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Allerseelen 1944

US Artillerie im Hürtgenwald
Grosshau
Cota hat die Mittel von Eisenhower bekommen, um endlich den Durchbruch nach Schmidt zu realisieren. Der Druck auf ihn und die Truppe ist immens. Gegen 08.00 eröffnet ein massiver Artillerieschlag die Allerseelenschlacht. Weit mehr als 11.000 Granaten heulen in Richtung deutscher Stellungen. Um 09.00 treten das 109. US  Regiment in Richtung Hürtgen und das 112. Regiment beidseits der Hauptstrasse Vossenack mit Ziel nordöstliche Spitze des Dorfes an. Weitere Teile des 112. Regiments beabsichtigen über Richelskaul den Kallgrund zu erreichen, um anschließend die Höhen von Kommerscheid und Schmidt zu erreichen. Sie werden nicht weit kommen und gehen am Abend wieder in ihre Ausgangsstellungen zurück. Am rechten Flügel geht das 110. Regiment gegen die Bunkerkette am Ochsenkopf vor, um ebenfalls stark dezimiert am Abend wieder zurück zu weichen.

Feldmarschall Walter Model
General Hasso von Manteuffel
Zum Glück für die Deutschen Verteidiger findet zu diesem Zeitpunkt im Gut Schlenderhahn bei Bergheim ein Kriegsspiel statt, welches Generalfeldmarschall Model unter Leitung von General Hasso von Manteuffel in Szene gesetzt hat. Sinn der Übung ist es auf etwaige Angriffe der Amerikaner auf die Stauseen zu reagieren. Und genau in diese Planübung platzt die Meldung vom massiven Angriff. Die Reaktion kommt schnell und präzise. Die 116. Panzerdivision, auch bekannt als Windhunddivision, wird sofort in Marsch gesetzt und trifft mit Masse in der Nacht vom 3./4. November im Raum Hürtgen ein. Die schon im Gange befindliche Ablösung der 89. Division wird abgebrochen und unterstützend rückt die 272. Volksgrenadierdivision in den Ablöseraum vor. Des Weiteren werden Sturmgeschütze und Artillerie in den Kampfraum beordert.

Schmidt im Februar 1945
Am nächsten Tag, bei Nebel und Regen und zum Glück für die Deutschen ohne US Luftunterstützung, setzt das 112. US Regiment den Vorstoß auf Vossenack fort. Aber kein Stoßtrupp hat aufgeklärt und wenig später fahren bereits einige Shermans auf Minen die auf der Wiese zwischen Ortschaft und den Waldeingängen zum Kall Tal vergraben sind. Das sind jedoch die einzigen Widerstände, die die Truppe zu überwinden haben. Es gelingt ihnen den Wald und den Pfad zu erreichen, der später als Kall Trail Berühmtheit erlangen wird. Über diesen steilen, kaum breit genug um einen Panzer aufzunehmenden Pfad gelangen die GIs zum Talgrund und erreichen ohne große Gegenwehr gegen 13.00 Kommerscheid. Um 14.00 ist Schmidt in amerikanischer Hand. Jedoch gelingt es nur drei Panzern Kommerscheid im Morgengrauen zu erreichen.

Sturmgeschütz III
Währenddessen sind die US Soldaten in Vossenack einem ständigen Bombardement von Sturmgeschützen und Panzern ausgesetzt, die vom Höhenrücken  Brandenberg-Bergstein feuern. Dies führt zu Vorgängen, die die amerikanische Führung noch nie erlebt haben.. Ihre Truppen sind vom Beschuss, dem Regen und der Kälte dermaßen demoralisiert, dass sie Befehle und Nahrungsaufnahme verweigern, ihre Stellungen verlassen und nicht mehr zum Kampf bewegt werden können. Der Bataillonskommandeur erleidet in seinem Gefechtsstand  einen Nervenzusammenbruch.

Kall Tal
Deutscher Grenadier mit Sturmgewehr, Panzerfaust und BLM G 43
Dennoch herrscht beim  Stab General Cota`s eitle Freude, ist es doch gelungen, Schmidt binnen 48 Stunden zu nehmen. Der Haken ist nur, es gibt weder genug Panzer, noch panzerbrechende Waffen  in Schmidt und man erwartet einen deutschen Gegenangriff in Kürze. Sofort werden die drei in der Division verfügbaren Weasel in Marsch gesetzt, um die Truppen in Kommerscheid und Schmidt mit dem Notwendigsten zu versorgen. Es gelingt ihnen auch in der Nacht Tellerminen und Bazookas heranzuschaffen. Unterdessen nimmt das 110. Regiment Simonskall im Handstreich.