Bernard Montgomery
Bernard Montgomery wurde am 17. November 1887in London-Kensington geboren. Als Sohn eines Geistlichen nordirischer Abstammung und einer Pfarrerstochter wächst er zunächst in Tasmanien auf. Nach der Rückkehr nach England im Jahre 1901 absolviert er die St. Pauls School und tritt 1908 im Alter von 21 Jahren dem Royal Warwickshire Regiment bei. Anschließend besucht er die Militärakademie Sandhurst. Während des 1. Weltkrieges dient er an der Westfront. Nach dem Krieg erhält der begabte junge Offzier eine Reihe von Positionen als Truppen- und Stabsoffizier in Palästina, Ägypten, Indien, Irland, Australien und England. 1937 ist er Infanterie-Brigadier in Portsmouth/England und1938 wird er zum Major-General befördert.
Bevor der Krieg ausbricht erhält er den Oberbefehl über die 3. Division, die in Südengland stationiert ist. Mit Ausbruch des Krieges wird er der BEF (British Expeditionary Force) unterstellt und von Dünkirchen aus evakuiert. Ab 1941 ist er Oberbefehlshaber des Südkommandos in England.
Monty bevorzugt Wohnwagen
Nachdem General Erwin Rommel die britische 8. Armee bis nach Ägypten zurückgedrängt hat, wird Montgomery an Stelle Auchinlecks zum Oberbefehlshaber der 8. Armee in Afrika ernannt. Dort pflegte er nicht unbedingt den üblich Generalsstil. Obwohl er ein luxuriöses Haus bewohnte zofg er es vor, in einem Wohnwagen im Garten zu wohnen. Obwohl er selber strikter Antialkoholiker und Nichtraucher war, sorgte er immer dafür, dass seine Mannschaften mit Tabakwaren großzügig versorgt waren. Er war bei seiner 8. Armee durchaus beliebt.
Sein Sieg in der Schlacht bei El Alamain leitet die Wende in der westalliierten Kriegsführung ein: Am 4. November 1942 musste General Rommel den Rückzug antreten. In den folgenden Monaten drängt Montgomerys Armee, gemeinsam mit den im November 1942 in Nordafrika gelandeten amerikanischen Truppen, die deutsch-italienischen Truppenverbände bei Tunis zusammen und zwingt sie am 13. Mai 1943 zur Kapitulation.
Stress mit Eisenhower
Nach der deutschen Kapitulation in Nordafrika landet Montgomery im Mai 1943 zusammen mit den amerikanischen Streitkräften auf Sizilien und setzt nach Italien über. Im Dezember 1943 ernannte Dwight D. Eisenhower Montgomery zum Oberbefehlshaber der britischen Invasionsarmee und erhält die Aufgabe, den Hauptteil der deutschen Kräfte in der Normandie zu binden. Dies ermöglicht es der amerikanischen 12. Army Group in die Weite des französischen Raumes durchzubrechen. Montgomery wollte einen machtvollen Stoß via das Ruhrgebiet direkt nach Berlin. Dies wurde jedoch von Eisenhower zurückgewiesen. Sen Verhältnis zu dem alliierten Oberbefehlshaber war professionell solide, doch häufig kollidierten seine Meinung mit der von Eisenhower.
Am 1. September 1944 wird er zum Field Marshal promotet. Zu diesem Zeitpunkt befehligte „Monty“ die 21. Army Group, die Antwerpen nahm, aber Arnheim verlor. Die 21. Army Group war auch in die Kämpfe um die Ardennenschlacht eingebunden und am 24. März 1945 gelang ihr der Rheinübergang bei Wesel. Am 4. Mai 1945 nahm er die offizielle Kapitualation der deutschen Armee in der Lüneburger Heide an.
Nach dem Krieg diente Montgomery zwischen 1946 und 1948 als „Chief of the Imperial General Staff“ und von 1951 bis 1958 als Oberkommandierender der NATO Streitkräfte in Europa. 1958 scheidet er aus dem aktiven Dienst aus und schreibt seine Memoiren.
Darin deklassiert er General Dwight D. Eisenhower als "zweitklassigen Soldaten, der die Strategie des Normandie-Feldzuges nie richtig verstanden hat". Am 24. März 1976 verstarb der 1946 wegen seiner Verdienste zum Viscount ernannte Feldmarschall i Islington Mill.
Darin deklassiert er General Dwight D. Eisenhower als "zweitklassigen Soldaten, der die Strategie des Normandie-Feldzuges nie richtig verstanden hat". Am 24. März 1976 verstarb der 1946 wegen seiner Verdienste zum Viscount ernannte Feldmarschall i Islington Mill.
Walter Model
Otto Moritz Walter Model wurde am 24 Januar, 1891 in Genthin, Sachsen-Anhalt, geboren. Er wurde wegen seiner Fähigkeiten in der Verteidigung geachtet und erwarb sich dadurch den Spitznamen „Hitler´s Feuerwehrmann“. Model galt im Generalstab als treuer Gefolgsmann Hitlers.
Model trat im Jahr 1909 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment von Alvensleben (6. Brandenburgisches) Nr. 52 in Cottbus ein. Im selben Jahr besuchte er, nun als Fähnrich, die Kriegsschule in Neisse. Am 22. August 1910 wurde er zum Leutnant im I. Bataillon in Crossen befördert. Bei Kriegsbeginn 1914 war Model Bataillonsadjutant und noch vor dem Jahresende wurde er Regimentsadjutant. Im Jahr 1915 erfolgte die Ernennung zum Oberleutnant. Im Jahr darauf belegte Model einen Generalstabskurzlehrgang und wurde anschließend als Adjutant bei der 10. Infanterie-Brigade und später als Kompaniechef im Leibgrenadier-Regiment Nr. 8 eingesetzt.
In dieser Stellung zog sich Model eine schwere Verwundung zu und wurde im Juni 1917 als Ordonanzoffizier zur Obersten Heeresleitung (OHL) kommandiert. Dort wurde er dem Chef der Operationsabteilung zugeteilt und am 18. November 1917 zum Hauptmann ernannt.
