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St-Nazaire

St.  Nazaire ist aus zwei Gründen eine Besonderheit. Es ist zum einen ein  tideabhängiger Flottenstützpunkt mit mehreren Schleusen, darunter einer verbunkerten und sie war Schauplatz einer der spektakulärsten Raid Operationen des 2. Weltkrieges.

Die Normandie
Die Normandie Schleuse
St.  Nazaire hatte von Beginn des Krieges an eine besondere Bedeutung für die Engländer. Der Grund dafür lag in der Tatsache, dass die Stadt, bekannt für ihre Werften, eines der größten Trockendocks der westlichen Hemisphere beherbergte: die Forme Ecluse Joubert. Besser bekannt als die Normandie-Schleuse. Dies war keine Hommage an die Landschaft, sondern nahm Bezug zu dem Luxus Dampfer „Normandie“, der in den 20er Jahren in St. Nazaire gebaut wurde. Der Hafen von St. Nazaire kann nur durch Schleusen erreicht werden und zu diesem Zweck musste eine solche für die „Normandie“ gebaut werden.

Die Tirpitz im Faettenfjord bei Trondheim.
Flugzeugträger Graf Zeppelin, der in Wilhelmshaven stationiert werden sollte.
Für die deutsche Marine war dies ein Glücksgriff, denn ihre Philosophie vom Kaperkrieg einzelner Großkampfschiffe setzte ein Trockendock zur Überholung und Reparatur der zu erwartenden Schäden voraus. Und nun, nach dem gewonnenen Blitzkrieg, gab es solch ein Riesendock am Atlantik. Groß genug für Superschlachtschiffe wie die „Bismarck“, ihr Schwesterschiff „Tirpitz“ (beide 50.000 Tonnen) oder den Flugzeugträger „Zeppelin“, der noch in Bau war. Ein Albtraum für England.

Fangroste auf dem St Nazaire bunker
Admiral Dönitz weiht den Bunker in St Nazaire ein
Zunächst war davon jedoch im Jahre 1940 noch keine Rede. Hier ging es zuerst um die Errichtung eines weiteren U-Boot-Stützpunktes, der die Heimat zweier U-Flotillen werden sollte. Das erste Boot, welches den neuen Stützpunkt anlief, war U-46 unter Oberleutnant zur See Engelbert Endrass am 21. September 1940.  Ähnlich wie in Brest und Lorient begannen die Arbeiten für einen U-Boot-Bunker im Februar 1941. Er wurde an der westlichen Seite des Bassin de St. Nazaire errichtet. In unmittelbarer Nähe zur Stadt. Seine Ausmaße sind 295 m Breite, 130 m Länge und 18 m Höhe. Für diesen 39.000 Quadratmeter großen Bunker wurden 480.000 Kubikmeter Beton benötigt. Am nördlichen Ende der Anlage wurde die so dringend benötigte Stromversorgung und andere logistische Installationen verbunkert. Das Dach wurde nicht wie geplant als ganzes mit Fangrosten belegt. Es fehlte die Zeit dafür. Ein Drittel der Gesamtfläche trägt diese Fangroste, ein weiteres Drittel nur die Stützwände, das letzte Drittel blieb „nackt“. Bereits nach einer Rekordzeit von nur vier Monaten eröffnete Karl Dönitz im Juni 1941 die ersten Boxen.

Der St Nazaire Bunker
Lageplan der Bunker in St Nazaire
Zwei Schleusen verbanden das Becken mit der offenen See. Der alte Eingang, oder auch Osteingang genannt, direkt gegenüber dem Bunker, und der Südeingang, der rechterhand der Anlage gelegen war.
Als die Bedrohung durch anglo-amerikanische Bomberverbände in den kommenden Jahren extrem zunahm, beschloss das Marineamt 1943 eine Bunkerschleuse parallel zum Osteingang zu errichten. Seine Masse sind Länge 155 m, 25 m Breite und einer Maximalhöhe von 14 m. Vier 20 mm Flak Geschütze wurden an allen Ecken positioniert.

