The Royal Signals
Schon in grauer Vorzeit nutzten Armeen Kommunikationsmittel im Felde. Der griechische Militärwissenschaftler und Kryptograph Aeneas Tacitus erfand im 4. Jahrhundert vor Christus ein optisches Kommunikationssystem, das Wasser und Leuchtturmtelegrafie miteinander kombinierte. Fackelsignale deuteten den Beginn und das Ende einer Nachrichtenübertragung an, während Wasserkrüge dazu benutzt wurden, die Mitteilungen selbst zu übertragen.Die römische Armee benutzte farbigen Rauch, um Nachrichten zu übermitteln. Türme in Sichtweite von einander mit einer Gesamtlänge von 4.500 Kilometern stellte so die militärische Kommunikation sicher.
In England wurden im 16. Jahrhundert Leuchtfeuer genutzt und 1796 übernahm die Admiralität ein Verschlussklappensystem, das als „Murray Lettering Machine“ bekannt wurde. Dieses System wurde auf der Strecke London – Devenport eingesetzt. Im Jahr darauf setzte man das „Radiated Telegraph System“ ein. Dieses System war mobiler und wurde in den Napoleonischen Kriegen eingesetzt.
Der nächste Entwicklungssprung der Kommunikationstechnik war die Erfindung des Morse Codes und die Entwicklung des Morseapparates zwischen 1835 – 1837. Zum Einsatz kam dieses Bahnbrechende System Im Krimkrieg 1854 – 1856. Hier wurden auch zum ersten Mal Soldaten der Nachrichtentruppe eingesetzt, die neben ihren normalen Dienst für die Kommunikation verantwortlich waren.
Der Abessinienkrieg von 1867 gab erneut Gelegenheit, Erfahrungen mit der neuen Technik zu gewinnen. 1869 wurden die Lehren aus den beiden Feldzügen gezogen und die erste Nachrichten Abteilung am Pionierstandort in Chatham gegründet. Im nächsten Jahr folgte die C Telegraph Truppe, die für die gesamte Telegraphie im Heer verantwortlich war. C Troop RE nahm am Zulu Krieg in Südafrika teil und experimentierte dort auch zum ersten Mal mit dem Heliographen.
Der Heliograph nutzt einen Spiegel zur Reflexion von Sonnenlicht zu einem entfernten Beobachter. Bei einer Bewegung des Spiegels sieht der entfernte Beobachter Lichtblitze, die dazu genutzt werden können, Informationen durch eine vordefinierte Signalkodierung zu übertragen.
Die erste aufgezeichnete Verwendung eines Heliographen fand 405 v. Chr. statt als die Griechen in der Antike polierte Schilde benutzten um Signale in Schlachten zu übertragen und wurde von Xenophon in seinem Werk Hellenika dokumentiert.
Viele der Heliographen wurden in Indien hergestellt und intensiv während der vielen Feldzüge und Expeditionen im nordwestlichen Grenzgebiet von Indien eingesetzt. Heliographen kamen im Weltkrieg und selbst noch im 2. Weltkrieg zum Einsatz. Der nächste Technologieschritt in der militärischen Kommunikation war die Erfindung des Telefons im Jahre 1876.
Die erste aufgezeichnete Verwendung eines Heliographen fand 405 v. Chr. statt als die Griechen in der Antike polierte Schilde benutzten um Signale in Schlachten zu übertragen und wurde von Xenophon in seinem Werk Hellenika dokumentiert.
Viele der Heliographen wurden in Indien hergestellt und intensiv während der vielen Feldzüge und Expeditionen im nordwestlichen Grenzgebiet von Indien eingesetzt. Heliographen kamen im Weltkrieg und selbst noch im 2. Weltkrieg zum Einsatz. Der nächste Technologieschritt in der militärischen Kommunikation war die Erfindung des Telefons im Jahre 1876.
1884 wurde das Telegraph Bataillon RE gegründet, das im Ägyptenfeldzug eingesetzt wurde und später im Ashanti Feldzug 1895 – 1896 (Volk der Akan in Ghana) eine wichtige Rolle spielte. In diesem Feldzug wurde zum ersten Mal ein Telefonkabel verlegt, das 72 km von der Kapküste bis Prahsu durch den Dschungel verlegt wurde. Männer des Telegraphen Bataillons taumelten aus dem Dschungel heraus, boten König Prempeh die Stirn, der daraufhin die Kapitulation seiner Armee anbot. Der Thron von König Prempeh ist heute im Royal Signals Museum in Blandford zu sehen.