Im Frühjahr 1918 wurde Model als Ib zur Garde-Ersatz-Division und später zur Reserve-Infanterie-Division versetzt
Im Frühjahr 1918 wurde Model als Ib zur Garde-Ersatz-Division und später zur Reserve-Infanterie-Division versetzt
Nach Kriegsende wurde Model Generalstabsoffizier beim XVII. Armeekorps und später beim Grenzschutz Ost. Im Juli 1919 wurde er zur Reichswehr-Brigade Nr. 7 nach Westfalen versetzt und dort dem Infanterie-Regiment Nr. 14 zugeteilt.
Beim Infanterieregiment Nr. 8 in Görlitz
Im Herbst 1920 wurde er Chef der MG-Kompanie im Infanterie-Regiment Nr. 18. Nach 5 Jahren in dieser Stellung wurde Model am 1. Oktober 1925 zum Infanterie-Regiment Nr. 8 nach Görlitz versetzt. Nach weiteren 3 Jahren in dieser Stellung wurde er ab dem 30. September 1928 als Taktik- und Kriegsgeschichtslehrer bei der 3. Infanterie-Division verwendet.
In dieser Position wurde Model 1929 zum Major befördert und im Jahr darauf zum Truppenamt in die Ausbildungsabteilung versetzt.
Am 1. November 1932 wurde Model zum Oberstleutnant ernannt, ein Jahr darauf nach Allenstein auf den Posten eines Bataillonskommandeurs versetzt.
Mit dem 1. Oktober 1934 wurde Model zum Oberst befördert und am 1. November 1934 Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 2, ebenfalls in Allenstein.
Model wurde am 15. Oktober 1935 zum Chef der technischen Abteilung im Generalstab des Heeres ernannt. Mit dem 1. März 1938 wurde er Chef des Generalstabes des IV. Armeekorps und zum Generalmajor befördert.
Am 1. November 1932 wurde Model zum Oberstleutnant ernannt, ein Jahr darauf nach Allenstein auf den Posten eines Bataillonskommandeurs versetzt.
Mit dem 1. Oktober 1934 wurde Model zum Oberst befördert und am 1. November 1934 Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 2, ebenfalls in Allenstein.
Model wurde am 15. Oktober 1935 zum Chef der technischen Abteilung im Generalstab des Heeres ernannt. Mit dem 1. März 1938 wurde er Chef des Generalstabes des IV. Armeekorps und zum Generalmajor befördert.
Den 2. Weltkrieg begann Model als Chef des Generalstabes der 16. Armee. In dieser Funktion nahm er am Polen- sowie am Westfeldzug teil. Am 1. April 1940 wurde Model zum Generalleutnant ernannt. Am 13. November 1940 wurde er Kommandeur der 3. Panzer-Division; in dieser Funktion erlebte er den Beginn das Russlandfeldzuges. Am 9. Juli 1941 erhielt er das Ritterkreuz verliehen. Mit dem 1. Oktober 1941 wurde Model zum General der Panzertruppen befördert und zum Kommandierenden General des XXXXI. Armeekorps ernannt.
Am 16. Januar 1942 übernimmt Model den Oberbefehl über die 9. Armee und wird am 28. Februar 1942 zum Generaloberst ernannt. Hier erhielt er am 13. Februar 1942 das Eichenlaub und am 3. April 1943 die Schwerter zum Ritterkreuz.
OB der 9. Armee
Als Oberbefehlshaber der 9. Armee hat Model eine Schlüsselposition für das Unternehmen Zitadelle, der dritten und letzten Sommeroffensive der Wehrmacht in Russland, die am 5. Juli 1943 beginnt. Schon nach wenigen Tagen steht der Misserfolg fest, so dass die Offensive am 13. Juli 1943 abgebrochen werden muss. In den Tagen zwischen dem 5. und dem 13. Juli 1943 tobte im Rahmen des Unternehmens Zitadelle im Kursker Frontbogen die bis heute größte Panzerschlacht der Geschichte in der auf deutscher und sowjetischer Seite jeweils mehrere tausend Panzer eingesetzt waren.
Im Januar 1944 wird Model von Hitler zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord ernannt und am 30. März 1944 zum Generalfeldmarschall befördert, bei gleichzeitiger Ernennung zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nordukraine.
Als im Zuge der am 22. Juni 1944, dem 3. Jahrestag des deutschen Angriffs, beginnenden sowjetischen Sommeroffensive die Heeresgruppe Mitte zusammenbrach, löste Model Generalfeldmarschall Busch als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe am 28. Juni 1944 ab. Den Befehl über die Heeresgruppe Nordukraine gab er erst einen Monat später ab.
Chef der Heeresgruppe B
Nachdem sich Model bei seinen verschiedenen Verwendungen in Russland bei Hitler den Ruf erworben hatte, in schwierigen Situationen zusammenbrechende Fronten stabilisieren zu können, wurde er am 16. August 1944 zum Oberbefehlshaber West (OB West) ernannt, bei gleichzeitiger Übernahme des Oberbefehls über die Heeresgruppe B, um dort die Situation zu retten. Am 17. August 1944 erhielt er das Ritterkreuz mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten.
Die Stabilisierung der Front gelang ihm auch zeitweise, dennoch wurde sein Vorgänger auf dem Posten des Oberbefehlshabers West, Generalfeldmarschall von Rundstedt, bereits am 5. September 1944 auch sein Nachfolger.