Peter "Ali" Cremer von U-333 mit Dönitz
U-Boot As Erich Topp
Im Juni 1941 wird die 7. U-Flotille, die „Wegener-Flotille“, benant nach Admiral Wolfgang Wegener, von Kiel nach St. Nazaire verlegt. Im Februar 1942 marschiert die 6. U-Flotille, die „Hundius-Flotille“  (berühmter U-Boot Kommandant des 1. Weltkrieges) von Danzig nach St. Nazaire. Insbesondere die 7. Flotille bringt eine Reihe erfolgreicher Kommandanten und Boote hervor. Das berühmteste ist sicherlich U-48. Abgesehen davon, dass es das erfolgreichste Boot der Kriegsmarine mit 54 versenkten Schiffen ist, bringt es seinen Kommandanten und Crewmitgliedern fünf Ritterkreuze und ein Ritterkreuz mit Eichenlaub. Eine weitere U-Bootlegende ist Kapitänleutnant Erich Topp und sein U-552. Er gehört zu den wenigen Überlebenden, denen es vergönnt ist, die gesamte Kriegszeit unbeschadet vom ersten bis zum letzten Tag zu erleben. Auf sein Konto gehen 34 Versenkungen mit insgesamt 191.411 Tonnen. Insbesondere die ersten Wochen nach der Eröffnung des U-Boot Krieges vor der US Küste lassen die Erfolgsstatistik der Flotillen in St. Nazaire in die Höhe schnellen.

Schlachtschiff Bismarck
Schleusenbunker von St Nazaire
Die Versenkung der „Bismarck“ am 27. Mai 1941 und die ständige Bedrohung durch die „Tirpitz“ weckt bei der englischen Führung den Wunsch, das Thema ein für allemal zu beenden. Doch wie? Luftangriffe kommen nicht in Frage. Wenn man schon nicht in der Lage ist, den Riesenbunker auszuschalten, wie soll man ein kleines Ziel wie eine Schleuse treffen? Die Antwort liefert ein Raid des 1. Weltkrieges.

Dieses Tor wurde von der Campbeltown gerammt
Sir Roger Leyes ist 1940/41 Director Of Combined Operations. Er ist es auch, der im Jahre 1918 einen Raid auf die Schleuse von Zeebrügge plant und durchführt. Und einen ähnlichen Angriff soll es nun wieder geben. Nur besser und größer als 1918. Im Oktober 1941 löst Lord Mountbatten Sir Roger ab. Er greift die Idee wieder auf. Er konsultiert Spezialisten, unter anderem Captain W. H. Pritchard von den Royal Engineers (Pioniere). Pritchard löst sich von dem Gedanken eines Kommandoeinsatzes von See. Er hält das für nicht praktikabel. Er setzt auf die Schwachstelle von St. Nazaire, den Eingang zur Normandie-Schleuse, dem Schleusentor.

Schleusentor, wie es von der Campbeltown gerammt wurde
U-569 in der Schleuse von St Nazaire
Die beiden riesigen Tore wiegen 1.500 Tonnen pro Stück. Sie sind hohl, tragen Wasserballast und werden auf Rollen in und aus der Schleuse herausgezogen. Zwei Motorenhäuschen stehen auf beiden Seiten der Schleuse. Gleich daneben das Pumpenhaus. Gelänge es Tor und angrenzende Anlagen zu zerstören, wäre die Gefahr beseitigt. Während Pritchard die Schleuse als Hauptziel beleuchtet, kümmern sich andere um weitere lohnende Ziele in unmittelbarer Nähe der Anlage.
Die Südschleuse wird ins Auge gefasst, Brücken analysiert. Letztendlich stehen 24 Ziele auf der Liste: acht Schleusentore, sechs Maschinengebäude, sechs Geschützstellungen und vier Brücken.