Das drahtlose Zeitalter
Das Telegrafen Bataillon wurde für den südafrikanischen Feldzug erneut mobilisiert und während dieses Feldzuges wurde der Wheatstone Automatic Telegraph erfolgreich eingeführt. In den Jahren 1895 – 1898 wurden die Versuche von Marconi auf dem Felde der drahtlosen Kommunikation mit Interesse verfolgt. Im Jahre 1899 wurde dann im Burenkrieg zum ersten Mal ein drahtloses System im Felde erprobt. Das Gerät war sperrig, schwer und anfällig im trockenen Klima Südafrikas. Die Probleme häuften sich jedoch und man sah von weiteren praktischen Versuchen ab.
1908 wurde der Royal Engineer Signal Service (vergleichbar mit der deutschen Fernmeldetruppe) gegründet und zum ersten Mal während des 1. Weltkrieges eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt tauchten auch Motorrad Melder, die Dispatch Riders und mit ihnen die ersten tragbaren Funkgeräte auf. Funk kam in Frankreich und Flandern, sowie in Palästina, Salonika und Mesopotamien zum Einsatz.
1918, kurz vor Ende des 1. Weltkrieges wurde beschlossen, ein selbstständiges Signal Corps zu gründen, das aber wegen politischer Streitigkeiten erst 1920 umgesetzt wurde. Eine königliche Ermächtigung wurde vom damaligen Staatsekretär des Kriegsministeriums, Winston Churchill, unterschrieben, der damit den Startschuss für das Corps of Signals gab. Sechs Wochen später verlieh der König den Titel Royal Corps of Signals.
In den 20er und 30er Jahren wuchs das Korps schnell und versah Dienst in Shanghai, Hong Kong, Singapur, Ceylon, Ägypten, Jamaika und vielen anderen fernen Außenposten des Empires. Ein Drittel war in Indien stationiert, der Rest in Übersee.
Weltweite Einsätze
Während des 2. Weltkrieges dienten 8.518 Offiziere und 142.472 Mannschaften im Korps und wurden weltweit eingesetzt. 4.362 Männer verloren ihr Leben. Nach Ende des Weltkrieges wurde das Korps in Palästina (1945 – 1948) und Malaysia (1949 – 1960) eingesetzt, diente im Koreakrieg und in Konflikten in Zypern, Borneo, Aden, der arabischen Halbinsel, Kenia und Britisch Honduras, dem heutigen Belize. Während dieser Jahre war der kommunistische Block der Hauptgegner und wurde mit modernster Satellitentechnologie unter Kontrolle gehalten.
Seit 1980 standen Soldaten des Korps in vorderster Reihe wie auch im Falklands Krieg und war Teil einer Friedenstruppe im Libanon oder Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Mehr als 3.000 Soldaten des Korps nahmen an der Operation Granby teil, die in den später 80er Jahren im Persischen Golf stattfand.
Bereits 1922 existierte ein kleines Museum als Teil des Signal Training Centres (STC) in Maresfield aber leider verlieren sich die Spuren aller Ausstellungsstücke, als das STC 1925 nach Catterick Camp umzog. Historische Artefakte wurden denoch in der Offiziersmesse gesammelt und bildeten den wichtigen Grundstock für die heutige Ausstellung.
Das heutige Museum wurde auf Anregung von Colonel G.E. Sampson, dem Chief Signal Officer des Aldershot Command 1934 gegründet, dem es gelang das Corps Committee von der Notwendigkeit zu überzeugen, die Geschichte der britischen Nachrichtentruppe zu dokumentieren und bei der Schulung zu verwenden.
Ein Anfang wurde gemacht, aber ein Ausstellungsgebäude fand sich in Catterick Camp nicht. Der heraufziehende Krieg machte alle weiteren Aktivitäten hinfällig.
Ein Anfang wurde gemacht, aber ein Ausstellungsgebäude fand sich in Catterick Camp nicht. Der heraufziehende Krieg machte alle weiteren Aktivitäten hinfällig.
Nach dem Krieg blieb die Sammlung verschlossen und erst 1950 wurde mit Gründung der Royal Signal Institution das Museum auf den Weg gebracht. Ein Ausstellungsraum wurde gefunden und ein Kurator in Teilzeitstellung angestellt. Die nächsten 15 Jahre waren sehr schwierig und erst 1967 wurde diese beendet, als das Museum den heutigen Platz in der Eingangshalle der School of Signals in Blandford Camp. In den kommenden Jahren wuchs die Sammlung beständig, bis sie aus allen Nähten platzte.
1988 entschied das Signals Komitee einen Museums Fond zu gründen, der die Finanzierung für einen kompletten Neubau sichern sollte. Das Geld floß wegen der angespannten Haushaltslage und dem Kostensparprogramm der Verteidigungsindustrie spärlich. Erst nachdem die National Lottery 200.000 Pfund gespendet hatte, war man 1997 in der Lage das Museum wiederzueröffnen. Hier wird nun die Geschichte der Royal Signals vom Krim Krieg bis heute präsentiert
