Mit dem Scheitern der Ardennenoffensive im Dezember 1944 und dem anschließenden Durchbruch der alliierten Streitkräfte weit in das Reichsgebiet hinein wurde Models Heeresgruppe B im sog. Ruhrkessel eingeschlossen und anschließend gespalten. Das Bild Walter Models in den letzten Kriegstagen ist zwiespältig. Einerseits unterstützte er die Weisungen Himmlers, mit unmenschlicher Härte gegen Deserteure vorzugehen. So genannte "Deserteure" ließ er in Essen standrechtlich erschießen. Model war zwar eiserner Verfechter von Hitlers Duchhaltestrategie, hatte jedoch die Aussichtslosigkeit der militärischen Lage erkannt. Ebenso ignorierte er den sogenannten Nerobefehl, die von Hitler angeordnete vollständige Zerstörung sämtlicher Industrie-, Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen im Ruhrgebiet.
Am 21. April 1945 wählte er den Freitod durch einen Pistolenschuss in die rechte Schläfe, in der Nähe der Ortschaft Lintorf. Im Jahr 1955 wurde Model exhumiert und auf dem Soldatenfriedhof Vossenack beigesetzt. Sein Grab dort trägt die Nummer 1074.
Roy Urquhart
Major General Robert Elliott Urquhart, wurde am 28. November, 1901 geboren. Er wurde in St. Paul´s und Sandhurst ausgebildet und 1920 zu den Highland Light Infantry kommandiert. Die Einheit wurde nach Indien versetzt, wo sie bis 1940 blieb. Von 1941 bis 1943 kommandierte er das 2. Battalion the Duke of Cornwall's Light Infantry der 51. Highland Division, die in Nordafrika stationiert war Er fungierte auch als deren Stabschef. Nach der Beförderung zum Brigadier kommandierte er die 231. Brigade der Division mit großem Erfolg in Sizilien und Italien. Dort wurde er verwundet und mit zweimal ausgezeichnet. Anschließend wurde er in den Generalstab des XII Corps versetzt, wo man ihm zwei Monate später bereits den Posten des Divisionskommandeurs der 1. British Airborne anbot. Diese Beförderung war für ihn eine Überraschung, denn er dachte, dass der Korpsgeist der Luftlandetruppen nur Führungsoffiziere aus den eigenen Reihen akzeptieren würde.
Abgesehen davon hatte Urquhart von der Kriegsführung aus der Luft keine Erfahrung. Er hatte noch nicht mal einen Gedanken daran verschwendet, da er auch luftkrank war. Ihm waren diese Faktoren alle bewusst, doch er genoss die Vorstellung seines ersten Divisionskommandos und folgerte, dass wenn die Fallschirmjäger erst mal auf dem Boden wären, sie sich den Gesetzen des Krieges wie er sie kannte beugen müssten
Am 7.Januar 1944 übernahm Urquhart das Kommando und hatte von Beginn an damit zu kämpfen, sich den Respekt seiner Männer zu verdienen. Für ihn war dies eine sehr unangenehme Zeit, da er permanent den Eindruck hatte unter Beobachtung zu stehen. Sein erster Kampfeinsatz war während der Operation Market Garden. Nachdem seine Division 75% ihrer Soldaten bei Arnheim verloren hatte, wurde sie nie wieder im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Urquhart war nach dem Krieg noch in vielen Stäben tätig. 1955 wurde er in den Ruhestand versetzt und verstarb am 13. Dezember 1988.
Urquhart wurde von Sean Connery in the 1977 film Die Brücke von Arnheim ( A Bridge Too Far) dargestellt.
Urquhart wurde von Sean Connery in the 1977 film Die Brücke von Arnheim ( A Bridge Too Far) dargestellt.
SS-Obergruppenführer Wilhelm Bittrich
Wilhelm 'Willi' Bittrich wurde am 26. Februar 1894 in Wernigerode im Harz geboren. Während des Ersten Weltkrieges kämpfte Leutnant Bittrich zuerst in einem Jägerbataillon an der West- und Südfront und erwarb beide Klassen des Eisernen Kreuzes, ehe er sich 1917 freiwillig zur Fliegerausbildung meldete. Zum Zeitpunkt der Kapitulation 1918 stand er kurz vor der Versetzung in eine Jagdstaffel. Nach dem Krieg diente Bittrich längere Zeit im Freikorps "von Hülsen" und ab 1920 im Grenadierregiment "Großberlin".
1923 wurde Bittrich schließlich in das Offizierskorps der Reichswehr übernommen, wo er Anfang der Dreißigerjahre auch Ausbilder an der geheimen Reichswehr-Fliegerschule in Russland war. Schließlich entschied er sich jedoch wieder für die Infanterie und ließ sich 1934 in die SS-Verfügungstruppe versetzen, wo er schnell zum Sturmbannführer aufstieg. 1938 übernahm Bittrich das SS-Regiment "Germania", das später in der Division "Wiking" aufging. Während des Polenfeldzuges diente Standartenführer Bittrich im Stab der SS-"Leibstandarte" unter dem späteren Brillantenträger Dietrich und erhielt die Spangen zum Eisernen Kreuz 1914.
Kurz vor Beginn des Westfeldzuges wechselte er als Stabsoffizier ins SS-Führungshauptamt nach Berlin. Als der spätere Schwerterträger Felix Steiner die SS-Division "Wiking" übernahm, wurde Bittrich im Winter 1940 sein Nachfolger als Kommandeur des Regiments "Deutschland" in der SS-"Das Reich". Nach erfolgreichem Einsatz im Balkanfeldzug, in dessen Verlauf die Division u.a. Belgrad eroberte, zog Bittrich an der Spitze des Regiments in den Krieg gegen die Sowjetunion.
In den ersten Kriegsmonaten kämpfte die SS-"Das Reich" im Verband der "Panzergruppe Guderian" erfolgreich im Gebiet von Bialystok, nördlich von Minsk, während der Kesselschlacht von Smolensk und bei Roslawl.
Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
Am 19. Oktober 1941 wurde Bittrich in Anerkennung seiner hohen Führungsqualitäten zum Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert und mit der Aufstellung der 8. SS-Kavalleriedivision "Florian Geyer" beauftragt. Mit seiner Division nahm er an den Kämpfen im Rusa-Wolokolamsk-Abschnitt und den schweren Abwehrschlachten im Rshew-Bogen teil. Im Mai 1942 blieb die SS-"Florian Geyer" bei Olenio und Nelidow erfolgreich.