Schleusenbunker in St Nazaire von der Seeseite
Am 6. Februar 1942 gibt Lord Mountbatten grünes Licht für eine Operation mit dem Code Namen Chariot – Triumphwagen. Der Plan sieht den Einsatz eines größeren Schiffes vor, welches das Normandie-Schleusetor  rammen solle. Das Vorschiff ist mit 4,5 Tonnen Wasserbomben beladen, die in sechs Kammern, zu je 24 Ladungen Mk VII, platziert sind. Die gesamte Ladung ist gegen Rammschäden durch eine „Verpackung“ aus Stahl und Beton geschützt. Die gesamte Sprengstoffladung ist mit einem Acht-Stunden-Verzögerungszünder versehen.

Die USS Buchanan alias HMS Campbeltown
USS Buchannan im Jahre 1919
Ein 50 Jahre alter Zerstörer, den die Amerikaner mit 49 anderen im Geschäft gegen Stützpunkte auf den westindischen Inseln an die Engländer abgeben, wird für die Operation ausgewählt. Es ist die 1919 vom Stapel gelaufene "Buchanan", die bei der Royal Navy den Namen „HMS Campbeltown“ erhält.

Ein MTB auf dem Weg nach St Nazaire
MTB TM-52
Drei Angriffsgruppen werden für die Operation gebildet. Chef  der Chariot Truppe ist Lieutenant-Colonel Charles Newman. Führer des 90 Mann starken Demolition Teams ist Captain William Pritchard. Die Campbeltown wird von einer ganzen Armada Motortorpedoboote (MTBs) und Motor Launches (MLs) , sowie zwei Hunt Klasse Zerstörer, der HMS Tyndale und  HMS Atherstone begleitet. Sie transportieren zum einen die Kommandos, zum anderen haben sie die Aufgabe mit Torpedos Schleusentore zu zerstören und – falls die Schleuse offen sein soll – in das Bassin vorzustoßen und die Torpedos in die Boxen des U-Boot-Bunkers zu schießen.

Das Pumpenhaus der Schleuse
Britisches U-Boot HMS Sturgeon
Am 26. März 1942, gegen 14.00  verlässt die kleine Armada Falmouth. Die Fahrt auf einem südwestlichen Kurs verläuft nicht ungestört. Ein aufgetaucht fahrendes U-Boot wird von der „HMS Tyndale“ gesichtet und attackiert. Das Boot meldet zwar die Zerstörer, nicht aber die kleinen Einheiten bevor es Alarm taucht. Um 20.00, 75 Meilen vor St Nazaire, verabschieden sich die beiden Zerstörer. Zwei Stunden später signalisiert das britische U-Boot „Sturgeon“ per Licht die Korrektheit des Kurses. Noch sind 40 Seemeilen zurückzulegen. Auf der Campbeltown macht man die Zünder scharf.

Armstrong Whitley
Wie geplant, wird St Nazaire gegen 23:30 von der RAF bombardiert. Da man zu diesem Zeitpunkt noch die Zivilbevölkerung schonen will, gibt es keinen Bombenteppich, sondern die Maschinen vom Typ Whitley werfen ihre Bomben einzeln ab. Den 35 RAF Bombern hat man nicht den eigentlichen Grund ihres Einsatzes mitgeteilt. Diese seltsame Aktion erregt die Neugierde des kommandierenden Flak Offiziers, Kapitän zur See C.C. Mecke, der gegen Mitternacht folgende Meldung an die Wehrmacht übermittelt : “ Das Verhalten der RAF ist nicht zu erklären und lässt Fallschirmabsprünge vermuten “.  Gegen 01.20 melden Beobachter das Auftauchen der fast eine Meile langen Kolonne auf dem Fluss. Mecke meldet: “ Landung zu erwarten! “

Panzerturm auf dem U-Boot Bunker
Tor der Normandie Schleuse
Bereits fünf Minuten früher hat der Kommandeur der Küstenartillerie, Korvettenkapitän Dieckmann, Gefechtsbereitschaft gegeben. Gegen 01.22 am Samstag Morgen erleuchtet ein Marine-Suchscheinwerfer die Szene. Commander Ryder antwortet daraufhin in deutsch: “ Sind gemäß Befehl auf dem Weg zum Hafen “. Diese Kommunikation geht ein paar Minuten hin und her und erlaubte es der englischen Kolonne, näher an das Ziel zu kommen. Jetzt ist es nur noch eine Meile, oder sechs Minuten bis zum Ziel.

