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Der Endkampf in Berlin

Michael Petrowitsch Minin hißt am 30. April das Rote Banner N5 über dem Reichstag
Großadmiral Karl Dönitz
An diesem Tag aber konzentrierte sich die russische Aufmerksamkeit auf den Reichstag.  Drei Bataillone greifen um 10.00 nach Artillerievorbereitung an. Der Widerstand, der ihnen von der Flak des Oberleutnants Franz und den 8,8 cm Geschützen der Batterien Radloff und Richter  entgegenschlägt, lässt sie nur langsam vorankommen. Ein angeschlagener Königstiger mit der Nummer 314 gibt von einem Erdbunker Feuerschutz und hält die Russen-Panzer auf der anderen Seite der Spree auf Distanz. Letztendlich gelingt es dem Schützenregiment 756 unter Hauptmann Neustrojew in das Gebäude einzudringen. Um 20.50 wehte die rote Fahne auf der Kuppel des Reichstages. Diese Nachricht erreicht Hitler nicht mehr. Er hat bereits zusammen mit seiner Frau Eva Braun gegen 15.30 Selbstmord begangen.
Um 18.07 schickt Bormann an Großadmiral Dönitz einen Funkspruch: “Anstelle des bisherigen Reichsmarschall Göring setzt der Führer Sie, Herr Großadmiral, als seinen Nachfolger ein. Schriftliche Vollmacht folgt“. Kein Wort von Hitlers Tod. Diesen erfährt Dönitz erst am nächsten Tag um 14.46. Am Abend beginnen chaotische Diskussionen über die nächsten Schritte in der Reichskanzlei. Weidling will den Ausbruch, Goebbels, der neue Reichskanzler, ist strikt dagegen. Gegen 02.00 gehen Krebs, der leidlich russisch spricht, Oberst von Dufving und der lettischer Obersturmführer Neilands als Dolmetscher zu Tschuikow`s Gefechtsstand am Schulenburgring in Tempelhof. Doch die Russen wollen von einem Waffenstillstand nichts wissen. Sie wollen die bedingungslose Kapitulation. Krebs kehrt unverrichteter Dinge in die Reichskanzlei zurück.  Wenig später, um 10.40 ein Trommelfeuer auf die letzten verteidigten Zonen der Innenstadt nieder. Flugzeuge greifen die Flak Türme an.

Avro Lancaster mit Luftmine
US Bomber Pulk
Mit der Einschließung Berlins am 25. April beginnt der finale Kampf der Reichshauptstadt. Hitler ist gewillt, die Stadt bis zum Äußersten zu verteidigen und ist entschlossen, Stalin nicht lebend in die Hände zu fallen. Die Royal Air Force fliegt ihren letzten großen Nachtangriff auf die Reichshauptstadt in der Nacht zum 21. April. Die Amerikaner beenden ihre Luftkampagne mit einem Tagesangriff am 21. April, nachdem sie bereits am Tag zuvor mit 1.000 Bombern den Schutt der Innenstadt nochmals umgegraben haben.
Am 24. April machen sich ein Kampfbataillon und eine Begleitkompanie der 33. SS-Division „Charlemagne“ unter Führung des SS Generalmajor Dr. Krukenberg mit zwölf  LKW auf den Weg nach Berlin. Die Division wurde in Hinterpommern in den März Schlachten zerschlagen und zur Auffrischung nach Neustrelitz verlegt. Doch die Ruhe hält nicht lange vor. Der exzellent französisch sprechende Jurist Krukenberg stellt die jungen Franzosen vor die Wahl zu kämpfen, oder im Stellungsbau zu arbeiten. Er erklärt ihnen schonungslos die Lage. Daraufhin votieren 60 % , darunter auch Offiziere, für den Stellungsbau. Der Rest zieht unter Führung des Hauptsturmführers Fenet mit Krukenberg nach Berlin. Es gelingt ihnen im letzten Augenblick bei Falkenrehde in die Stadt zu fahren, bevor der Ring sich schließt.