Im Frühjahr 1943 gab Bittrich das Kommando ab und stellte in Frankreich die SS-Panzerdivision "Hohenstaufen" auf. Mit dieser Division nahm der im Mai 1943 zum Gruppenführer beförderte Bittrich an der Ostfront an den schweren Abwehrkämpfen des Jahres 1944 teil.
Da er sich als Panzergeneral mehr als bewährt hatte, erhielt Gruppenführer Bittrich im Juli 1944 das Kommando über das II. SS-Panzerkorps an der Westfront angeboten. Sein Korps wurde zusammen mit sämtlichen Reserven der Westfront gegen den amerikanisch-britischen Brückenkopf in der Normandie geworfen, um die Invasion einzudämmen.
Bittrich unterstützt Verschwörer
In den Tagen nach der Invasion kam es zu einem Gespräch, das besonders erwähnenswert ist. Am 16. Juli 1944 traf Bittrich mit dem Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B, GFM Erwin Rommel, zusammen, um mit ihm über die Frontlage zu sprechen. Als die beiden einander sympathischen Offiziere auf die schlechte Führung Hitlers zu sprechen kamen, offenbarte der mit dem militärischen Widerstand zusammenarbeitende Rommel dem SS-General, dass es in Kürze einen Putschversuch geben würde. Der für seine Haltung gegen Hitler und Himmler bekannte Bittrich zögerte keine Sekunde und sagte: "Herr Feldmarschall, wenn dieses Wort gilt, dann stehe ich mit meinem II. SS-Panzerkorps hinter Ihnen und Ihrer Führung. Meine Kommandeure denken genauso wie ich darüber!"
Im Juli und August 1944 kämpften Bittrichs Divisionen äußerst verbissen im Gebiet von Caen, ehe nach blutigen Rückzugsschlachten Teile des Korps in den Kessel von Falaise gerieten. Nach kurzen Abwehrkämpfen konnten sich einige Heeres- und SS-Verbände aus der Mausefalle absetzen, unter den Glücklichen befand sich auch General der Waffen-SS (01.08.44) Bittrich. Während die unter ihm dienenden Divisionskommandeure Kurt Meyer (SS-"Hitlerjugend") und Otto Baum (SS-"Götz von Berlichingen") für die Erfolge bei Caen bzw. Falaise die Schwerter erhielten, wurde Wilhelm Bittrich mit dem 563. Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.
Nach den schweren Verlusten in Falaise wurde das abgekämpfte II. SS-Panzerkorps zur Auffrischung ins holländische Hinterland verlegt. Unmittelbar nach dem Eintreffen der letzten Verbände kam es zu einem unerwarteten Kampfeinsatz. Im Zuge der großen alliierten Luftlandeoperation "Market Garden" landeten 35.000 britische, amerikanische und polnische Fallschirmjäger in Eindhoven, Nijmwegen und Arnheim. Die Schlacht um Arnheim war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und einzigartig. Trotz der harten und rücksichtslosen Gefechte erinnerten sich die Gegner aber auch an die ritterliche Fairness. In genau abgesteckten Lazaretten wurden von gemischten deutsch-britischen Ärztetrupps Verwundete beider Seiten behandelt!
ReichsministerAlbert Speer konnte nach der Schlacht von Arnheim ebenfalls erleben, wie Bittrich Naziterror bekämpfte. Darüber berichtete Speer: „Beri meinem Besuch an der Front konnte ich sehen, wie man scih mit dem Gegner arrangieren konnte. In Arnheim traf ich einen tobenden General Bittrich von der Waffen SS. Tags zuvor hatte er mit seiner Truppe fast eine ganze britische Luftlandedivision vernichtet. Während der Kämpfe hatte Bittrich den Engländern erlaubt, ein Feldlazarett hinter den deutschen Linien betreiben zu dürfen. Aber Parteimitglieder hatten aus freien Stücken englische und amerikanische Piloten ermordet. Bittrich, der sein Wort gegeben hatte, fühlte sich nun als Lügner ertappt und reagierte voller Wut auf die Morde der Nazipartei. Dies war umso erstaunlicher, da diese Reaktion von einem Waffen SS General herrührte.“
Ardennenschlacht und Wien
Nach der Schlacht um Holland zog sich das II. SS-Panzerkorps kämpfend Richtung deutsche Grenze zurück. Im Dezember 1944 nahm Obergruppenführer Bittrich mit der SS-"Das Reich" und der SS-"Hohenstaufen", an der Ardennenoffensive in Belgien teil.
Im Frühjahr 1945 konnte sich das Korps nach schweren Abwehrkämpfen über den Rhein absetzen und wurde im April noch in die Abwehrschlacht um das brennende Wien geworfen.
Wenige Tage vor Kriegsende erhielt der hervorragende Offizier und Panzertaktiker Bittrich für seine beispiellose Führung des II. SS-Panzerkorps als letzter von 24 Angehörigen der Waffen-SS die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen. Am 8. Mai 1945 ergab er sich den amerikanischen Truppen.
Nach dem Krieg wurde die militärische Vergangenheit von Bittrich natürlich genauestens durchleuchtet. Da die Alliierten keinerlei Vorwürfe oder Anschuldigungen gegen ihn vorzubringen vermochten - auch nicht im sogenannten Caen-Prozess gegen seinen damaligen Untergebenen Brigadeführer Meyer -, ließ man ihn bereits nach wenigen Monaten Kriegsgefangenschaft frei. Von den Franzosen erneut verhaftet, wurde Bittrich vor ein Kriegsgericht gestellt - die Anklage bezog sich auf einen Anti-Partisaneneinsatz seiner SS-"Hohenstaufen" im Gebiet von Nimes. Bei den im Februar 1944 stattgefundenen Gefechten hatten SS- und Heerestruppen einen gezielten Angriff gegen Lager der Résistance unternommen, um deren erfolgreiche Stör- und Sabotageaktionen zu unterbinden. Für seine damals führende Rolle als Divisionskommandeur wurde Bittrich zu fünf Jahren Haft verurteilt. Da diese durch die Kriegsgefangenschaft und Untersuchungshaft bereits verbüßt waren, ließ man ihn 1953 endgültig frei.