Der Hafen von St Nazaire
Die Campbeltown, sowie die übrigen Britenboote, eröffnen das Feuer, das postwendend von den Deutschen erwidert wird. Commander Ryder formuliert später den Moment so: „Es ist schwierig zu beschreiben, mit welcher Intensität dieser Angriff vorgetragen und mit welcher Wut er erwidert wurde“. Colonel Newman, der auf dem Führungsboot steht, sieht die Campeltown im Zentrum des deutschen Abwehrfeuers. Erleuchtet von unzähligen Scheinwerfern hält der alte Zerstörer unbeirrt Kurs auf das Normandie-Schleusentor. Lieutenant Commander Stephen Beattie, der Kapitän der Campeltown korrigiert kurz nach Vorbeifahrt an der alten Mole zum letzten Mal seinen Kurs und pflügt mit 20 Knoten zunächst durch das Torpedonetz, um dann um 01.34 mit voller Wucht das Schleusentor zu rammen.

Das Ziel, die Normandie Schleuse
Durch die Wucht des Aufpralls wird der alte Zerstörer fast auf das Tor geworfen, der Bug auf zwölf Meter seines Bodens beraubt. Während die überlebenden Kommandos sich einen Weg vom Schiff auf den Hafen bahnen, öffnen andere die Bodenventile des Schiffes, um es unwiderruflich mit dem Heck auf den Meeresboden absacken zu lassen. Dadurch wird ein Abschleppen des Wracks durch die Deutschen verhindert.

Die Campbeltown wird umgerüstet
Während die Besatzung der Campbeltown unter schweren Opfern den Hafen stürmt, setzen, oder versuchen es zumindest, die MTBs ihre Kommandos an Land abzusetzen. ML 192 wird schwer getroffen und rammt die alte Mole. Nur fünf des Kommandos überleben. Auch ML 262 wird perforiert, fast alle fallen. ML 268 bekommt noch auf dem Fluss einen Volltreffer und explodiert inmitten brennenden Benzins. Nur zwei Soldaten überleben das Inferno. Einigen MLs gelingt es ihre Leute am Hafen abzusetzen , andere geraten in Feuer und drehen ab. Einige wenige, wie zum Beispiel ML 160,  feuern Torpedos gegen, wie sie meinen, Sperrbrecher 137.

HMS Campbeltown kurz vor der Explosion
Die Kommandos, die es an Land schaffen, tun nun das, wofür sie Wochen trainiert haben.  Lieutenant Rodericks Trupp setzt binnen 20 Minuten vier Geschützstellungen außer Gefecht. Captain Roy zerstört das Geschütz auf dem Pumpenhaus und bezieht wie geplant Stellung an der Brücke zur alten Schleuse, um diese für den Rückzug der Demolition Teams offen zu halten.

Voll ausgerüstetes Commando Mitglied
Den schwierigsten Job hat wohl Lieutenant Chant, dessen Aufgabe es ist, das Pumpenhaus dem Erdboden gleich zu machen. Sie haben dies unzählige Male an dem identischen Gebäude am großen King George V Dock in Southhampton geprobt und finden so im Dunkeln den Weg 30 m tief in das Herz des Pumpenhauses. Nach Zündung der Ladungen bleibt ihnen 90 Sekunden das Gebäude zu verlassen. Ähnlich erfolgreich verläuft die Sprengung der übrigen Maschinen Häuser. Nur das Team, das sich um das andere große Normandie - Schleusentor kümmern soll, bekommt Probleme, da sich die Verhältnisse in St. Nazaire von denen in Southhampton unterscheiden.