Am 26. April fliegt Flugkapitän, Versuchspilotin und glühende Nazi Anhängerin Hanna Reitsch mit dem neuen Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Ritter von Greim, über Gatow mit einem Fieseler Storch zur Ost-West Achse im Tiergarten, um Hitler einen Besuch abzustatten.
In der Nacht vom 27. April lässt Dönitz noch ein Bataillon, Krukenberg spricht von einer Kompanie, Marinesoldaten nach Gatow fliegen. Sie sollen mit der SS-Division „Nordland“ das Zentrum verteidigen. Gatow selbst geht bereits am gleichen Tag verloren.
Die Verteidigung Berlins ist in Zonen eingeteilt. Die Zone Z, die Innenstadt, wird von SS Generalmajor Mohnke geführt. Diese Zone ist in zwei Verteidigungsabschnitte geteilt: Unterabschnitt West und Ost. West wird von Oberstleutnant Seifert  mit Gefechtsstand im Reichsluftfahrt-Ministerium geführt, Ost von Dr. Krukenberg mit Gefechtsstand in der Staatsoper. Trennlinie ist die Wilhelmstrasse.
Am 23. April wird General Weidling, Kommandeur des LVI. Panzerkorps zu Hitler in die Reichskanzlei zitiert, da er ihn wegen Befehlsverweigerung erschießen lassen will. Dort stellt sich schnell heraus, dass alle Anschuldigungen frei erfunden sind und im Gegenzug überträgt Hitler ihm die Gesamtverantwortung für die Verteidigung Berlins mit direkter Unterstellung seinerseits. Weidling unterteilt die Stadt in Kampfzonen. Zone A & B (Ost): Generalmajor Mummert ,jetzt kommandierender General des Korps, Zone C (Südost): SS Brigadeführer Ziegler - SS-Panzergrenadierdivision „Nordland“, Zone D (Tempelhof). Oberst Wöhlermann  Korpsartillerie-Kommandeur. Zone E (Südwest & Grunewald): Generalmajor Rauch - 18. Panzergrenadierdivision, Zone F (Spandau & Charlottenburg): Oberstleutnant Eder.
Sehr schnell stellt sich heraus, dass die angegebenen Stelllungen und Befehlsbunker reiner Fantasie entsprechen. Es gibt sie schlicht nicht. Die gesamte Verteidigung Berlins war auf Sand gebaut. Man hatte schlicht versäumt, die wirklich notwendigen Bauten fristgerecht zu erstellen. Die Anzahl der einsatzbereiten Panzer der Division "Nordland" an diesem Tag werden von Dr. Krukenberg mit acht Tigern und Sturmgeschützen angegeben, die allesamt im Tiergarten stehen. Bis zum 26. April abends werden die Verteidiger von den Russen im Norden bis zur Ringbahn, mit dem Flakturm Humboldthain als Korsettstange, zurückgedrängt. Im Osten verläuft die Hauptkampflinie ungefähr im Bereich Prenzlauer Allee - Flak-Turm Friedrichshain - Friedrichshain - Schloss - Spittelmarkt - Belle Alliance Platz - Schmargendorf - Grunewald - Havel.

Hotel Adlon
Russische Stoßrichtung über die Moltkebrücke zum Reichstag.
Am nächsten Tag wird das Artilleriefeuer auf die Innenstadt intensiviert. Weidling zieht mit seinem Stab in den Bendlerblock um und registriert heftige Angriffe entlang der Frankfurter Allee und an vielen weiteren neuralgischen Punkten der Innenstadt. Von überall strömen Kampf ungewohnte deutsche Soldaten ins Zentrum. Die 18. Panzergrenadierdivision wird angewiesen, mit den letzten Panzern und 15 SPWs in Richtung Potsdam anzugreifen. Doch der Angriff bricht beidseits der Avus im konzentrischen Feuer der Sowjets schnell zusammen. Aus dem Angriff wird ein Rückzug, der erst am Kurfürstendamm gestoppt wird.
