6-Tage Reise Stalingrad - Wolgograd
Das deutsche Trauma Stalingrad kann nicht nur durch das Studium von Kriegstagebüchern, Feldpostbriefen, Biografien und Romanen erforscht werden, es bedarf des lokalen Augenscheins, um sich die Sinnlosigkeit der damaligen Handlungen zu vergegenwärtigen.Die Leer der Steppe und die gewaltigen Entfernungen lassen sich kaum in Worte fassen.
Man muss Stalingrad bereisen, um die Katastrophe begriefen zu können.
| 1. Tag | Abflug von Frankfurt mit einem Airbus der Aeroflot. Durch die Wahl dieser Airline entfällt ein teurer Extratag in Moskau, da der Abflughafen Wolgograd für andere Airlines sich am entgegen gesetzten Ende der Riesenstadt befindet. Umsteigen in Moskau – Scheremetjewo und Weiterflug nach Wolgograd. Einchecken ins Hotel „Volgograd“. Das Intourist Hotel Volgograd wurde im klassischen Stil erbaut und stellt ein Architekturdenkmal aus dem zwanzigsten Jahrhundert dar. Es befindet sich im Kultur- und Verwaltungsviertel der Innenstadt und die Uferbefestigung der Wolga erreicht man nach 5 Minuten. |
| 2. Tag | Heute besuchen wir die bekannten Stalingrader Sehenswürdigkeiten, wie den Platz der gefallenen Helden, Pavlovs Haus, das Stalingrad Panorama und natürlich Höhe 102, besser bekannt unter dem Namen Mamaev Kurgan (Hügel). Mamaev Kurgan war das strategisch wichtigste Glied in der allgemeinen Kette der Verteidigungsanlagen der Stalingrader Front. Der Name stammt einer Legende nach von einem tatarischen Heerführers namens Mamaj ab. Am Nachmittag besuchen wir das Hauptquartier von Generalfeldmarschall Paulus im Keller des Univermag Kaufhauses. Anschließend fahren wir zum „Tennisschläger“und dem Getreidesilo. Danach Rückfahrt ins Hotel und Dinner. |
| 3. Tag | Heute werden die nicht so bekannten, aber dafür um so interessantere Orte besucht, die bei der Aufarbeitung der Stalingrad Schlacht wichtig sind. Zunächst besuchen wir „Hartmann-Stadt“. Hartmann-Stadt wird nach dem Generalleutnant und Ritterkreuzträger Alexander von Hartmann benannt, der die 71. ID kommandierte und in diesem Gebiet seine Kommandozentrale hatte. Er fiel am 26.01.1943 an der bekannten Zariza Schlucht und wurde im Februar 1943 nachträglich zum General der Infanterie befördert. Weitere Ziele dieses Tages sind die heiss umkämpften Fabrikanlagen Roter Oktober, Rote Barrikade und das Traktorenwerk Felix Dserschinski. Danach suchen wir das Hauptquartier von Tschuikow auf. Rückfahrt ins Hotel, Dinner. |
| 4. Tag | Heute geht es an die Fronten des ehemaligen Kessels. Hier sehen wir unter anderem die Reste verschiedene Regiments- und Bataillonsstände in der Nähe des Bahnhofes Gumrak. Danach geht es zu den ehemaligen Flugfeldern Gumrak (heute der internationale Flughafen von Wolgograd) und Pitomnik. |
| 5. Tag | 5. Heute führt der Weg nach Kalatsch, dem Ort an dem der Einschließungsring um die 6. Armee zuschnappte. Weiter Stationen sind Peskovatka, Vertyachiy, Karpovka und der Tatarenwall. Am Ende des Tages besuchen wir den deutschen und russischen Soldatenfriedhof bei Rossoschka, in der Nähe des Flugplatzes Gumrak, wo bereits während des Krieges ein Friedhof mit etwa 600 Gräbern angelegt worden war. Hier hat der Volksbund den zentralen Friedhof für alle Gefallenen zwischen Don und Wolga angelegt. Rossoschka liegt etwa 30 Kilometer westlich der Stadt. Hier enden allmählich die bewässerten Feldkulturen, und die weitläufige, fast ebene Steppenlandschaft beginnt. Die unmittelbare Umgebung des Soldatenfriedhofes wird als freies Weideland genutzt. Der Boden ist spärlich mit Gräsern und grauen Stauden bedeckt. Am Ufer eines schmalen Baches wächst meterhohes Schilf. Kein anderer Platz wäre besser geeignet als die Sinnlosigkeit der Schlacht von Stalingrad zu dokumentieren. |
| 6. Tag | Rückflug nach Frankfurt |
