischen Auferstehungsglauben. Nach dem Krieg waren die Anfang 1915 geflüchteten Bewohner von Ypern in ihre bis auf die Grundmauern zerstörte Stadt zurückgekehrt, richteten sich erst in den Ruinen ein, begannen dann mit dem Wiederaufbau. Ihr Denkmal bekamen die Briten in ihrem Ypres dennoch. Reste des Stadttores, durch das die Straße vom Großen Marktplatz nach Menin führte, dienten als Fundament. Mehr war vom Tor nicht mehr übrig nach Kriegsende. Die dazugehörige Brücke über die Kasteelgracht lag gleichfalls in Trümmern.
 

ers letzte Zapfenstreich
Das »Menin Gate«, feierlich eröffnet 1927, ein Monument aus hellem Stein, ist mehr Gedenkstätte als Stadttor, mehr römischer Triumphbogen als belgischer Arc de Triomphe. Auf den Wänden sind die Namen von knapp fünfundfünfzigtausend britischen Soldaten eingemeißelt, von denen sich auf Erden keine erkennbaren Spuren finden ließen, die nicht bestattet werden konnten. Es sind längst nicht alle, doch für alle reichte der Platz nicht aus.
Jeden Abend kurz vor zwanzig Uhr ersterben hier alle Geräusche. Dann ruht der Verkehr. Einheimische umfahren das Gate, denn immer um diese Zeit wird es für die Durchfahrt gesperrt. Punkt zwanzig Uhr treten Hornisten unter die Kuppel und blasen zum letzten Appell. The Last Post. Jeden Abend same procedure, die knapp zehnminütige Zeremonie findet seit fünfundsiebzig Jahren statt, allerdings nicht unter der deutschen Besatzung im zweiten Krieg, der Ypern traf, zwischen dem 20. Mai 1940 und dem 6. September 1944. Jeden Abend warten nach den Kriegen Geborene unter dem Tor, junge und alte, Einheimische und Touristen, viele Engländer, wenige Deutsche.