Immer wieder retten einzelne Tiger der SS Panzerabteilung 503 die Lage im Westen. Im Unterabschnitt Ost des Zentrums liegen viele Regimenter der „Nordland“, „Danmark“ und „Charlemagne“ in Reservestellung in Kellern der Leipziger Strasse, die immer noch befahrbar ist. "Norge" und "Danmark" sind je 600 Mann stark, sind aber keine homogene Einheiten mehr. Der Druck auf die Verteidiger wird immer stärker. „Müncheberg“ kann die Position am Anhalter Bahnhof nicht mehr haltern und zieht sich nach Norden zurück. Divisionschef Mummert verlegt seinen Gefechtsstand in die 1. Etage des U-Bahnhofes Potsdamer Platz. Auch die „Nordland“ verlegt ihren Gefechtstand in den U-Bahnhof Stadtmitte. Die Division versorgt sich aus den Lebensmittellager am Gendarmenmarkt und Panzerfäuste, der Schrecken der russischen T 34 Besatzungen, bekommen sie in der Reichskanzlei. Die Verwundeten werden im Hotel Adlon, später in der Reichskanzlei versorgt.
In diesen Stunden kämpfen sich die Reste des Bataillons „Charlemagne“ aus Neukölln und dem Anhalter Bahnhof zurück in die Nähe des U-Bahnhofes Mitte. Dr. Krugmann zeichnet eine Reihe von den Kämpfern, die sich gegen eine ungeheure Übermacht wehren müssen, mit Eisernen Kreuzen aus.
In der Nacht des 27. April findet auch die letzte Lagebesprechung in Hitlers Bunker statt. Düsterer Pessimismus macht sich breit. Mohnke erzählt von sechs Russenpanzern, die es geschafft hatten, bis zum Wilhelmplatz vorzustoßen. Erst dort konnten sie von Panzervernichtungstrupps der „Charlemagne“ erledigt werden. Bei diesem Kampf gelingt dem Franzosen Vaulot sein 6. Panzerabschuss in Berlin.  Die Generäle, die früher mit Divisionen und Korps Angriffe planten, erzählen heute von einzelnen Geschützen, die sie in Richtung  Belle- Alliance - Platz und Unter den Linden postiert haben. Weidling berichtet vom Verlust des letzten großen Versorgungslagers am Westhafen und deutet die Sinnlosigkeit des Kampfes an.
Am Morgen des 28. April greift die „Charlemagne“ eine Panzerversammlung am Belle-Alliance-Platz an und vernichten eine Reihe von ihnen. Auch der „Norge“ gelingt am Spittelmarkt einen Panzervorstoß mit drei Abschüssen zu stoppen. An diesem Tag weist Stalin seinen Heerführern neue Trennungslinien zu. Bevorzugt wird dabei Schukow, dem die Innenstadt mit dem Reichstag zufällt.
Schukow überträgt Generalmajor Perewjortin vom LXXIX. Schützenkorps der 3. Stoßarmee die historische Aufgabe, den Reichstag zu stürmen: „Die Spree überschreiten, das Reichstagsgebäude besetzen und auf ihm die Fahne des Sieges hissen“. Für die Russen ist der Reichstag das Synonym für die Hitlerherrschaft und das Leid was diese über die Sowjetunion gebracht hat. Während Perewjotkin den Sturm plant, brütet Weidling über einem Ausbruchsplan. Die letzten 40 Panzer und Sturmgeschütze sollen den Weg über die Havelbrücken bei Pichelsdorf nehmen und Hitler und sein Gefolge aus Berlin herausschaffen.
