4-Tage Reise Thüringen
Thüringen ist nicht nur ein wunderschönes Land mit einer einzigartigen Geschichte, Wirkungsstätte großer Dichter, Denker und Musiker wie Bach, Schiller und Goethe, sondern auch ein Land mit einer dunklen Vergangenheit. In den Jahren 1944 und 1945 ließ Gauleiter und Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz, Fritz Sauckel, aus Thüringen eine unterirdische Rüstungsschmiede für Hitec Waffen wie den Jet Me 262 unterirdisch in Kahla errichten. SS General Kammler war verantwortlich für den Raketenbau im Mittelwerk bei Nordhausen. Diese Reise beschäftigt sich mit dieser Zeit und ihren Hinterlassenschaften.| 1. Tag | Fahrt mit dem Coach of Excellence von unserem Startplatz Köln-Hauptbahnhof ins idyllische Merkers. Dort werden wir in die „Nazi-Schatzkammer“ im ehemaligen Kaliberwerk Merkers einfahren, wo Eisenhower, Bradley und Patton im Frühjahr 1945 unvorstellbare Goldmengen, Währungsreserven und Kunstschätze fanden, die die Nazi Bonzen und SS aus ganz Europa geraubt hatten. Anschließend geht die Fahrt weiter in das Mercure Hotel in der Altstadt von Erfurt. Bei einem Dinner werden wir uns auf die nächste Tage einstimmen. |
| 2. Tag | Dieser Tag gehört den großen Untertagebauwerken Kahla und Jonastal/Ohrdruf. Zunächst besuchen wir den Walpersberg in Kahla. Hier in der Porzellanstadt Thüringens ließ Sauckel mit der Firma REIMAHG die ehemalige Porzellansandgrube zu einer Fabrik für revolutionäre Jetflugzeuge ausbauen. Clou war die Startbahn, die auf dem Berg angelegt wurde. Danach geht die Fahrt weiter über Rudolstadt nach Stadtilm, wo Kurt Diebner und sein Team an einer Nuklearbombe bis März 1945 gearbeitet hat. Die Fahrt geht weiter durch die Bach-Stadt Arnstadt isn Jonastal. Dort werden wir eine Begehung des ehemaligen Bauvorhabens S-III unternehmen. Danach geht die Fahrt weiter nach Ohrdruf und an der Wachsenburg vorbei zurück nach Erfurt. |
| 3. Tag | Dieser Tag gilt den Zwangsarbeitern und Kz-Sklaven, die diese unterirdische Anlagen unter unmenschlichen Bedingungen errichten mussten. Die Fahrt führt uns nach Buchenwald, einem der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas von Juli 1937 bis April 1945 im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt, darunter 11.000 Juden. Nach der Befreiung 1945 wurde das Gelände von der sowjetischen Besatzungsmacht für ein Internierungslager genutzt (Speziallager Nr. 2), das bis 1950 existierte. Anschließend fahren wir ins nahe gelegene Weimar, um Goethe und Schiller Tribut zu zollen. Danach geht es wieder zurück ins Hotel nach Erfurt. Dinner im Hotel. |
| 4. Tag | Heute geht es zur letzten Station der Reise, nach Nordhausen. Dort wurde im Kohnsteinmassiv die zentrale Fertigung für die V 2, die Heinkel 162 und Düsentriebwerke eingerichtet. Häftlinge aus Buchenwald mussten dafür die alten Kavernen zu einer riesigen unterirdischen Anlage ausbauen. Hier erwartet uns ein 5-stündiges Führungsprogramm, das uns sämtliche Aspekte von Mittelbau-Dora erklären wird. Nach dem Besuch der Anlage geht die Fahrt am späten Nachmittag zurück nach Köln. |