Am 19.04.1979 verstarb er im Alter von 85 Jahren in Wolfratshausen in Oberbayern.
Am 19.04.1979 verstarb er im Alter von 85 Jahren in Wolfratshausen in Oberbayern.
James Gavin
James M. Gavin wurde am 22. März 1907 in Brooklyn, New York, geboren. Die genaue Herkunft Gavins ist unbekannt. Seine Mutter war wahrscheinlich die aus Irland eingewanderte Katherine Ryan, sein Vater der ebenfalls aus Irland stammende James Nally, jedoch wird in der Geburtsurkunde ein Thomas Ryan als Vater angegeben – vielleicht um die Geburt zu legitimieren. In der Geburtsurkunde wird der Name des Kindes als James Nally Ryan angegeben, jedoch wurde Nally nachträglich gestrichen. Als er ungefähr zwei Jahre alt war, gaben ihn seine Eltern im Waisenhaus Convent of Mercy in Brooklyn ab. Von dort kam er in staatliche Fürsorge, bis er im Februar 1909 adoptiert wurde.
Seine Adoptiveltern, Martin Thomas Gavin, ein Bergarbeiter in einem Kohlebergwerk, und dessen Frau Mary, nahmen den Jungen mit in ihre Heimat Mount Carmel, Pennsylvania, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Hier erhielt er den Nachnamen Gavin anstelle seines Geburtsnamens Ryan.
Gavin kam im Sommer 1925, drei Monate nach seinem 18. Geburtstag, an der United States Military Academy in West Point, New York, an. West Point war damals die Schule der technischen und militärischen Neuerungen und bekannt für eine gute Offiziersausbildung. Er graduierte 1929. Zehn Jahre später wurde Gavin zurück nach West Point beordert, um dort Mitglied in der Fakultät der taktischen Abteilung zu sein. Dort befasste er sich intensiv mit dem deutschen Luftlandeangriff auf Fort Eben-Emael in Belgien, bei dem die äußerst stark befestigte Festung in der Nacht aus der Luft von gut ausgebildeten und ausgerüsteten deutschen Fallschirmjägern erobert wurde. Dieses Geschehen und auch Gavins Studium von Stonewall Jacksons Manövertaktiken bewegten ihn dazu, sich im April 1941 für die Luftlandetruppen und das Fallschirmtraining zu bewerben.
Gavin begann im Juli 1941 mit der Ausbildung an der neu entstandenen Airborne School in Fort Benning, an der er im August 1941 seinen Abschluss machte. Nachdem Gavin das Sprungtraining beendet hatte, diente er in einer Truppe, die nur experimentell war; das Gebiet der Luftlande-Kriegsführung befand sich noch in der Anfangsstufe des Aufbaus. Sein erstes Kommando hier hatte er als Befehlshaber der C-Kompanie des grade neu aufgestellten 503. Fallschirmjägerbataillons (503rd Parachute Infantry Bataillon).
Aufbau einer Luftlandedivision
Im Februar 1942 absolvierte Gavin einen verkürzten Kurs an der Kommando- und Generalstabsschule in Fort Leavenworth, Kansas, was ihn für den Dienst im Stab einer Division qualifizierte. Danach kehrte er zur Provisional Airborne Group zurück und wurde gleich mit dem Aufbau einer Luftlandedivision beauftragt.
Im Februar 1943 wurde die 82. US-Luftlandedivision - bestehend aus zwei Gleiterregimentern und dem 504. Fallschirmjägerregiment - ausgewählt, um an der alliierten Invasion Siziliens teilzunehmen.
Er erhielt am 16. August 1944, als jüngster Mann in dieser Position, das Kommando über die 82. US-Luftlandedivision, mit der er in den Niederlanden an der Operation Market Garden teilnahm. Hierbei landete die Division südöstlich von Nimwegen bei Groesbeek um die Brücken über die Waal, die Maas und den Maas-Waal Kanal zu erobern. In aufreibenden Kämpfen um die Groesbeek-Höhen mit dem deutschen Korps Feldt, angeführt von General der Kavallerie Kurt Feldt, setzen sich die Amerikaner durch und konnten den von Süden anrückenden britischen Einheiten den Weg in Richtung Arnheim freihalten.
Weitere Einsätze der 82. US-Luftlandedivision fanden bei der Abwehr der deutschen Ardennenoffensive und danach auch in Deutschland statt.
Weitere Einsätze der 82. US-Luftlandedivision fanden bei der Abwehr der deutschen Ardennenoffensive und danach auch in Deutschland statt.
Mit der Verleihung des 2. Sterns im Oktober 1944 wurde Gavin zum Major General befördert. Für seine Verdienste während der Operation Market Garden bekam Gavin am 21. März 1945 von Bernard Montgomery in Mönchengladbach den Distinguished Service Order (DSO) verliehen. Er war bekannt dafür während des Kampfes ein M1 Garand zu tragen, statt einer Pistole, wie es andere Generale taten.
Als U.S. Stadtkommandant in Berlin
Von September bis Oktober 1945 amtierte er als Stadtkommandant von Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Gavin Stabschef der 5. US-Armee und später der alliierten Streitkräfte in Südeuropa. 1955 wurde er zum Lieutenant General befördert. Als überzeugter Gegner des Atomkriegs hatte er mit der amerikanischen Militärführung Unstimmigkeiten. Da er in seiner hohen Position hinter der Militärführung hätte stehen müssen, dieses aber nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, schied er 1958 überraschend aus dem Militärdienst aus, woraufhin er Vizepräsident von Arthur D. Little Inc., der weltweit ersten Management Consulting Firma, wurde. Dort folgte für Gavin im Jahr 1960 die Ernennung zum Präsident. Von 1961 bis 1963 war er unter US-Präsident John F. Kennedy amerikanischer Botschafter in Frankreich. Außerdem war Gavin ein Kritiker des Vietnamkrieges.
