Marinefliegerei in der Royal Navy
1912 startete das erste Flugzeug der Royal Navy in der Bucht von Weymouth von einer Plattform, die auf dem Vorschiff des britischen Schlachtkreuzers HMS Hibernia montiert war. Dies war das erste Mal, dass ein Flugzeug von einem in See befindlichen Schiff gestartet wurde.
Seit diesem Tag hat die Royal Navy Luftschiffe, Seeflugzeuge, Flugboote und zehntausende von Flugzeugen und Helikopter in ihren Diensten gehabt. Die Navy baute und stellte mehr als 100 Flugzeug tragende Schiffe und über 100 Basen und Flugschulen in Dienst.
Die meisten der innovativen Ideen die es überhaupt ermöglichten, Flugzeuge auf See zu stationieren und einzusetzen stammen aus Großbritannien. Viele erdacht und entworfen von Offizieren der Royal Navy. Viele Konzepte und Taktiken, die von vielen Luftwaffen weltweit umgesetzt wurden, wurden von der Royal Navy erfunden.
Es mag viele, die diese Zeilen lesen überraschen, dass dass die Royal Navy schon immer eine der größten und best ausgerüsteten Luftwaffen der Welt hatte und immer noch besitzt. Die Aufgabe des Zentrums für Naval Aviation Records and Research (Marineflieger-Zentrum für Forschung und Dokumentation) als Teil der Verwaltung des Fleet Air Arm Museums besteht darin, relevante Dokumente, Photos und weiteres dokumentarisches Material zu sammeln und auszuwerten, die einen direkten Bezug, zu Menschen, Flugzeugen und Schiffen des fliegenden Teils der Royal Navy haben.
Die Panzerwagen, die von der Royal Navy im 1. Weltkrieg eingesetzt wurden, mögen ebenso überraschen, aber es demonstriert nur die Vielseitigkeit der Navy und dass sie nicht ausschließlich sich auf Flugzeuge und ihrer Einsätze beschränkte.
Das Fleet Air Arm Museum beherbergt 94 Flugzeuge in ihrer Sammlung. Die meisten sind komplett und in einem guten Zustand und könnten theoretisch sofort wieder in flugfähigen Zustand versetzt werden. Dies zu tun wäre ein finanzieller Kraftakt, aber es würde auch bedeuten, sie ihrer historischen Einmaligkeit zu berauben.
Sie zu fliegen oder nur die Motoren zu starten würde bedeuten, dass man viele ihrer Originalteile durch moderne Teile ersetzen oder verändern müsste. Damit wäre die Originalität des Flugzeuges unwiderruflich verloren. Um sie wieder flugfähig zu machen, müssten wichtige Teile wie Hydraulikleitungen, Nieten oder Armaturen müssten überholt werden. Selbst Lackierung und Beschriftungen müssten geändert werden. Solch ein Vorgehen wird von den Kuratoren für Kunst und historische Objekte abgelehnt, aber ist völlig normal bei Maschinen und industriellen Objekten. Das Fleet Air Arm Museum sieht seine Aufgabe darin, diese einzigartige Kollektion für die Zukunft zu bewahren. Es wird Wert darauf gelegt, die Materialien in ihrem Originalzustand zu bewahren, um Ingenieuren und Historikern eine Referenzquelle zu erhalten, sowie den Besuchern die wahre Geschichte zu präsentieren.
Seit 1996 haben Flugzeug Kurator David Morris und sein Team viele der Ausstellungsstücke untersucht um herauszufinden, wie viele der Exponate tatsächlich original sind und wie viele wieder mit einer besonderen Behandlung in ihren Fast-Originalzustand versetzt werden könnten.
Die großen Fragen im Jahr 1996 lauteten:
1. Kann ein Flugzeug, das vor Jahren übermalt wurde wieder in den Original Lack Zustand versetzt werden, vorausgesetzt der Originallack hat unter den Schichten „überlebt“?
2. Falls das Original wieder hergestellt werden könnte, was würde dieser Vorgang kosten und welchen Nutzen hat man davon?
1. Kann ein Flugzeug, das vor Jahren übermalt wurde wieder in den Original Lack Zustand versetzt werden, vorausgesetzt der Originallack hat unter den Schichten „überlebt“?
2. Falls das Original wieder hergestellt werden könnte, was würde dieser Vorgang kosten und welchen Nutzen hat man davon?
Im Jahr 2000 entschloss man sich, die Corsair FG-1 als ein Referenzbeispiel nach den Kriterien des Kurators zu restaurieren. Man ging davon aus, dass man damit ein weltweit einmaliges Experiment durchführen würde.
Nach drei Jahren sorgfältiger Arbeit, bei der Methoden der Archäologie und forensischer Wissenschaften eingesetzt wurden, gelang es, das Flugzeug wieder in seinen Urzustand zu versetzen. Zentimeter für Zentimeter, Lage für Lage wurde das Flugzeug untersucht, erforscht und von den Farben befreit, die 1963 bei der Übergabe an das Museum aufgetragen wurden.
Das Resultat ist atemberaubend. Die Corsair ist fast authentisch in den Zustand von 1944 zurückversetzt. Lackierung, Beschriftung, Schablonen, selbst Kratzer und Abnutzungsmerkmale sind wieder original. Von den 40 Corsair Exemplare, die weltweit entweder fliegen oder sich in Museen befinden gibt es keine, die in einem derartigen Zustand ist.
Albatros D V (Replik)
Hersteller. Williams; Konstruktionsnummer 0034, als D-EGKO. Eingesetzt bei Leisure Sport, Chertsey. Wurde in Lands End Airport am 1.8.1985 zum Verkauf angeboten. Am 5. 11. 1991 im Museum eingetroffen. Zertifikat zur Flugfähigkeit abgelaufen.
