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Die Bedrohung

Winston Churchill
„…the Battle of France is over. The Battle of Britain is about to begin, upon this battle depends the survival of Christian civilisation, upon it depends our own British life and the long continuity of our institution and our empire.”
Winston Churchill, 18. Juni, 1940

“…Die Schlacht um Frankreich ist vorüber. Die Schlacht um Britannien steht kurz vor dem Beginn. Von dieser Schlacht hängt das Überleben der christlichen Zivilisation, von ihr hängt unser eigenes britische Leben, und der weitere Bestand unserer Gesellschaft und unseres Empires ab.“
Winston Churchill am 18. Juni 1940 in seiner berühmten Rede im Unterhaus.

Zu diesem Zeitpunkt war das Schicksal Frankreichs und des britischen Expeditions- Heeres besiegelt. Die letzten Truppen wurden am Strand von Dünkirchen von allem was schwimmen konnte aufgenommen und zurück nach England gebracht. Zurück blieb das Material und unzählige Wracks der Schiffe, die von der Luftwaffe beim Versuch englische Soldaten zurückzuholen, versenkt worden waren.

Reichsmarschall Hermann Göring
Die Deutschen, insbesondere Hitler und Göring, hatten sich verkalkuliert. Man war nicht davon ausgegangen, dass es zum Krieg mit England kommen würde. Hitler, ein leiser Bewunderer der Engländer, die ihn mit ihrem Empire beeindruckten, hatte sich sein Weltbild so vorgestellt, dass eine Koexistenz mit England durchaus Realität sein sollte. Er rechnete fest mit einem Friedensangebot der Engländer. Noch am 2. Juni äußerte sich Hitler gegenüber Feldmarschall von Rundstedt: “Nun, da Großbritannien voraussichtlich bereit ist, Frieden zu schließen, werde ich damit beginnen, die endgültige Entscheidung mit der Sowjetunion herbeizuführen.“  Doch hatte er nicht mit dem Starrsinn und Durchsetzungsvermögen Churchill`s gerechnet, dem es gelang in Reden wie dieser vom 18. Juni die Moral seiner Landsleute hoch und den Willen zum Widerstand stark werden zu lassen.

Großadmiral Erich Raeder
Hitler musste sich entscheiden und er tat dies in dem Glauben, dass ein schneller Erfolg des Unternehmens „Seelöwe“ seine eigentliche Mission, die Vernichtung der Sowjetunion,  nicht zu lange verzögern würde. General Erhard Milch schlug schon wenige Tage nach Dünkirchen vor, Südengland mit Fallschirmjägern zu besetzen. Diese Idee war nicht absurd, sondern hätte durchaus Chancen zum Erfolg gehabt. Denn in diesen Tagen war England so schwach wie nie. Seine Armee ohne jede schwere Waffen und nicht genug Handfeuerwaffen, seine Luftwaffe arg dezimiert. Nur seine Navy war intakt und ein gefährlicher Gegner. Großadmiral Raeder hämmerte dies seinen Kollegen von der Wehrmacht unaufhörlich ein. Er übernahm keine Erfolgsgarantie solange nicht die Luftwaffe die Lufthoheit über England erkämpft hätte.