James Maurice Gavin starb am 23. Februar 1990 im Keswick Nursing Home in Baltimore an der Parkinson-Krankheit. Er liegt auf dem West Point Friedhof in New York begraben. Zu seinen Ehren wird der Panzer M113 inoffiziell M113 "Gavin" genannt.
Im Film Der längste Tag von 1962 wurde James M. Gavin vom Schauspieler Robert Ryan verkörpert. Ryan O'Neal spielte ihn im Film Die Brücke von Arnheim, (A Bridge Too Far).
Im Film Der längste Tag von 1962 wurde James M. Gavin vom Schauspieler Robert Ryan verkörpert. Ryan O'Neal spielte ihn im Film Die Brücke von Arnheim, (A Bridge Too Far).
Miles Dempsey
Lieutenant-General Sir Miles Christopher Dempsey wurde am15. Dezember 1896 geboren. Nachdem er erfolgreich an der Sandhurst Military Academy 1915 graduiert hatte, schloss sich Dempsey dem Royal Berkshire Regiment an. Er diente während des 1. Weltkrieges an der Westfront und erhielt das Military Cross für Tapferkeit vor dem Feind.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kommandierte er als Lieutenant Colonel die 13th Infantry Brigade. Während der Schlacht um Dünkirchen wurde er mit dem Distinguished Servic Order ausgezeichnet. Im Dezember 1942 wurde er zum Lieutenant General ernannt. Er half bei der Planung der Invasion von Sizilien mit und leitete den Angriff auf Sizilien 1943. Später führte Dempsey auch die Truppen, die auf dem italienischen Festland landeten, über die Straße von Messina. Seine Truppen stießen mehr als 300 Meilen nach Norden vor, bevor sie sich mit den US-Truppen bei Salerno vereinigten.
Im Januar 1944 wurde ihm das Kommando über die 2. Britische Armee gegeben, die den Hauptteil der britischen Landungstruppen bei der Invasion in der Normandie stellte. Später führte er sie durch Frankreich und die Niederlande und befreite Brüssel und Antwerpen im September 1944. In Deutschland eroberte die 2. Britische Armee unter seinem Kommando Bremen, Hamburg und Kiel.
1946 wurde er zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte im Nahen Osten ernannt.
Dempsey wurde im Juli 1947 aus der britischen Armee entlassen und starb 1969 im Alter von 72 Jahren in Yattendon/Berkshire.
Dempsey wurde im Juli 1947 aus der britischen Armee entlassen und starb 1969 im Alter von 72 Jahren in Yattendon/Berkshire.
Stanislaw Sosabowski
Stanisław Franciszek Sosabowski wurde am 8. Mai 1892 in Stanisławów, Südostpolen geboren. Er war der Sohn eines Bahnangestellten und hatte noch vier Geschwister. Nach seinem Schulabschluss 1911 wurde er erst Bankangestellter und trat dann in die Armee ein. Den Beginn der Erste Weltkrieges erlebte er in der österreich-ungarischen Armee. Als Korporal diente er im 58. Infanterieregiment der österreichischen Armee, verteidigte die österreichische Stadt Przemysl und wurde mit allen Orden ausgezeichnet, die damals verliehen wurden. Er war einer von drei Überlebenden einer Kompanie von ehemals 250 Mann. 1915 wurde er schwer verwundet und verbrachte Monate im Lazarett. 1917 wurde er zum Stab des Erzherzogs Franz Josef nach Tirol versetzt, sah aber wegen Beendigung des Krieges keine Kampfeinsätze mehr.Nach Ende des Ersten Weltkrieges arbeitete er im neu entstandenen polnischen Verteidigungsministeriums. 1923–1927 lernte er an der Generalstabsschule, an der er von 1930 bis 1936 auch Lehrer war.
1937 zog es Sosabowski wieder in den aktiven Dienst. Als der 2. Weltkrieg ausbrach dient er als Colonel und kommandierender Offizier ein Batallion im 75. Infanterieregiment, das wiederum Teil der 8. Division war.
Für seine Verdienste bei der Verteidigung Warschaus die höchste polnische Militärauszeichnung Virtuti Militari. Nach der Kapitulation Polens wurde er zunächst gefangen genommen, konnte dann jedoch über die Tschechoslowakei nach Frankreich flüchten. Nach der Niederlage Frankreichs 1940 wurden er zusammen mit 6 000 polnischen Soldaten aus dem französischen Hafen La Pallice nach Großbritannien evakuiert. Dort wurde er Befehlshaber der 1. Polnischen Luftlandebrigade.
Die Polish 1. Independent Parachute Brigade war Teil der alliierten Einheiten, die an der Operation Market Garden teilnahmen. Ein kleiner Teil der Brigade wurde am 19. September bei Driel abgesetzt aber es sollte noch bis zum 21. September dauern, bis der Rest der Brigade in der Nähe von Grave abgesetzt wurde. Sie wurden ausnahmslos Opfer der deutschen Abwehrmaßnahmen. Die Artillerie der Brigade wurde zusammen mit der British 1. Airborne Division auf der anderen Seite des Neder Rijns abgesetzt. Trotz all dieser Rückschläge versuchten Sosabowski´s Männer dreimal den Rhein zu überqueren um ihre britischen Kameraden zu entsetzen. Die Fähre auf die man gesetzt hatte, war schon gesunken, also versuchte man es in kleinen Schlauchbooten unter heftigem Abwehrfeuer. Und dennoch gelangen 200 Männer ans andere Ufer.
