
zur Maas
Am 14. Dezember erhält Peiper erste detaillierte Kenntnis von der Ardennenoffensive und erfährt, dass seine Einheit unter Sepp Dietrichs`s 6. Panzer Armee als eine Speerspitze fungieren soll. Das große Ziel heißt Antwerpen. Peipers Aufgabe ist es, die amerikanischen Linien bei Hollerath und Krewinkel zu durchbrechen, sich nicht in Kämpfe einzulassen, sondern im direkten Stoß die Maas erreichen. Um dies zu erreichen hat man ihm alle Panzer der Leibstandarte, sowie sämtliche Königstiger des Korps zugeteilt.. Damit erhofft sich Hitler Panik unter den Alliierten und eine Wiederholung des Blitzkrieges aus dem Jahre 1940.
Peipers Hauptproblem heißt Treibstoffversorgung. Am 15. Dezember erfährt er während eines Briefings im Korps Hauptquartier, dass zwei Treibstoffzüge nicht angekommen seien. Gründe werden nicht genannt. Anstelle dessen erhalten er und die übrigen Kommandeure Kenntnis von Tanklagern der Alliierten, die vom militärischen Geheimdienst, Fremde Heer West festgestellt worden sind. Dort sollen sie ihre Vorräte auffüllen. Das ist auch dringend notwendig, da sein Operationsziel 150 km entfernt ist, seine Fahrzeuge jedoch nur für 100 km Treibstoff an Bord haben. Des Weiteren erhält Peiper Kenntnis von zwei Geheimoperationen, die seinen Vorstoß unterstützen sollen. Zum einen der Fallschirmjägereinsatz von August Baron von der Heydte im Raum Baraque Michel, zum anderen der Einsatz der Gruppe Greif unter Otto Skorzeny. Skorzeny, der in einem waghalsigen Einsatz Mussolini vom Gran Sasso zurück an Hitler`s Seite brachte, soll eine Idee des Führers in die Tat umsetzen. Deutsche in amerikanischen Uniformen und Fahrzeugen sollen hinter den Linien operieren, um Verwirrung unter den US Einheiten auszulösen.
Am 16. Dezember, gegen 05.30 beginnt der Angriff. Peiper, der in seiner ersten Euphorie noch glaubt, er könne die Maas bereits am Abend es ersten Tages erreichen, erhält bereits in den ersten Stunden einen Dämpfer. Der Widerstand der Amerikaner in Losheimergraben verzögert den gesamten Plan und das unglaubliche Verkehrschaos auf den wenigen Strassen tut ihr übriges. Skorzeny, der eigentlich mit seinen Leuten gleich zu Beginn in die Tiefe des feindlichen Raumes eintauchen soll, bleibt im Verkehr stecken. Nur wenigen seiner Einheit gelingt es durch zu brechen und ihre eigentliche Aufgabe zu erfüllen.
Erst nachdem Peiper den Befehl erhält, über eine Nebenstrecke – Lanzerath – vorzustoßen, kommt Bewegung in die Operation. Aber da ist der erste Tag fast schon vorbei. Erst der 17. Dezember bringt den Erfolg. Honsfeld wird erobert und Büllingen eingenommen. Peiper weiß von dem Treibstofflager der Amerikaner in diesem Ort und es gelingt ihm dieses zu sichern. Hier erfährt er auch von einem US HQ in Ligneuville. Dort erhofft er sich Informationen bezüglich der US Einsatzstellungen zu sichern und leitet die Kampfgruppe via Möderscheid, Schoppen, Ondenval und Thirimont auf direktem Weg dorthin.
In Thirimont erweist sich der scheinbar kürzere Weg durch das Tal als unbrauchbar. Georg Preuss, der die Spitze übernommen hatte, bleibt mit seinen SPWs und Panzer IV im Matsch des Tales stecken und Peiper muss daher notgedrungen den Umweg über Baugnez nehmen.
Wenig später erreciht die Spitze der Kreuzung der N23 und der N34, ca vier km südlich von Malmedy. Genau zu diesem Zeitpunkt nähert sich ein Konvoy der US B Batterie
258. Feldartilleri , der auf dem Weg von Schevenhütte nach St. Vith war. Um 12.45 eröffnet der führende Panther das Feuer auf die Fahrzeuge. Peiper, der die US Lastwagen als willkommene Beute ansah, ließ das Feuer einstellen. Er selbst folgte dann der Spitze seines Verbandes auf der N 23.. Direkt hinter ihm die 11. SS Panzer Grenadier Kompanie in ihren SPWs.






