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Das „Kleine Den Haag des Ostens“

Arnheim am Niederrhein
Die holländische Provinz Gelderland mit ihrer Hauptstadt Arnheim liegt im zentral-östlichen Teil der Niederlande. Im 11. Jahrhundert trug die Grafschaft den Namen Gueldern und wurde 1339 in das Herzogtum Geldern umgewandelt. Durch den Vertrag von Venlo fiel Gelderland an die Niederlande, die unter der Herrschaft spanischer Habsburger standen. Im 19. Jahrhundert war Arnheim ein eleganter Urlaubsort, berühmt wegen seiner pittoresken baulichen Schönheiten. Man kannte es als „das kleine Den Haag des Ostens“. Das lag an einer Reihe vermögender westindischer Zucker-Barone, die ähnlich Bauten wie im mondäneren Den Haag errichteten. Selbst heute ist die Stadt wegen seiner vielen Parks und Wälder berühmt. Die Verstädterung der nördlichen Hügellandschaft von Arnheim ist ebenfalls ein gutes Beispiel modernen holländischen Städtebaus.
 

Historischer Hintergrund

John Frost Brücke
Es waren die Russen, die im Mai 1945 ihre Flagge über den Ruinen des Reichstages hissten. Damit wurde sinnbildlich der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Doch diese Truppen, die Berlin einnahmen hätten ebenso britische oder amerikanische Truppen sein können, falls sich die Ereignisse um eine Kleinstadt in Holland anders entwickelt hätten.

Wenn die Operation Market Garden in und um Arnheim ein Erfolg geworden wäre, hätten die westlichen Alliierten sich einen Weg durch und über die letzte natürliche Barriere Großdeutschlands, den Rhein, erkämpfen können. Ihre Panzer und Soldaten hätten möglicherweise Wochen vor den Russen Berlin erreicht und damit den Krieg bereits Weihnachten 1944 beenden können. Das Schicksal Nachkriegseuropas hätte vielleicht eine andere Wendung genommen..
Market Garden war einer der kühnsten Pläne des gesamten Zweiten Weltkrieges. 30 000 britische und amerikanische Fallschirmjäger sollte hinter den feindlichen Linien abgesetzt werden, um acht Brücken über Flüsse und Kanäle in der Nähe der deutschen Reichsgrenze zu besetzen.