Sosabowski wird zum Sündenbock gemacht
Nach der Schlacht und einer kritischen Betrachtung durch General Frederick Brwoning machte man unglücklicherweise Sosabowski zum Sündenbock der mißlungenen Operation Market Garden. Man klagte ihn an wegen unrechtmäßiger Kritik an Fiel Marshal Montgomery und zwang den polnischen Generalstab ihn am 27. September 1944 von seinem Posten als kommandierender Offizier seiner Brigade anzulösen. Er wurde Kommandeur einer Wachmannschaft und im Juli 1948 demobilisiert.
Sosabowski starb am 25. September 1967 in London. 1969 wurde er auf den Powązki Friedhof in Warschau überführt. Am 31. Mai 2006 verlieh Königin Beatrix der Niederlande den William Militär Orden an die 1. Independent Polish Parachute Brigade. Ihrem Kommandeur, Major General Stanislaw Sosabowski, wurde posthum der Orden "Bronze Lion" verliehen.
Major General Stanislaw Sosabowski wurde von Gene Hackman in dem Film Die Brücke von Arnheim (A Bridge too Far) verkörpert.
Major General Stanislaw Sosabowski wurde von Gene Hackman in dem Film Die Brücke von Arnheim (A Bridge too Far) verkörpert.
Maxwell D. Taylor (101. US Division)
Maxwell Davenport Taylor wurde am 26. August 1901 in Keytesville, Missouri, geboren. 1922 graduierte er an der US Military Academy und wurde als Second Lieutenant of Engineers (Pioniere) im Juni des gleichen Jahres Teil der US Army. Anschließend wurde er nach Hawai versetzt wo er bei den 3. Engineers von 1923 – 1926 diente.
Dann wechselte er zur Feldartillerie und diente bei der 10. Field Artillery zwischen 1926 – 1927. Er studierte französische in Paris und war anschließend Französisch- und Spanischlehrer in Westpoint (1927 – 1932). 1933 machte er seinen Abschluß bei der Field Artillery School in Fort Sill und 1935 bei der Command and General Staff School in Fort Leavenworth, Kansas.
Im August 1935 wurde er zum Captain befördert und wurde Student der japanischen Sprache an der Botschaft in Tokio (1935 – 1939). Während dieser Zeit, 1937, erledigte er auch noch den Job eines Militärattaches in Peking. 1940 graduierte er beim Army War College, wurde zum Major befördert, um dann in der War Plans Division und bei der Hemisphere Defence Mission to Latin American Countries zu dienen. Von 1940 bis 1941 kommandierte er das 12. Field Artillery Battalion, anschließend, 1941 – 1942 beim Office of the Secretary of the General Staff.
Normandie. Arnheim, Ardennen
Dezember 1941 war er Lieutenant-Colonel, Februar 1942 Colonel und Brigadier-General Dezember 1942. Danach war er Stabschef der 82. Airborne Division. Als Verfechter der Luftlande-Idee focht er als Artilleriekommandeur der 82. in Sizilien und Italien. Er kommandierte die 101. Airborne Division während D-Day in der Normandie, bei der Operation Market Garden, bei der Schlacht um Bastogne (Ardennenschlacht) und beim Vorstoß durch Deutschland.
Nach dem Krieg, 1949, war er Stabschef des European Command und zwischen 1949 – 1951 Kommandeur der US Streitkräfte in Berlin. 1953 kommandierte er die 8. Army während der letzten Operationen im Koreakrieg, um nach Kriegsende die süd-koreanischen Armee zu organisieren.
Taylor war ein Verfechter der „Flexible Response“ und drängte während der 50er Jahre auf eine Verstärkung der konventionellen Streitkräfte. 1959 zog er sich in den Ruhestand zurück, nur um 1962 wieder als Chairman of the Joint Chiefs of Staff bis 1964 zu fungieren. Danach zog er sich wieder in den Ruhestand zurück, aber nur um als Politiker zurück auf die Bühne zu kehren. Er wurde Botschafter in Südvietnam (1962 – 1964), war militärischer Ratgeber von John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson, sowie President des Institute of Defense Analysis (1966 -1969).
General Taylor starb am 19. April 1987 in Washington.
General Taylor starb am 19. April 1987 in Washington.
Frederick Browning
Lieutenant General Sir Frederick “Boy” Browning wurde am 20. Dezember, 1896 geboren. Er startete seine Karriere mit den Grenadier Guards im 1. Weltkrieg, wo er mit dem Distinguished Service Order and dem Croix de Guerre ausgezeichnet wurde. 1916 hatte er die Ehre, Winston Churchill in seinem Unterstand zu treffen. Churchill hatte nach dem Fiasko von Gallipoli seinen Regierungsdienst quittiert und war als Lieutenant-Colonel mit den 6. Royal Scots Fusiliers an die Westfront verlegt worden. Browning wurde 1920 Captain, dann Major 1928. 19365 folgte die Beförderung zum Lieutenant-Colonel und die Versetzung als Kommandeur desdes 2. Battalions der Grenadier Guards. Diese Position behielt er bis zum Ausbruch des Krieges, als er als Brigadier die die Führung der Small Arms School übernahm. 1940 gab man ihm das Kommando über die 24. Guards Brigade.
1941, ernannte Premierminister Churchill Browning zum Kommandeur der British 1. Airborne Division. Diesen Posten hielt er während der ganzen Kämpfe in Nordafrika, Sizilien und Italien.
1943 erhielt er das Kommando über das British 1. Airborne Corps, das dann 1944 Teil der First Allied Airborne Army mit Browning als Lieutenant-General wurde. US Lieutenant-General Lewis H Brereton erhielt den Oberbefehl, Browing wurde sein Vize und behielt seinen Job als Chef des British Airborne Corps.
1943 erhielt er das Kommando über das British 1. Airborne Corps, das dann 1944 Teil der First Allied Airborne Army mit Browning als Lieutenant-General wurde. US Lieutenant-General Lewis H Brereton erhielt den Oberbefehl, Browing wurde sein Vize und behielt seinen Job als Chef des British Airborne Corps.