Technische Details des Original Flugzeuges:
Aufgabe: Einsitzer Jäger/Aufklärer; Hersteller: Albatross Werke GmbH, Ostdeutsche Albatros Werke, Schneidemühl; Motor: 180 und 200 PS Mercedes IIIa Wassergekühlter Reihen 6-Zylinder. Spannweite 29ft, 8,25 in, Länge 24ft 0,62 in; Höhe: 8ft 10,25in
Gewicht: 2.061 lbs beladen. Höchstgeschwindigkeit: 116 mph. Flugzeit: 2 Stunden
Bewaffnung: 2 starre Spandau MGs durch Schraube schießend.
Sopwith Dreidecker (Replik)
Baujahr: 1982. Bei Leisure Sport, Chertsey seit 25.3.1987. Ankunft im Museum: 18. 10. 2004Wurde am 19.10 2004 aus der Ausstellung genommen und in Restaurierungshangar verlegt.
Nach Cobham Move im Mai/Juni überführt und als Nr. 5459 in den Farben der 9. Schwadron Royal Navy Air Service (RNAS) lackiert Seit dem 7. 6. 2005 wieder Teil der Ausstellung.
Technische Details des Originalflugzeuges:
Aufgabe: Einsitziger Jäger/Aufklärer. Hersteller: Sopwith Aviation Company Ltd, Clayton & Shuttleworth Ltd und Oakley Ltd. Motor: 110 oder 130 PS Clerget. Spannweite: 26ft 6in; Länge: 18ft 10un, Höhe: 10ft 6in, Gewicht: 1,541 lbs, Höchstgeschwindigkeit: 117 mph
Reichweite 2h 45. Bewaffnung: ein Vickers Maschinengewehr synchronisiert mit Schraube.
Fairey Fulmar
Hersteller: Fairey Aviation in Heaton Chapel. Baunummer F.3707. Erstflug: Duncan Menzies fliegt die Maschine zum ersten Mal in Ringway am 4.1.1940. Am 5.5. 1940 nach Boscombe Down wegen Flugversuche zur C Squadron verlegt. Anschließend Dienst auf FlugzeugträgerIllustrious. Im Dezember Austausch des Motors und Umbau zur Version Mk II mit Merlin 30 Motor. Im Juli 1945 in Church Broughton stationiert. Während der 50 er Jahre Dienstflugzeug der Fairey Aviation. Juni 1959 Lackierung in Tarnfarben. 6. 7. 1959 Zertifikat zur Flugfähigkeit erlischt. 1961 immer noch flugtauglich in Waltham stationiert. 18. 12. 1962 findet der letzte beurkundete Flug nach Lossiemouth zur Royal Navy statt. 22. 9. 1972 Übergabe an das Fleet Air Arm Museum. Einziges noch existierendes Exemplar weltweit.
Technische Details:
Aufgabe: zweisitziger Jäger. Motor: Rolly Royce Merlin III mit 1.035 PS. Spannweite: 46ft 4,5in. Länge: 40ft 2in. Höhe: 14ft. Gewicht:10.700 lbs beladen. Höchstgeschwindigkeit: 246 mph bei 9.000 Fuß. Reichweite: 650 nautische Meilen mit normalen Tanks, 865 nautische Meilen mit Spezialtank. Bewaffnung: 8 Browning MGs
Supermarine Seafire F 17
Hersteller: Westland Aircraft, Yeovil am 25. 9. 1945. Am 28.1. 1946 nach RNAS Culham überführt. 28.1.1946 Staionierung in Henstridge. 5.4. 1946 Stationierung in Fleetlands. 17.6.1947 im Werk EWestland Aircraft Yeovilton. 26.8.1947 Stationierung in Gosport. 27.2.1958 Staionierung in Fleetlands. 21.4. 1948 Stationierung in Anthorn.Einmottung der Maschine am 17.3.1950 in Stratton. Am 18.6.1951 wieder in Dienst gestellt.
3.3. 1976 Ankunft im FAAM.
Technische Details:
Aufgabe: einsitziger Jäger, Jagdbomber & Aufklärer. Hersteller: Vickers Supermarine in Cunliffe-Owen und Westland Aircraft Ltd. Motor: Rolly Royce Griffon VI mit 1.850 PS. Spannweite: 36ft 10in. Länge: 33ft 7in. Höhe: 12ft 9in. Gewicht: 8.010 lbs. Höchszgeschwindigkeit: 387 mph in 13.500 Fuß. Reichweite 440 Meilen mit Extratanks. Bewaffnung: zwei 20 mm Kanonen und vier 0,303 Kanonen, sowie 60 lbs Raketen.
Yokosuka MXY-7 Ohka II
Die „Kirschblüter“ war eine Selbstmord Mascine, die 20 Meilen vom Ziel vom Trägerflugzeug ausgeklinkt wurde.Dieses Exemplar wurde im Juni 1982 dem Museum übergeben.
Technische Details:
Aufgabe. Einsitziges fliegendes Selbstmordflugzeug.
Hersteller: Yokosuka
Motor: drei Typ 4 MK 1 Modell 20 Feststoffraketen.
Spannweite: 16ft 9in. Länge: 19ft 11in. Höhe: 3ft 10in. Gewicht: 4.178 lbs. Höchstgeschwindigkeit: 350 Knoten. Reichweite: 20 Meilen. Flugzeit: 8 – 10 Sekunden.
Bewaffnung: Sprengkopf mit 2.646 lbs Sprengstoff.

