Nach 30 Minuten haben die Demolition Teams ihre Arbeit erledigt. Selbst wenn die Campbeltown nicht explodieren würde, wäre die große Schleuse für Monate außer Gefecht gesetzt. Nun kann man den Rückzug angehen. Das Problem ist nur, dass von denen, die an Land sind niemand weiss, dass der Rückzug abgeschnitten ist. Keinem der MLs oder MTBs ist es gelungen, zum Sammelpunkt, der Mole zu manövrieren.. Alle wsind entweder zerstört oder durch das Abwehrfeuer aufs offene Meer gedrückt worden. Colonel Newman erkundet die Mole, sieht aber nur Verwüstung, keine Boote. Ihm ist klar, dass dieser Weg nicht aus St. Nazaire herausführen wird.

Militärisch ist die Lage aussichtslos. Die Überlebenden sind vom Wasser umschlossen. Vor sich nur die Brücke über die Südschleuse, die jedoch von Deutschen besetzt ist. Doch die Engländer wolten sich nicht ergeben. Sie wollen ausbrechen! In Windeseile wird  die Losung ausgegeben, sich durch die deutschen Linien zu kämpfen, das flache Land zu erreichen und den Heimweg über Spanien anzutreten. Diese Attacke auf die Brücke, von den Engländern Bridge D oder auch Bridge Of Memories genannt,  solle eingehen in die Historienbücher in einer Reihe mit solch heroischen Aktionen wie Rorke`s Drift oder The Charge Of The Light Brigade.

Captain Roy und seine Männer stürmen die Brücke und versuchen verzweifelt aus der Stadt auszubrechen. Doch anbrechendes Tageslicht und weitere deutsche Verstärkungen machen das Vorhaben unmöglich. Einer nach dem anderen wird ein Opfer der deutschen Greifkommandos. Währendessen durchsuchen Soldaten das Innere der Campeltown. Man vermutet versteckte Ladungen, doch man findet sie nicht.

Gegen 10:00, dem vermuteten Explosionszeitpunkt, sitzen Colonel Newman und sein kleiner Haufen Überlebender als Gefangene im deutschen Hauptquartier. Doch es ertönt keine Detonation zum erwarteten Zeitpunkt.  Erst gegen 10:35 erschütterte eine gewaltige Explosion den Hafen. Die Campbeltown ist in die Luft geflogen. Mit ihr werden ungefähr 150 Deutsche, die auf dem Zerstörer oder auf zwei Tankern im Innern der Schleuse arbeiteten, atomisiert. Im Umkreis von einer Meile regnete es Trümmer, die Schleuse wird vom Meer überflutet.

Der Sonntag wird von den Deutschen zum aufräumen genutzt und man erlaubt den Dockarbeitern am Montag Morgen wieder zur Arbeit zu gehen.  Plötzlich, 50 Stunden nach der Explosion der Campbeltown, erschüttert ein weiterer Big Bang St. Nazaire. Die Deutschen vermuten einen Anschlag der Resistance und ordnen Hausdurchsuchungen an. Kaum sind die Befehle erteilt, erschüttert eine weiter große Explosion den Hafen. Das ist zuviel für die Nerven der deutschen Soldaten. Den ganzen Tag über peitschen Schüsse durch die Strassen und töten und verletzten Zivilisten wie eigene Männer. Es ist ein einziges, riesiges Chaos.

Die Opferzahlen sind bedrückend. Von den 611 Engländern, die sich auf den Schiffen befanden, fallen 169. Zweihundert gehen in Gefangenschaft. Die Deutschen beklagen 42 Gefallene und 127 Verwundete. Nicht erwähnt werden die Toten auf der Campbeltown. Hitler gerät außer sich, als er von dem Raid erfährt. Die Zerstörungen sind so immens, dass es bis 1948 dauern wird, bis die Normandie-Schleuse wieder betriebsbereit ist.

Nur fünf Männern gelingt es, Colonel Newman`s  Befehl, sich einen Weg ins freie Land zu erkämpfen, um über Spanien England zu erreichen, in die Tat umzusetzen.