Browning war nun second-in-command der Luftlandestreitkräfte der First Allied Airborne Army, die nun der Operation Market Garden zugewiesen war. Er sprang mit den Truppen ab, installierte sein taktisches Hauptquartier bei Nimwegen und war sofort mit Kommunikationsschwierigkeiten konfrontiert. Dies erschwerte die Führung natülich ungemein. Nach der Schlacht führte Brownings kritische Bewertung der polnischen Aktivitäten zur Demissionierung des polnischen Generals Stanisław Sosabowskidem Chef der Polish 1. Independent Parachute Brigade. Dies wird heute von höheren britischen Offizieren als ungerechtfertigte Sündenbockschelte angesehen.
Obwohl Field Marshal Montgomery Browning für das Scheitern der Operation Market Garden nie in Frage stellte, wurde er dennoch nicht mehr befördert. Er wurde später Stabschef von Lord Mountbatten, Commander-in-Chief des South East Asia Command. Sein letzter größerer Posten war der des Military Secretary of the War Office, 1946-1948. General Browning starb am 14. März, 1965.
Kurt Student
Kurt Student wurde am 12. Mai 1890 in Birkholz im Kreis Züllichau-Schwiebus geboren. Er trat am 3.März 1910, als Fähnrich, dem Jäger-Bataillon "Graf Yorck von Wartenburg" (Ostpreuß.) Nr. 1 in Ortelsburg bei.
1910 wird er nach Berlin-Johannisthal kommandiert um dort ein Piloten-Training an der Militär-Flug-Schule zu absolvieren. Nach seiner Rückkehr nach Ortelsburg, 1911 zum Leutnant befördert und erhält seine Piloten-Lizenz.
1914 wird er zur Feldflieger-Abteilung 17 versetzt und dort als Pilot verwendet. Während dieser Zeit wird er am 18.06.1915 zum Oberleutnant befördert.
1916 wird er Pilot in der Kampfstaffel 19 des Kampfgeschwaders 4, Mitte Oktober kommt er zur Jagdstaffel 9 und übernimmt Oktober 1916 deren Kommando, das er bis zum Mai 1917 behält. Am Ende des Krieges ist er Flieger-Ersatz-Abteilung 3 in Gotha.
1914 wird er zur Feldflieger-Abteilung 17 versetzt und dort als Pilot verwendet. Während dieser Zeit wird er am 18.06.1915 zum Oberleutnant befördert.
1916 wird er Pilot in der Kampfstaffel 19 des Kampfgeschwaders 4, Mitte Oktober kommt er zur Jagdstaffel 9 und übernimmt Oktober 1916 deren Kommando, das er bis zum Mai 1917 behält. Am Ende des Krieges ist er Flieger-Ersatz-Abteilung 3 in Gotha.
Nach dem Krieg ist er zunächst Abteilungsleiter für Forschung und Entwicklung beim Kommando der Flug-Lehrer der Fliege-Abteilung A in Adlerhorst, dann wird er zur Abwicklungsstelle im Inspektorat für Bewaffnung und Ausrüstung, ans Reichskriegsministerium versetzt und 1920 Referent für Flugtechnologie.
Offizier beim Reichs-Luft-Ministerium
1933 schließt sich Student der Luftwaffe an und wird Offizier beim Reichs-Luft-Ministerium. In den 30er Jahren ist Student an diversen Schulen und Erprobungszentren tätig, bis er am 1.April 1938 Kommandeur der 3. Flieger-Division und im Juli Kommandeur der Fallschirm- und Luftlande-Truppen. In dieser Dienststellung erhält er am 01.04.1938 die Beförderung zum Generalmajor.Vom 01.09.1939 bis zum 30.09.1940 übernimmt er das Kommando über die 7. Flieger-Division und wird gleichzeitig ab dem 01.02.1939 bis zum 31.05.1941 Inspekteur der Fallschirm- und Luftlandetruppe. Am 01.01.1940 wird er Generalleutnant und am 1.8.1940 General der Fallschirmtruppe.
Student war vom 1. Januar 1941 bis 30. April 1944 Kommandierender General des XI. Fliegerkorps. Die operative Planung für den Angriff auf Kreta („Operation Merkur“) am 20. Mai 1941 lag bei Student. Es sollten 10.000 Mann mit Fallschirmen abspringen, 750 Mann mit Lastenseglern anlanden und nach Einnahme der wichtigsten Flugplätze weitere 5000 Mann mit Ju 52 nachkommen, darunter Gebirgsjäger unter General Julius Ringel. Eine leichte Schiffsstaffel sollte dann Nachschub und weitere 7000 Mann anlanden. Trotz der massiven Überlegenheit der alliierten Kräfte auf Kreta und zur See gelang es den Deutschen, die Insel nur über den Luftweg zu erobern. Was von alliierter Seite als ein Meisterstück angesehen wurde, war für die oberste Führung der Wehrmacht jedoch ein Desaster. Hitler verbot jeden weiteren größeren Einsatz von Luftlandetruppen.
Im März 1944 ist Student Kommandeur der 1. Fallschirm-Armee. Gleichzeitig ereicht ihn am 13.Juli 1944 die Beförderung zum Generalobersten. Vom Januar bis März 1945 wird er zur Führerreserve des Luftwaffen Oberkommandos versetzt und dann Kommandeur der Armee-Gruppe Student. Dem folgt am 10 April 1945 das Kommando über die 1. Fallschirm-Armee und am 29. April 1945 die Ernennung zum Befehlshaber der Heeresgruppe Weichsel.
Die Engländer nehmen in gefangen und verurteilen ihn wegen Kriegsverbrechen auf Kreta zu fünf Jahren Haft. Kurt Student starb am 1. Juli 1978 in Lemgo/Lippe.
Die Engländer nehmen in gefangen und verurteilen ihn wegen Kriegsverbrechen auf Kreta zu fünf Jahren Haft. Kurt Student starb am 1. Juli 1978 in Lemgo/Lippe.



































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