Goebbels explodiert förmlich, als er von dem Plan erfährt und versucht ihn lächerlich zu machen. Für ihn ist es klar, dass die Götterdämmerung in Berlin stattfinden muss, soll die Idee des Nationalsozialismus den Zusammenbruch überleben. Hitler wägt ab und kommt zu dem Schluss, dass er bis zu seinem Freitod in der Reichshauptstadt bleiben würde. Auch wohl mit dem Hintergedanken, dass „der Kampf des Führers bis zur letzten Patrone“ Goebbels Theorie wahrscheinlicher machen wird. Der Plan Weidlings wird abgelehnt. In der Nacht zum 29. April heiratet Hitler Eva Braun und diktiert seiner Sekretärin Junge sein persönliches und politisches Testament.
Der 29. April ist begleitet von Auflösungserscheinungen. Hitler erfährt von Himmlers Aktivitäten einen Separatfrieden mit den West-Alliierten zu finden. Als man seinen Adjutanten und Hitler Schwager General der Waffen SS Fegelein beim Verlassen der Stadt auffindet, wird er als Mitinitiator der Himmler Aktion und Deserteur im Garten der Reichskanzlei erschossen. Im Stadtzentrum beherrscht die deutschen Kämpfer die Hoffnung an einen Entsatz durch die Armee Wenck. Ihre letzte Hoffnung. Und darum harren sie weiter gegen den übermächtigen Gegner aus. Der „Charlemagne“ Kämpfer Vaulot erhält von Dr. Krukenberg für die Vernichtung von acht Feindpanzern das Ritterkreuz.  Weitere Soldaten der „Nordland“ und “Charlemagne“ sowie der Kommandeur der schweren SS Panzer abteilung 503, Sturmbannführer Herzig bekommen das Ritterkreuz aus der Hand von Generalmajor Mohnke.
Die Franzosen halten nun die Hedemann Strasse bis zum Nachmittag. Dann müssen sie zur Puttkamerstrasse zurück. Der Anhalter Bahnhof ist von Russen besetzt. In der Lindenstrasse kämpfen die letzten 63 Männer der Flak Abteilung „Nordland“ - als Infanteristen. Am Spittelmarkt, dem Eingangstor zur Leipziger Strasse halten Gruppen der „Norge“. Am Alexanderplatz kämpft Generalmajor Bärenfänger mit seinen Männern, im Nordosten halten die Flak Türme den Gegner in Schach.
Am Reichstag ist seit den frühen Morgenstunden die Hölle los. Infanteristen des 756. Schützenregiments gelingt es die schwer beschädigte Moltkebrücke zu überwinden und sehen sich mit einem Gebäude des Innenministeriums konfrontiert, welches sie „Himmler Haus“ nennen. Bis zum Abend hält sie der deutsche Widerstand auf. Dann wird der Widerstand gebrochen und der Weg zum Reichstag ist frei. Der Reichstag selbst wird von SS, Resten der 9. Fallschirmjäger Division und Mitgliedern des nach Gatow geflogenen Marine Bataillons verteidigt. Zur gleichen Zeit fragt Hitler General Mohnke:“ wie lange können sie noch halten?“ Mohnkes Antwort: “Maximal 20 - 24 Stunden“.
Am Alexanderplatz gelingt es tollkühnen russischen Artilleristen von Bersarins 5. Stoßarmee aus offenen Feuerstellungen das Polizeipräsidium zusammenzuschießen. Am Abend hisst Unterleutnant Gromow das Banner auf dem Roten Rathaus. Am Abend findet in Hitlers Bunker eine letzte Lagebesprechung statt. Seine Frage nach dem Wo und Wie der Armee Wenck und den Truppen Steiners gibt es von Keitel und Jodl nur niederschmetternde Antworten: „1. Spitze Wenck liegt südlich Schwielow See fest. 2. 12. Armee kann daher Angriff auf Berlin nicht fortsetzen. 3. 9. Armee mit Masse eingeschlossen. 4. Korps „Holste“ in die Abwehr gedrängt.“
Am 30. April werfen die Russen nochmals alles in den Kampf. Man will Stalin am 1. Mai den Fall der Stadt melden. Doch noch geht der Kampf unvermindert weiter. Im Westen finden schwere Kämpfe an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis Kirche und der Budapester Strasse statt. Am Landwehrkanal fahren einige Panzer und Vierlings Flak auf Halbkettenfahrzeuge der „Nordland“ einen Angriff. Er schlägt fehl und man verliert einen Königstiger, der von einem IS Stalin über den Landwehrkanal hinweg abgeschossen wird. Am Potsdamer Platz verwehrt Oberscharführer Turk mit seinem Königstiger das Weiterkommen der russischen Panzer. Gegen Mitternacht flaut dort der Kampf ab.

