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Das Malmedy Massaker

US Zeitungsausschnitt über deutsche Massaker
Opfer des Massakers von Malmedy
Während die Masse der Kampfgruppe Peiper ihm auf dem Weg nach Ligneuville folgt, bleiben einige mit 113 gefangen genommen GIs an der Kreuzung, nicht weit entfernt vom Cafe Bodarwe, zurück. Um 14.15 eröffnen deutsche Soldaten von einem SPW aus unbekannten Gründen das Feuer auf die Gefangenen. 61 weitere Gefangene, die etwas südlicher festgehalten wurde, versuchen gegen 16.00 zu fliehen. Mindestens 15 von ihnen werden getötet. Bauer Henri Lejoly war während dieser Zeit zusammen mit der Wirtin, Madame  Bodarwe´ ,im Gasthaus und wird Augenzeugen des Massakers.

Malmedy Massaker Memorial
Karte Peipers Route
Die Augenzeugenberichte sind widersprüchlich. Einmal wird von einem Fluchtversuch der 113 gesprochen, dann von einem willkürlichen Feuern in die Menge und anschließender gezielten Tötung der noch Lebenden. Aber nirgends ist von einem Feuerbefehl Peipers die Rede.

Ligneuville Memorial
Ligneuville, Hotel Moulin
Jochen Peiper ist auf dem Weg nach Ligneuville. Gegen 13.30 meldet ein GI die Ankunft der Vorhut. Der Kampf um die Brücke, die nur von einem Sherman mit Räumschaufel gedeckt  wird, ist kurz. Die Masse der GIs kann aus dem Ort fliehen, der Rest wird gefangen genommen. Auch in Ligneuville kommt es zu einem Massaker. Ein Unterscharführer der KG Peiper erschießt hinter dem Hotel du Moulin grundlos acht US Soldaten. Der Wirt des Gasthauses, Peter Rupp, wird Augenzeuge und interveniert. Rupp wird von dem gleichen Unterscharführer niedergeschlagen und verliert dabei zwei Zähne. Ein vorbeikommender Offizier weist den Mann an, die restlichen Amerikaner und den Belgier zu erschießen, wird aber von einem ranghöheren SS Offizier daran gehindert. Das sichert Peter Rupp sein Überleben.

Karte Stavelot
Die Brücke von Stavelot
Nachdem der Ort unter Kontrolle ist, wendet sich die Vorhut Peipers weiter dem nächsten Ziel, Stavelot zu. Doch weit kommt man nicht. Hinter Vau Richard  wird man von einer Straßensperre der Amerikaner aufgehalten und als man am Abend versucht, die alte Steinbrücke von Stavelot zu nehmen, geraten Peipers Männer unter Feuer. Später beschließt man über Nacht auf den Hügeln vor Stavelot zu biwakieren. Man ist der Ansicht, Stavelot und seine Brücke über die Ambleve seien zu stark verteidigt. Ein Trugschluss, denn niemand hat sich in Stavelot auf Verteidigung eingestellt.

Marktplatz von Stavelot
Am 18. Dezember im Morgengrauen greifen Peiper und seine Männer an. Die Brücke wird genommen und erst am Marktplatz formiert sich Widerstand seitens der GIs. Drei deutsche Panzer wurden durch ein Widerstandsnest auf dem Marktplatz vernichtet, dann befiehlt Peiper einem Sonderkommando den Widerstand zu brechen, während er selber mit dem Gros der KG auf Trois Pont zu fährt. Die kleine US Gruppe unter dem Kommando von Major Sollis hält die Deutschen eine weitere Stunde auf und entschließen sich dann zum Rückzug. Auf ihrem Weg in Richtung Malmedy werden sie auf einer Bergstrasse nach wenigen Kilometern von einem belgischen Offizier angehalten, der ihnen erklärt, dass nur er und ein paar Zivilisten ein US Benzinlager von 13 Millionen Litern zu bewachen hätten.

Der Panzer V, Panther mit Nachtsichtgerät
Major Sollis, der außer seinem Zug Infanteristen keine Panzerabwehr sein Eigen nennt, beschließ die Panzer mit Benzinfässern aufzuhalten. Als der erste Panther den Berg heraufkommt, zünden sie den Treibstoff an und schlagen so die Deutschen zurück. Da in ihren Augen diese US Straßensperre keine Gefahr für ihr Weiterkommen zur Maas darstellen,lläßt man von der kleinen Gruppe ab. Peiper selbst hat keine Ahnung, dass er soeben an einem Benzinlager vorbeifährt, welches ihm, seiner Kampfgruppe und der gesamten Division die Versorgung bis weit hinter die Maas gesichert hätte.

Karte Trois Pont
In der Zwischenzeit nähern sich Peiper und die Spitze der Unterführung in Trois Pont. Man ist nur noch wenige Meter von den beiden Brücken entfernt, die den Deutschen den Zugang zur Maas geöffnet hätten. Doch dazu kommt es nicht. Eine US Pak, die wegen eines Zufalls gut getarnt hinter dem Viadukt steht, erledigt den führenden Panther, der nun einen Damm bildet, hinter dem sich 19 Panther und Tiger stauen. Das genügt den US Pionieren, die Ambleve Brücke zu zerstören. Peiper ist außer sich vor Wut und fordert die augenblickliche Vernichtung der tapferen US Pak Mannschaft. Alle 4 GIs fallen kurz darauf einer 8,8 cm Granate zum Opfer.