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Hügelige Landschaft südlich von Brüssel

Löwenhügel
Waterloo ist eine Landgemeinde in der Provinz Wallonisch-Brabant in Belgien. Der Ort liegt wenige Kilometer südlich von Brüssel. Wegen der Nähe zur Hauptstadt und der attraktiven, waldreichen Umgebung entwickelte sich Waterloo im Zuge der Suburbanisierung zu einer bevorzugten Wohngemeinde wohlhabender Brüsseler.
 

Historischer Hintergrund

Schlacht von Waterloo
Der Name des kleinen belgischer Orts Waterloo wird zum Inbegriff der letzten und entscheidenden Niederlage Napoleons. In Wellington trifft er erstmals auf einen ebenbürtigen Gegner. Jahrelang hat der Herzog die militärische Taktik des Franzosen studiert, die mit dem Überraschungseffekt auch ihre Wirksamkeit verliert.

Napoleons Spione berichten ihm, dass sich an den Grenzen Armeen aus England und Preußen zusammenziehen, die seinen Truppen doppelt überlegen sind. Er glaubt, erst die einen schlagen zu können, um dann die anderen zu vernichten. Im Eiltempo marschieren französische Truppen ins heutige Belgien ein. Die britische Armee besteht aus 100.000, die preußische aus 110.000 Mann. Gemeinsam können sie ohne weiteres Napoleons 125.000 Mann schlagen.

Am 16. Juni 1815 greift der Korse die erste Armee an und fügte den Preußen große Verluste zu. Am 17. Juni wendet er sich gegen die Engländer, die unter dem Kommando des Herzogs von Wellington stehen. Wellington zieht sich zunächst zurück. Er will nicht ohne die Unterstützung der Preußen gegen die Franzosen kämpfen. Napoleon und seine Armee verfolgen ihn. Gelänge es den Franzosen, die Briten noch am 17. Juni zu stellen, würden sie möglicherweise den Sieg davontragen. Doch das Glück ist auf Wellingtons Seite, der Himmel öffnet seine Schleusen und eines der berühmtesten Gewitter der Weltgeschichte geht nieder. Der starke Regen machte sofort alle Straßen unpassierbar. Bonaparte muss die Schlacht verschieben. Das Unwetter erlaubt es Wellington, sich in ein Gelände seiner Wahl zurückzuziehen: Waterloo.

Am Morgen des 18. Juni zieht Napoleon zuversichtlich in die Schlacht. Er glaubt, die Preußen seien ausgeschaltet und die Engländer die einzigen Gegner des Tages. Noch weiß er nicht, dass sich die Preußen nur 16 Kilometer entfernt neu formieren und in Richtung Waterloo marschieren.

Als die Schlacht beginnt, erkennt er schnell, dass er Wellington und die Briten unterschätzt hat. Hier in Waterloo trifft Bonaparte zum ersten Mal auf ein militärisches Genie, das dem seinen ebenbürtig ist. Jahrelang hat Wellington Napoleons Kriegstechnik wie ein großes Schachspiel studiert. Fast jeden Zug, den der Kaiser nun macht, kann er präzise voraussagen. Der Herzog weiß, dass die Franzosen seine Soldaten auseinander treiben und einzeln besiegen wollen. Genau das aber soll ihnen nicht gelingen. Zu allem Überfluss erfährt Napoleon jetzt, dass sich die Preußen dem Schlachtfeld nähern. In einem verzweifelten Versuch, die Engländer schneller zu bezwingen, schickt er seine kaiserliche Garde nach vorn.
Wellington hält einen Teil seiner Truppen auf der Rückseite eines Hügels versteckt. Als die kaiserliche Garde in Schussweite kommt, gibt Wellington den Befehl zum Aufstehen und Feuern. Im Kugelhagel muss sich die Garde schließlich zurückzuziehen.

Nun folgt ein britischer Infanterieangriff. Ohne Orientierung, zusammengeschossen und führerlos, suchen die Franzosen ihr Heil in der Flucht. Im selben Moment erreicht die preußische Armee das Schlachtfeld und überrennt es. Als der Kaiser die Hoffnungslosigkeit der Lage erkennt, verlässt er unter dem Schutz der Garde Waterloo und zieht sich nach Paris zurück. Am 22. Juni 1815 dankt Napoleon abermals ab und wird auf die kleine Insel St. Helena im Südatlantik verbannt. Nach sechs einsamen und verzweifelten Jahren stirbt er dort am 5. Mai 1821.