Die Goebbels Familie
Brandenburger Tor mit Sowjetflagge
Am 1. Mai wird der Kessel um die Reichskanzlei weiter eingedrückt. Bormann schenkt Dönitz reinen Wein ein und teilt ihm mit, er sei jetzt der neue Reichspräsident. Gegen 19.00 kehrt Weidling in seinen Bunker im Bendlerblock zurück. Die Generale Krebs und Burgdorf  erschießen sich. Magda Goebels tötet ihre sechs Kinder und sie und ihr Mann begehen Selbstmord. Gegen 21.00 verabreden Mohnke und seine Truppenführer den Ausbruch aus Berlin. Mit Weidling wird vereinbart, nicht vor dem Morgen des 2. Mai zu kapitulieren, um den verschiedenen Gruppen Gelegenheit zum Ausbruch zu geben.
Der 1. Mai und die Bedeutung dieses Tages für die Rotarmisten hilft den Ausbruchswilligen bei ihrem Unternehmen. Wer feiert, kämpft nicht und so gelingt es vielen Gruppen sich unerkannt vom Feind zu lösen. Turk mit seinem Königstiger steht noch am Potsdamer Platz. Es ist still und der U-Bahnhof ist voller Zivilisten. Dort erfährt er von einem Soldaten, dass in der Nacht über die Weidendammer Brücke ausgebrochen werden soll. Turk schickt HJ und Volkssturm nach Hause und begibt sich mit den Männern, die er sammeln kann,  Richtung Spandau.
Die Reste der Division „Müncheberg“, einige Panzer IV und die Königstiger führen eine Marschsäule über die Ost-West Strasse in Richtung Spandau an. In Halensee folgen ihnen zwei weitere Königstiger und SPWs der 18. Panzergrenadierdivision . Vor der Schulenburg Brücke in Spandau staut sich bei Morgengrauen ein unendlicher Strom von Fahrzeugen. Die Russen haben einen Riegel aufgebaut und versuchen mit allen Mitteln den Übergang zu verhindern. Mummert formiert eine Angriffsgruppe. Die letzten beiden Königstiger fahren an die Brücke, um Feuerschutz zu geben. Dann preschen vier Panzer, Flak und Sturmgeschütze hinüber  und decken von drüben. Blitzschnell wird die russische Brückenwache und deren Paks ausgeschaltet und weiter auf Spandau Mitte zugehalten. Aber die Russen schießen von Häuserdächern, mit Artillerie und setzen Tiefflieger ein. Doch Zehntausende wollen über die Brücke. Der Ansturm ist so groß, dass es den ganzen Tag dauern wird, bis der letzte die Brücke passiert hat. Und der weitere Weg durch Spandau und nach Staaken ist nicht weniger verlustreich als der erste Abschnitt. Am Bahndamm von Staaken geht es nicht weiter Die Panzer können die hinter dem Damm geparkten Granatwerfer nicht erreichen und ausschalten. Russische Parlamentäre mit Hitlerjungen erklären den Deutschen, dass der Krieg für sie vorüber sei, doch die große Masse will weiter zur Armee Wenck. Am Abend des 3. Mai brechen sie durch. Die, die es  schaffen, werden wenig später bei Döberitz von einer weiteren Sperre der Russen mit schwerem Feuer aufgehalten. Nur wenige kommen durch. Der Rest fällt oder geht in Gefangenschaft.
Am 1. Mai um 23 Uhr macht sich General Mohnke mit einer Gruppe Ausbruchswilliger auf den Weg. Mit dabei sind einige aus Hitlers Bunker. So auch die beiden Hitler Sekretärinnen Junge und Christian. Das Ziel ist die Weidendammer Brücke. Man nutz die U-Bahn Schächte um unentdeckt voran zu kommen. Im Morgengrauen sind sie am Humboldthain. Auch die Überlebenden der Divisionen „Norge“ und „Nordland“ machen sich zum Abmarsch bereit und sammeln sich beim S-Bahnhof Friedrichstrasse. Hier wimmelt es bereits von Menschen. Der Königstiger mit der Nummer 314, zusammen mit 4 weiteren Panzern und acht SPWs bilden die Spitze. Der Königstiger fährt über die Weidendammer Brücke und überfährt  eine Panzersperre. Noch ist es ruhig beim Russen. Erst als Befehl zum Abmarsch gegeben wird, bekommt der Tiger nach einigen Hundert Meter einen Treffer. Nun sind die Russen hellwach. Aus der Johannis- und Ziegelstrasse schlägt den Deutschen Feuer entgegen. Schnell werden einige Panzer und SPWs vernichtet. Einzig und allein der Königstiger, von einem ortskundigen SS Offizier begleitet, schafft den ersten Durchbruch, nur um einige hundert Meter weiter vor einer weiteren Panzersperre zu landen.
Hinter dem Tiger bricht die Hölle los. Russische Artillerie hält auf die Brücke, Granatwerfer feuern aus allen Rohren. Ein deutscher SPW mit 4,7 cm Pak bestückt verschießt in diesen Minuten 50 Schuss, um das gegnerische Feuer in der Friedrichstrassee auszuschalten. Ein brennendes Sturmgeschütz versperrt den Weg. Erst gegen 3 Uhr in der Früh ist er soweit ausgebrannt, dass er gefahrlos passiert werden kann. Doch nur wenigen gelingt der Marsch zum nächsten Sammelpunkt, dem Humboldthain. Dort bespricht sich General Bärenfänger mit seinen Soldaten bevor entschieden wird, aufzugeben. Doch nicht  alle schließen sich dem an. Einzelne Gruppen wagen den Durchbruch und eine, bestehend aus fünf Sturmgeschützen, schafft es tatsächlich bis in den Raum Oranienburg, wo man auseinander geht.
Am Bahnhof Friedrichstrasse versuchen immer wieder kleine Gruppen durchzubrechen. So auch Bormann, der aber am Lehrter Bahnhof fällt. Hitlers Fahrer Kempka schafft es tatsächlich Dank einer jugoslawischen Fremdarbeiterin aus Berlin heraus. Er schwimmt bei Wittenberge am 30. Mai durch die Elbe und wird in Berchtesgaden von den Amerikanern verhaftet.
Das offizielle Ende der Schlacht um Berlin wird am 2. Mai um 05.00 registriert. Weidling wird in Tschuikows Hauptquartier nach Tempelhof gefahren, wo er die Kapitulationsurkunde unterschreibt. Am Nachmittag fahren ihn die Russen durch das zerstörte Berlin, um ihm nochmals den Grad der Zerstörung vor Augen zu halten. Auch der Flak Bunker Zoo ergibt sich um 05.00. Die Besatzung muss zum Tiergarten marschieren, wo bereits russische Panzer in Paradeaufstellung stehen. Die russischen Soldaten bieten den Verlierern Zigaretten an. Gegen Mittag ergibt sich im Tiergarten der letzte SS Stützpunkt der 79. Gardedivision.
Viele versuchen auch in den nächsten Tagen unerkannt aus Berlin zu fliehen oder sich zumindest zu verstecken. Der Generalmajor der Waffen SS, Dr. Krukenberg, taucht in Dahlem unter. Doch am 14. Mai meldet er sich offiziell beim russischen Kommandanten in Steglitz. Er will die Gefangenschaft mit seinen Soldaten teilen. Diese Bitte gewähren ihm die Russen für 11 Jahre.